Ein Blick in die Preisliste des deutschen Herstellers verrät, diese Kombination aus Stereo Vollverstärker und CD-Player stellt den Einstieg in die Klangwelten des schwäbischen Unternehmens dar. Deswegen aber auch von einer Einstiegs-Lösung zu sprechen, verbietet sich jedoch schon allein auf Grund der exzellenten Darbietung, die der Accustic Arts Power ES in Kombination mit dem Accustic Arts Player ES abliefert.
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Von Michael Holzinger (mh) 16.01.2012 |
Überhaupt muss man die deutsche HiFi-Schmiede SAE GmbH & Co. KG als sehr konsequentes Unternehmen ansehen, das an die Entwicklung mit großer Sorgfalt und ohne Zeitdruck herangeht. Immerhin fünf Jahre Entwicklungszeit gönnte man sich, bevor man nach der Gründung des Unternehmens 1996 mit ersten Produkten im Jahr 1997 auf den Markt kam. Zu diesem Zeitpunkt widmete man sich jedoch vorwiegend Lösungen im professionellen Aufnahme-Bereich und entwickelte unter anderem eigene Studio-Nahfeld-Monitore sowie Lösungen zur Beschallung von Aufnahmeräumen. Die hier gewonnenen Erfahrungen im Zusammenhang mit höchster Klangtreue gipfelten in der Vorstellung erster HiFi-Systeme unter dem reinen Kunstnamen Accustic Arts. Dieser Name soll das hier verfolgte Ziel verdeutlichen, nämlich die maximale Klangtreue bei der Reproduktion von Musik zu erzielen. Accustic Arts steht somit für ACCUrate acouSTIC ARTS und somit, wie es das Unternehmen selbst ausdrückt, für die richtige Klangkunst.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Unternehmen am Neckar nicht nur auf eine intensive Zusammenarbeit mit externen Entwicklern und Audio-Experten, sondern vor allem auf eine Entwicklung, Produktion und umfangreiche Qualitätssicherung im eigenen Haus. So wurde im Jahr 1998 ein neues Firmengebäude bezogen, das all dies - von der Fertigung sämtlicher Elektronik-Komponenten über ein Prüf- und Meßzentrum, Lager, Versand und selbst Vertrieb und Marketing - unter einem Dach vereint. Ja selbst Musik-Produktionsstätten mit professionellem Tonstudio und eigenen Aufnahmeräumen finden sich inzwischen in den Firmengebäuden des Unternehmens in Lauffen und man sieht sich heutzutage als Komplett-Anbieter im Bereich High-end, der von Lautsprechern über Elektronik bis hin zum Zubehör alles aus einer Hand anbieten kann und zurecht mit Stolz darauf verweist, die komplette Entwicklung bis hin zur Produktion in Deutschland vorzunehmen.
Doch nun genug der allgemeinen Vorstellung des Unternehmens, widmen wir uns nunmehr unseren Testkandidaten, dem Accustic Arts Power ES sowie dem CD-Player Accustic Arts Player ES.
Wie bereits einleitend erwähnt, handelt es sich bei unseren beiden Testkandidaten streng genommen um die Einstiegs-Lösung aus dem Hause SAE GmbH & Co. KG. Allerdings verbietet sich diese Bezeichnung in diesem Fall, denn man darf ja nicht dem Irrtum verfallen, diese beiden Komponenten mit jenen Lösungen zu vergleichen, die man langläufig dieser Klasse zurechnet. Ein Aufdruck auf der Verpackung beider Komponenten verdeutlicht sehr gut, warum dem so ist. „Finest Music Components - Handmade in Germany“ ist da zu lesen, und dies sagt, soviel sei bereits vorweggenommen, viel über das aus, was den Käufer erwartet, wenn er die beiden HiFi-Komponenten aus der Verpackung nimmt und anschließt.
Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man den Power ES sowie den Player ES erstmal aus der Verpackung befreit hat und vor sich am HiFi-Rack stehen sieht. SAE GmbH & Co. KG. bietet beide Komponenten in zwei verschiedenen Ausführungen an. Da wäre zunächst die rein silberne Variante, deren Vollmetall-Gehäuse natürlich einen besonders edlen Charakter aufweisen und - so nebenbei - natürlich für eine optimale Abschirmung sorgen. So ist etwa die Front-Platte beider Geräte aus mircoliertem Aluminium gefertigt. Die Drehknöpfe des Accustic Arts Power ES sind aus Messing gefertigt und anschließend verchromt. Ebenso erstrahlen die Tasten natürlich mit verchromter Oberfläche, ebenso die Laufwerkslade des Accustic Arts Player ES.
Dies gilt übrigens auch für die zweite Ausführung, die SAE GmbH & Co. KG. bei beiden Komponenten anbietet, und zwar in mattem Schwarz. Hier sorgen die verchromten Bedienelemente natürlich für einen noch wirkungsvolleren Kontrast, sodass zumindest unserem persönlichen Geschmack diese Ausführung fast noch einen Tick besser entspricht.
Sowohl beim Player ES als auch beim Power ES achteten die Entwickler auf eine absolute Symmetrie. So thronen etwa beim Accustic Arts Power ES links der Eingangswahlschalter und rechts der Lautstärke-Regler, während in der Mitte das Logo des Herstellers sitzt und darunter drei Status-LEDs zu finden sind. Beim Accustic Arts Player ES zeigt sich ein ähnliches Bild, allein hier sorgt das Laufwerk auf der linken und das Display auf der rechten Seite der Front für Symmetrie. Dies setzt sich auch mit den wenigen Bedienelementen fort, denn drei finden sich unter dem Laufwerk, drei unter dem Display. In der Mitte findet sich auch hier das Logo des Herstellers mit drei Status-LEDs darunter. Perfekter könnte das Auftreten der beiden Komponenten also nicht sein.
Es versteht sich von selbst, dass es die Verarbeitung betreffend nicht den geringsten Anlass zur Kritik gibt. Hier steht Handmade in Germany tatsächlich noch für absolute Perfektion bis ins letzte Detail.
Mit welcher Perfektion die beiden Komponenten aufwarten, wird auch beim ersten Kontakt mit den Geräten offenbar. Allein die Haptik, die die massiven Drehgeber am Accustic Arts Power ES vermitteln, lässt das Herz von Liebhabern feinster Elektronik höher schlagen. Klack, klack, klack tönt es da satt, wenn man den Drehgeber für den Eingangswahlschalter betätigt, und auch die Taster vermitteln trotz ihrer vergleichsweise kleinen Durchmesser einen klaren, genau definierten Druckpunkt.
Einziger Kritikpunkt wäre ein fehlender Hauptschalter, oder zumindest ein Standby-Taster auf der Front, aber es hat gute Gründe, warum es diesen hier nicht gibt. Vielmehr beließ es das Entwickler-Team der SAE GmbH & Co. KG. bei einem echten Hauptschalter an der Rückseite, denn auf eine Standby-Schaltung wollte man schlichtweg nicht setzen. Diese hätte nur negative Auswirkungen auf die Klangeigenschaften der Geräte und somit wurde sie einfach eingespart. Wie gesagt, ganz können wir uns Klischees nicht ersparen - schwäbische Tugend! Und natürlich muss dieser an der Rückseite „verschwinden“, den an der Front hätte er die zuvor beschriebene Symmetrie und somit das perfekte Bild gestört.
Betrachten wir nun die beiden Geräte im Detail und beginnen damit beim...
Um es in einem Satz zusammen zu fassen, handelt es sich beim Accustic Arts Player ES um einen CD-Player sowie D/A-Wandler mit hochpräziser 24 Bit 192 kHz Upsampling-Technologie.
Das Gerät bringt es mit Abmessungen von 96 x 482 x 370 mm auf ein beachtliches Gewicht von 7 kg, was natürlich in erster Linie dem bereits angeführten, massiven Gehäuse aus Metall zu verdanken ist. Doch auch im Inneren des Players wurde nicht gespart, sowohl wenn es um die Mechanik des Laufwerks, als auch die Elektronik geht.
Beginnen wir mit dem Laufwerk, wobei in diesem Fall ein nach Herstellerangaben ausschließlich auf die Wiedergabe von Audio CDs optimiertes Laufwerk zum Einsatz kommt. Dieses setzt auf ein sehr hochwertiges Metallgestänge und eine ebenso hochwertige Lade aus Aluminium-ABS-Compound, was dafür sorgt, dass diese sanft aus und in das Gerät gleitet. Zudem wird dadurch, in Verbindung mit einer vibrationsentkoppelten Aufhängung, natürlich die beste Voraussetzung für ein akkurates Auslesen der Daten gesorgt. Die für eine bestmögliche Klangqualität natürlich ebenso essentielle Steuerung des Laufwerks stammt übrigens aus Österreich, und zwar vom Wiener Spezialisten StreamUnlimited.
Beim Accustic Arts Player ES steht aber nicht nur das Laufwerk als „Quelle“ zur Verfügung, dieses Gerät bietet zudem einen USB-Anschluss, sodass auch ein PC oder Mac als Datenlieferant fungieren kann. Über diese Schnittstelle nimmt der Player ES Daten in den verschiedensten Formaten mit einer Auflösung von 24 Bit und 48 kHz entgegen. Zudem verfügt der Player ES über einen koaxialen S/PDIF-Eingang. Hier zeigt sich das Gerät etwas vielseitiger und nimmt Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz entgegen.
Wie bereits angedeutet, erfolgt die Signal-Verarbeitung, egal über welche „Quelle“, immer mit 24 Bit und 192 kHz. Dies geschieht über einen Signal-Converter aus dem Hause Burr-Brown, und zwar den Burr Brown SRC4192, dessen Signale einem Cirrus Logic OS4398 DAC zugeführt werden. Durch dieses Upsampling wird der eingehende Datenstrom stets neu getaktet, sodass eine höhere Dynamik-Reserve erzielt und jedweder klangschädliche Jitter ausgeschalten und somit eine bestmögliche Qualität erzielt werden soll.
Ein Blick ins Innere verrät, dass die Entwickler auf eine klare Trennung der analogen sowie digitalen Welt setzten um bestmögliche Störspannungsabstände zu erzielen. Auch die Stromversorgung mit einer Netzteil-Kapazität von immerhin über 70.000 µF wurde räumlich strickt getrennt von den übrigen Platinen untergebracht und setzt sich aus insgesamt vier separaten Netzteilen für die Lasersteuerung, die digitale Signalverarbeitung, die D/A-Wandler-Sektion sowie die Display-Ansteuerung zusammen. Jede wesentliche Baugruppe erhält somit eine separat stabilisierte Spannung und kann so ihr volles Potential ausspielen.
Auf Sorgfalt bis ins letzte Detail lässt auch die tadellos bestückte Rückseite des Accustic Arts Player ES schließen. Selbstverständlich sind sowohl das Cinch-Buchsenpärchen, über das analoge Signale das Gerät verlassen, als auch die bereits angesprochene koaxiale S/PDIF-Schnittstelle fein säuberlich und solide mit dem Gehäuse verbunden und natürlich, ebenso wie alles andere, nur mit erstklassigen, ausgesuchten Bauteilen bestückt.
Als kraftvoll und klangstark bezeichnet das deutsche Unternehmen SAE GmbH & Co. KG. den Accustic Arts Power ES und reiht ihn in die Klasse audiophiler Stereo Vollverstärker ein. Völlig zurecht, wie wir meinen, denn auch hier gibt es sowohl aus technischer Sicht, als auch akustischer Beurteilung keinen Grund zur Beanstandung. Aber sehen wir uns vor der Einschätzung des musikalischen Potentials die technische Ausstattung an, die diese erst ermöglicht.
Die Basis dafür liefert ein potentes Netzteil mit 330 VA, ausgeführt als Ringkern-Transformator mit, laut Herstellerangaben, hochqualitativem Kernmaterial, um stets nicht nur ausreichende, sondern wirklich hohe Leistungsreserven liefern zu können. Über getrennte Wicklungen werden jeweils der linke als auch rechte Kanal der Vorstufe als auch Endstufe versorgt, dank einer Netzteil-Kapazität von 50.000 µF soll eine besonders gute Glättung erzielt werden und ein hoher Dämfpungsfaktor dient zur stets perfekten Kontrolle der Lautsprecher.
Vier selektierte MOS-FET Transistoren, laut Hersteller höchster Qualitätsstufe, sorgen für eine Ausgangsleistung von 120 Watt an 4 Ohm bzw. 90 Watt an 8 Ohm.
An Eingängen bietet der Accustic Arts Power ES vier unsymmetrische Hochpegel-Eingänge sowie einen so genannten Surround Bypass. Damit ist es möglich, den Verstärker in ein Surround-Setup zu integrieren, da hier eingehende Signale unbehelligt direkt der Endstufe zugeführt werden.
Als Besonderheit erlaubt der Accustic Arts Power ES die Erweiterung um eine Phono-Vorstufe. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine etwa durch den Anwender selbst zu installierende Zusatz-Platine, sondern um eine durch den Hersteller selbst vorzunehmende optionale Erweiterung. Diese sollte beim Kauf gleich miteinkalkuliert werden, denn der deutsche Hersteller setzt auch hier auf tadellose Qualität und erlaubt mit dem optionalen Phono-Modul den Einsatz von MM- als auch MC-Tonabnehmer-Systemen. Ist dieses Modul installiert, so kann der Anwender die entsprechenden Einstellungen für sein Tonabnehmer-System über kleine DIP-Switches an der Rückseite vornehmen. Mit diesem Phono-Modul mutiert der erste Eingang des Power ES natürlich zum Phono-Eingang, wobei für MM- sowie MC-Tonabnehmer-Systeme jeweils eigene Cinch-Buchsenpärchen zur Verfügung stehen. Diese sind, wie alle anderen Eingänge auch, natürlich solide mit dem Gehäuse verbunden.
Die Auswahl des jeweils aktiven Eingangs erfolgt mit Hilfe des bereits einleitend angeführten Drehgebers, der in diesem Fall als besonders hochwertiger Drehschalter mit vergoldeten Silberkontakten ausgeführt ist, dennoch nur dazu dient, langzeitstabile Relais anzusteuern, die die eigentliche Eingangswahl vornehmen. Ebenso hochwertig ist der Lautstärke-Regler ausgeführt. Hier setzt das Unternehmen auf ein vollgekapseltes High-grade Potentiometer, das selbst nach Jahren einen exakten, störungsfreien Betrieb garantieren soll.
Der Accustic Arts Power ES weist mit 96 x 482 x 400 mm nahezu die gleichen Abmessungen wie der Player ES von Accustic Arts auf, bringt es aber auf immerhin 11 kg. Trotz der vergleichsweise kompakten Abmessungen bedarf es beim Power ES keiner umfangreichen Kühlung. Ein paar Lüftungsschlitze an der Oberseite leiten die entstehende Abwärme effektiv nach Außen. Ein Blick ins Innere des Verstärkers offenbart, dass Accustic Arts auf einen Kühlkörper setzt, der in Verbindung mit den Kühlschlitzen für eine konstant niedrige Betriebstemperatur sorgt. Im Vergleich zu so manch anderem Gerät aus dieser Klasse wird der Accustic Arts Power ES also niemals heißer als „handwarm“.
Zudem verdeutlicht der Blick unter die Abdeckung des Geräts auch hier eine tadellose Verarbeitung, wobei es im Inneren des Power ES durchaus aufgeräumt zugeht. Ein erstklassiger Verstärker bedeutet eben nicht zwingend eine Materialschlacht. Viel entscheidender ist es, auf die richtigen Bauteile und ausgefeilte Schaltungskonzepte zu setzen. Und dies ist hier zweifellos der Fall.
Abschließend sei der Vollständigkeit wegen noch angeführt, dass die Lautsprecher-Anschlüsse des Accustic Arts Power ES natürlich sowohl fertig konfektionierte Kabel mit Bananas als auch blanke Kabelenden aufnehmen.
Beginnen wir unser...
...somit auch gleich bei der Bedienung dieser beiden Komponenten aus Lauffen am Neckar. Wir haben es ja bereits erwähnt, dass wir schon allein durch die Haptik des Eingangswahlschalters, aber auch des Lautstärke-Reglers beeindruckt waren. Dies mag ein unwesentliches Detail sein, ist aber aus unserer Sicht ein gutes Indiz dafür, mit welcher Sorgfalt ein Hersteller an die Entwicklung und Produktion seiner Gerät heran geht. Spricht man von High-end, so darf sich der Kunde auch ein entsprechendes „Feeling“ in der Handhabung der Komponenten erwarten. Und da muss unserer Ansicht nach eben, so wie bei diesen beiden Systemen, alles passen. Allein ein paar mehr Taster hätten wir uns beim Player ES gewünscht, sodass man tatsächlich alle Funktionen direkt am Gerät bedienen kann. So kann man zwar zwischen Audio CD, USB und S/PDIF wählen und die Wiedergabe starten, die Auswahl der Titel einer Audio CD muss man aber bereits mit der Fernbedienung vornehmen. Beim Power ES gibt es diesbezüglich natürlich keinen Anlass zur Kritik. Hier findet man alles, was es braucht...
Für viele vielleicht ebenfalls nur ein unwesentliches Detail, für uns aber ebenso wichtig: das Design. Auch hier gilt, dass man wirkliches High-end durchaus auch bereits optisch als solches erkennen darf. Und auch hier glänzen die beiden Systeme aus Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes, sodass es eigentlich keiner weiteren Worte bedarf.
Und wenn wir schon dabei sind, dass alle Sinne angesprochen werden sollen, so darf natürlich das wesentlichste nicht fehlen, der Klang.
Offen gesagt merkt man schon nach wenigen Takten, aus welcher „Ecke“ die Entwickler dieser beiden Systeme kommen. Diese Kombination ist sicher nichts für all jene, die sich ein System erwarten, dass sie im übertragenen Sinne anspringt. Es sind die Feinheiten der Musik, die hier aufgezeigt werden, wobei man stets das Gefühl hat, dass hier wirklich nichts verschwiegen wird. So wird nicht nur das komplette Frequenzspektrum überaus harmonisch abgebildet, auch die Details der Dynamik werden überaus ansprechend und fein aufgelöst dargeboten.
Keine Angst, diese zunächst als Zurückhaltung empfundene Darbietung hat nichts mit Langeweile zu tun, ganz im Gegenteil. Die Kombination von Accustic Arts liefert schlicht das, was eine Aufnahme hergibt, ohne dabei aber allzu streng oder gar mäkelig vorzugehen. Sie verzeiht durchaus den ein oder anderen Fauxpas des Tontechnikers, läuft aber zur Höchstform auf, wenn sie entsprechende Klangperlen vorgesetzt bekommt. Dann wandert sie überaus musikalisch durch die Basslinien, bildet das quirlige Geschehen der Percussion, aber auch die mitunter wuchtigen Beats des Drummers exakt und in allen Details ab und setzt Gesang, gleichgültig ob männlicher oder weiblicher Interpret, wunderbar in den Raum und verteilt die übrigen Musiker breit gestaffelt und stimmig auf der virtuellen Bühne vor dem Zuhörer. Dabei fühlt sich die Kombination sowohl bei geringen Lautstärken als auch durchaus höheren Pegeln sehr, sehr sicher und vermittelt den Eindruck, dass sie durch nichts aus dem Tritt zu bringen ist.
Somit sei unser einleitender Hinweis nochmals wiederholt: ja, die Kombination aus Accustic Arts Player ES sowie Accustic Arts Power ES stellt zwar, auf dem Papier, den günstigsten Einstieg in die Welt des deutschen Herstellers Schunk Audio Engineering GmbH & Co. KG dar, allerdings spielt bereits dieses wahrlich als Traumpaar zu bezeichnende Gespann aus Schwaben in einer Liga, die vielmehr den Einstieg ins absolut audiophile Lager bedeutet. Selbst wenn also der empfohlene Verkaufspreis von € 2.990,- pro Gerät für so manchen keineswegs als „Einstiegsklasse“ erscheinen mag, zumal man für das volle Potential dieses Systems auch in entsprechende Lautsprecher investieren muss, es ist tatsächlich eine der günstigen Optionen, um in die audiophile High-end Welt einzutauchen und Musik auf einem immens hohem Niveau zu genießen.
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