Geradezu winzig klein präsentiert sich Apples iPod nano. Dennoch muss man auf eine einfache und elegante Bedienung mittels Click Wheel nicht verzichten. Auch nicht auf ein - gemessen an den geringen Abmessungen des iPod nano - sehr großzügig bemessenes Display, das noch dazu über eine erstklassige Darstellungsqualität aufwarten kann. Dies erleichtert nicht nur die Musikauswahl, so lassen sich auch Filme und Fotos unterwegs betrachten.
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Von Michael Holzinger (mh) 20.04.2009 |
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Das Erstaunlichste am aktuellen iPod nano ist sein Design und die geringen Abmessungen. Das Gerät misst gerade einmal 90,7 mm in der Länge, 38,7 mm in der Breite, und ist knapp 6 mm dick, pardon, dünn. Der komplett aus Aluminium gefertigte iPod nano wiegt lediglich 36,8 mm.
Besonders beeindruckend erweist sich das Design des iPod nano, wenn man das gute Stück von unten bzw. oben betrachtet. Das Gehäuse ist geformt wie eine Ellipse, wodurch sich der iPod nano noch flacher anfühlt. Das 2 Zoll Display des iPod nano ist übrigens mit Glas geschützt. Und auch dieses Glas folgt der geschwungenen Linienführung des iPod nano-Gehäuses.
Apple bietet den iPod nano in zahlreichen Varianten an. So hat man zunächst die Wahl zwischen einem iPod nano mit 8 GByte oder 16 GByte Kapazität in Form von Flash-Speicher. Aber das ist noch lange nicht alles. Beide Modelle bietet Apple in jeweils neun verschiedenen Farben an. Darunter auch ein besonders schickes (PRODUCT)RED Modell. Während die Modelle mit 8 GByte Speicherkapazität zum Preis von € 149,- erhältlich sind, beträgt der empfohlene Verkaufspreis für die Modelle mit 16 GByte € 199,-.
Wie bereits angeführt, misst das Display des iPod nano 2 Zoll in der Bilddiagonale. Dies mag zunächst sehr winzig klingen, aufgrund seiner Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten bei 204 ppi werden darauf aber nicht nur die Menüs, das Cover-Artwork und Bilder, sondern auch Filme in überaus ansprechender Qualität dargestellt. Selbstverständlich wird man sich auf dem kleinen iPod nano nicht unbedingt einen Hollywood-Schinken in Überlänge ansehen wollen, um unterwegs TV-Sendungen, Musikvideos und ähnliches anzusehen, ist das Display aber wider Erwarten bestens geeignet.
An Bedienelementen steht auch beim iPod nano in erster Linie das Click Wheel zur Verfügung, das nicht nur fünf Tasten, sondern auch ein Scrollrad bietet. Dieses ist aber allein durch Sensoren realisiert. Hier „dreht“ sich also nur der Daumen, und nicht das Rad. Auf der Oberseite des Players ist darüber hinaus lediglich ein Hold-Taster neben dem Anschluss für Kopfhörer zu finden. Der Dock-Anschluss ist in gewohnter Weise an der Unterseite des Players untergebracht, und nimmt hier fast die gesamte Fäche in Anspruch, nur um zu verdeutlichen, wie klein der Player tatsächlich ist.
Im Lieferumfang ist das passende Datenkabel natürlich ebenso enthalten wie ein Paar Ohrhörer und ein passender Adapter für Apples Universal Dock.
Audiodaten, Bilder und Videos werden mittels iTunes für Windows XP bzw. Windows Vista sowie MacOS X übertragen. Bei Audiodaten unterstützt der Player MP3, AAC, Apple Lossless, WAV und AIF. Bei Bildern werden neben JPEG, TIG, GIF, BMP, PNG zumindest unter MacOS X auch PSD-Dateien unterstützt. Filme müssen in MPEG-4 H.264 vorliegen, um auf dem iPod nano abgespielt werden zu können.
Dem kleineren Display ist es geschuldet, dass beim iPod nano die Menüs ein wenig anders aussehen wie beim „großen Bruder“, dem Apple iPod classic. Hier sind die Menüs nicht neben den Grafiksymbolen angeordnet, sondern halbtransparent darüber. Aber auch das sieht sehr schick aus und erlaubt eine komfortable Bedienung.
Mit dem letzten Facelift erhielt auch der iPod nano einen Bewegungssensor. Somit erkennt der Player, ob er waagerecht oder senkrecht gehalten wird, und passt die Ansicht dementsprechend an. Somit werden nicht nur Bilder und Filme im Querformat dargestellt, die Albenauswahl wechselt zu Cover Flow, wenn man den iPod nano in die Waagerechte dreht.
Besonders witzig ist, dass der iPod nano den Bewegungssensor für die Steuerung des Zufallsmodus nutzt. Einmal kurz geschüttelt, schon springt die Wiedergabe zu einem zufällig ausgewählten Titel.
Apropos Zufall: will man es nicht dem Zufall überlassen, was man hört, sondern Titel abspielen, die dem gerade Gehörten ähneln, so bietet sich die Funktion „Genius“ an, die nunmehr in allen iPods zu finden ist. Hierbei wird eine Playlist mit Titel erstellt, die dem gerade abgespielten Titel ähneln. In unserem Test klappte das nicht immer einwandfrei oder führte manchmal zu erstaunlichen Ergebnissen, die nicht wirklich nachvollziehbar waren.
Der Bewegungssensor im iPod nano wird übrigens auch von einem der vorinstallierten Spiele genutzt. Bei Maze wandert man durch Neigen und Kippen des iPod nano durch Labyrinthe. Selbstverständlich bietet Apple auch für den iPod nano zahlreiche Spiele im iTunes Store an.
Uns gefiel der iPod nano überaus gut. Es ist erstaunlich, wie klein und dennoch überaus elegant dieser mobile Audioplayer aussieht, und dennoch sehr flexibel ist. Zudem überzeugt selbst dieser kleine Player durch eine ausgezeichnete Klangqualität, sofern man ihn mit Daten im Apple Lossless oder WAV-Format befüllt. Ebenfalls erstaunlich ist die lange Akkulaufzeit. Bei Musikwiedergabe werden bis zu 24 Stunden erreicht, bei Video sind es immerhin auch noch vier Stunden. Selbstverständlich können auch beim nano persönliche Daten wie Adressen und Termine mit dem PC oder Mac synchronisiert werden, und auch das Nike + iPod-Kit wird unterstützt, um den iPod nano als Trainingspartner nutzen zu können.
Der Apple iPod nano ist ein überaus schicker, sehr kleiner und leichter Player, der aber nicht nur durch ein erstklassiges Design, einen hohen Bedienkomfort und Flexibilität, sondern auch durch eine erstklassige Klangqualität auszeichnet.
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