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Atoll DAC 300 - Mehr als eine digitale Schaltzentrale…

Foto © Atoll Electronique

Auch wenn der neue Atoll DAC 300 eine beeindruckende Vielfalt an digitalen Schnittstellen aufweist, ausdrücklich spricht die französische HiFi-Schmiede Atoll Electronique hier nicht von einem reinen D/A-Wandler, schon gar nicht von einer einfachen digitalen Schnittstelle. Der neue Atoll DAC 300 sei all dies, aber zudem eben auch eine digitale Vorstufe,

Kurz gesagt...

Er sei weit mehr als eine einfache digitale Schaltzentrale, so Atoll Electronique über den neuen Atoll DAC 300, hiermit stünde gar eine vollständige digitale Vorstufe zur Verfügung.

Wir meinen...

Der neue Atoll DAC 300 soll, so das Versprechen der renommierten französischen HiFi-Schmiede, weit mehr sein, als ein weiterer D/A-Wandler, man beschreibt diese Lösung auch als weit mehr als eine digitale Schnittstelle, spricht vielmehr von einer wahren Schaltzentrale, die D/A-Wandler und digitale Vorstufe in sich vereint.
Hersteller:Atoll Electronique
Vertrieb:AUDIUM/ Visonik
Preis:€ 2.500,-

Von Michael Holzinger (mh)
27.03.2019

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Das französische Unternehmen Atoll Electronique kann ja bereits so manchen D/A-Wandler vorweisen, etwa allen voran zwei Lösungen innerhalb der so genannten Atoll Signature Serie, wie den Atoll DAC 100 Signature und Atoll DAC 200 Signature. Nun soll eine weitere ganz besonders flexible Lösung folgen, und zwar der neue Atoll DAC 300.

Der neue Atoll DAC 300 soll, so das Versprechen der renommierten französischen HiFi-Schmiede, weit mehr sein, als ein weiterer D/A-Wandler, man beschreibt diese Lösung auch als weit mehr als eine digitale Schnittstelle, spricht vielmehr von einer wahren Schaltzentrale, die D/A-Wandler und digitale Vorstufe in sich vereint.

Dafür ist der neue Atoll DAC 300 zunächst mit einer Vielzahl an Schnittstellen ausgestattet. So stehen hier insgesamt neun digitale Eingänge zur Verfügung, sodass man tatsächlich von einer überaus flexiblen Ausstattung sprechen, und den neuen Atoll DAC 300 selbst für einen üppig ausgestatteten Gerätepark nutzen kann.

So stehen allein drei optische und ebenso drei koaxiale S/PDIF-Schnittstellen zur Verfügung, an denen Streaming-Clients, TV-Geräte, CD-Player und vieles mehr Anschluss finden. Ebenso verfügt der neue Atoll DAC 300 über eine AES/EBU-Schnittstelle und ist auch mit einem USB-B Port ausgestattet, sodass man eine direkte Verbindung mit einem PC oder Mac herstellen kann.

Systembedingt erlauben die S/PDIF-Schnittstellen eine Signalübertragung von Daten im Linear PCM-Format mit bis zu 24 Bit und 192 kHz, was streng genommen bei der optischen S/PDIF-Schnittstelle, die ja nur bis 24 Bit und 96 kHz standardisiert wäre, „über der Norm“ liegt. Das volle Potential entfaltet der neue Atoll DAC 300 natürlich über dessen USB-Schnittstelle, denn hier reicht das Spektrum bei Linear PCM bis hin zu 32 Bit und 384 kHz, zudem ist er aber auch in der Lage, Inhalte in DSD mit bis zu DSD512 zu verarbeiten. Übrigens, einen passenden Treiber für die Anbindung an PCs über die USB-Schnittstelle basierend auf XMOS-Technologie stellt der Hersteller natürlich zur Verfügung.

Der Atoll DAC 300 verfügt desweiteren über ein integriertes Bluetooth Modul, sodass man allen voran portable Devices direkt als Quelle nutzen kann.

Die Signalverarbeitung setzt beim neuen Atoll DAC 300 auf einen besonders hochwertigen D/A-Wandler, und zwar einen ESS ES9038PRO SABRE DAC mit 32 Bit HyperStreamDAC Technology, der in der Lage ist, Daten gar mit bis zu 32 Bit und 768 kHz zu verarbeiten, und dem ein ESS SABRE ES9311EQ Ultra-low Noise Voltage Regulator sowie eine Master Clock basierend auf einem Ultra low jitter clock oscillator zur Seite stehen soll.

Die Ausgangsstufe ist diskret und symmetrisch in Class A ohne Rückkoppelung aufgebaut und soll allein hochwertigste Bauteile wie etwa MKP Kondensatoren aufweisen, so die Angaben des Herstellers.

Demzufolge findet man beim neuen Atoll DAC 300 zunächst einen symmetrischen analogen Ausgang in Form von zwei XLR-Buchsen, es steht aber auch ein unsymmetrischer analoger Ausgang in Form eines Cinchbuchsen-Pärchens zur Verfügung. Zudem, auch dies sei nicht vergessen zu erwähnen, verfügt der neue Atoll DAC 300 über eine optische als auch koaxiale S/PDIF-Schnittstelle als digitale Ausgänge.

Besonders hohen Aufwand will das Unternehmen auch bei der Stromversorgung des neuen Atoll DAC 300 betrieben haben und gibt an, dass hier drei Transformatoren und nicht weniger als sieben getrennte Spannungsstabilisierungen für die verschiedenen Baugruppen zum Einsatz kommen, um eine wechselseitige negative Beeinflussung zu unterbinden.

Die Front des neuen Atoll DAC 300 wirkt sehr aufgeräumt, denn hier stehen allen voran ein zentral angeordnetes OLED-Display, sowie zwei Drehgeber zur Verfügung. Einer davon dient der Kontrolle der Lautstärke, der zweite dient zur Eingangswahl bzw. zur Anpassung der Filter-Charakteristik.

Im Lieferumfang des Atoll DAC 300 ist zudem eine passende Infrarot-Fernbedienung enthalten, sodass der neue Atoll DAC 300 tatsächlich zur flexiblen, aber eben auch komfortabel zu handhabenden zentralen Schnittstelle eines auf digitale Quellen ausgerichteten HiFi-Systems wird, das im einfachsten Fall nur noch ein Paar Aktiv-Lautsprecher-Systeme benötigt.

Der neue Atoll DAC 300 misst 440 x 280 x 60 mm und bringt es damit auf 4 kg. Das solide Gehäuse aus Metall mit edler Aluminium-Front kann wahlweise in Silber oder Schwarz erworben werden.

Der Atoll DAC 300 soll bereits dieser Tage im Fachhandel zu finden sein. Der empfohlene Verkaufspreis wird mit € 2.500,- angegeben.

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