Foto © Bluesound

Bluesound sorgt für High-res Multiroom-Streaming - For you blue…

Es sind keineswegs Unbekannte, die unter der neuen Marke Bluesound ein innovatives Wireless Audio Multiroom-Streaming-System auf den Markt bringen, denn dahinter steht die Lenbrook Group, und somit jener Konzern, zu dem etwa auch NAD Electronics und PSB Speaker gehören.

Kurz gesagt...

Mit Bluesound steht in Kürze ein neues, besonders vielseitig und selbst für hohe Ansprüche konzipiertes Multiroom-Streaming System zur Verfügung.

Wir meinen...

Mit Bluesound kommt wohl so richtig Bewegung in den Markt nativer Multiroom-Streaming-Lösungen. Erstmals steht hier eine Lösung zur Verfügung, die den Komfort und die Flexibilität bislang verfügbarer Produkte bietet, zudem aber mit High-res Unterstützung, also 24 Bit und 192 kHz Wiedergabe auf audiophilem Niveau aufwarten kann. Das System umfasst zudem bereits zum Start immerhin fünf Lösungen, wobei darunter auch ein Musik-Server samt CD-Ripper zu finden ist, Bluesound somit tatsächlich den Aufbau eines komplett autarken Systems erlaubt.
Hersteller:Bluesound
Vertrieb:smart audio GmbH
Preis:ab 449,-

Von Michael Holzinger (mh)
14.03.2014

Share this article


Eins ist gewiss, der Markt an so genannten Multiroom-Streaming-Systemen ist in Bewegung, denn mit Bluesound betritt ein weiterer ernstzunehmender Mitstreiter einen Markt, der wohl viel zu lange von einigen wenigen Herstellern dominiert wurde. Besonders erfreulich dabei ist, beim neuesten „Mitspieler“ handelt es sich keineswegs um einen absoluten Neuling, sondern vielmehr renommierte, erfahrene Entwickler, die bestens mit den Ansprüchen ambitionierter HiFi-Enthusiasten vertraut sind, und diese mit dem neuen System Bluesound, gepaart mit Flexibilität, Komfort und erstklassigem Design erfüllen wollen.

Hinter Bluesound steht schließlich niemand geringerer als The Lenbrook Group, also jener Konzern, der etwa hinter den renommierten Unternehmen NAD Electronics und PSB Speakers steht, zwei Hersteller, die ein breites Spektrum hochwertiger Unterhaltungselektronik abdecken, beginnend bei recht günstigen Einstiegslösungen, bis hin zu High-end Systemen.

Unter der Marke Bluesound haben sich nun, so die Erklärung des Unternehmens, Designer, Ingenieure, Musikliebhaber und HiFi-Enthusiasten zu einer neuen Allianz zusammen gefunden, die eine bestmögliche Musikwiedergabe über eine „kabellose“ HiFI-Lösung zu realisieren. Im Mittelpunkt stehe dabei allen voran etwa der Lautsprecher-Entwickler Paul Barton, der die Klangabstimmung übernahm, sowie David Farrage, der für das Design der Lösungen maßgeblich verantwortlich zeichnet. Man verfolge das Ziel, mit Bluesound ein Klangniveau zu erreichen, das selbst höchsten audiophilen Ansprüchen genügen könne, allerdings im Rahmen eines durchaus preislich attraktiv positionierten Systems angeboten wird, das jederzeit flexibel erweitert werden kann. Man nimmt für sich in Anspruch, mit Bluesound das erste echte drahtlose digitale HD Music-System mit audiophilem Premium-Anspruch auf den Markt zu bringen.

Das System von Bluesound ist als natives, digitales Multiroom-Streaming-Lösung konzipiert, das mit einer Wiedergabe in 24 Bit und bis zu 192 kHz aufwarten kann. Die Steuerung des Systems übernehmen in erster Linie mobile Devices, also Smartphones und Tablets, wobei der Hersteller sowohl Geräte mit Apple iOS als auch Google Android unterstützen wird.

Als Datenquelle kann jedweder Computer, natürlich ebenso eine zentrale Netzwerk-Speicherlösung, eine so genannte NAS, im einfachsten Fall eine USB-Festplatte, aber auch die „Cloud“ genutzt werden. Zudem umfasst das System von Bluesound sogar eine eigene Datenquelle, doch dazu in Folge mehr. Selbst die direkte Einbindung mobiler Devices als Datenquelle soll damit möglich sein, wobei alle gängigen Datenformate unterstützt werden. Der Hersteller führt diesbezüglich die Formate MP3, AAC, WMA, OGG Vorbis, WMA, FLAC, ALAC, WAV und AIFF an.

Auch der Zugriff auf Online-Angebote bis hin zu Internet Radio soll mit dem System von Bluesound geboten werden. So führt das Unternehmen bereits die Dienste WiMP, Rdio, Slacker Radio, und Qobuz sowie TuneIn Radio an, wobei die tatsächliche Verfügbarkeit all dieser Dienste davon abhängt, ob diese im jeweiligen Land auch zugänglich sind. Besonders interessant ist zudem die direkte Unterstützung des High-res Download-Anbieters Highresaudio, sodass man mittels Bluesound auf ein sehr vielfältiges, hochwertiges Angebot zugreifen kann

Um dies alles realisieren zu können, setzten die Entwickler auf durchaus leistungsstarke Komponenten, die auf der Basis eines ARM Cortex A8 Prozessors realisiert wurden und in jedem Fall mit erstklassigen Wandlern, einzelne Lösungen zudem mit einem hochwertigen Verstärker auf der Basis so genannter DirectDigital 35 Bit 884 kHz DDFA-Verstärkertechnologie ausgestattet sind. Die Integration ins Netzwerk erfolgt in erster Linie über ein WiFi Modul nach IEEE 802.11n, kann aber ebenso über Netzwerkkabel realisiert werden.

Besonders bemerkenswert ist, dass das Unternehmen nicht etwa mit einem oder zwei Produkten startet, sondern gleich zu Beginn mit immerhin fünf Lösungen ein echtes System offeriert. Kunden können somit das für sie optimale System zusammen stellen.

Mit dem Bluesound Pulse etwa steht ein kompaktes All-in-One Musik-Streaming-System zur Verfügung, das einen Streamer, einen Verstärker und ein Lautsprecher-System vereint. Das System misst 420 x 190 x 197 mm und bringt es auf ein Gewicht von 6,1 kg. Optisch präsentiert es sich wie so manch andere kompakte, aktive Lautsprecher-System am Markt, und soll mit zwei 2,75 Zoll Breitband-Treibern sowie einem 5,25 Zoll Subwoofer ausgestattet sein, die mit insgesamt 80 Watt von einem so genannten Bi-amplified Direct-Digital Amplifier von NAD Electronics befeuert werden. Den Frequenzgang gibt der Hersteller mit 45 bis 20.000 Hz an. Das System bietet an der Oberseite alle wesentlichen Bedienelemente, um die Wiedergabe als auch die Lautstärke auch direkt am Gerät steuern zu können. Auch wenn dieses Produkt als All-in-One ausgeführt ist, steht dennoch ein optischer Digitalausgang zur Verfügung. Über Trigger lassen sich weitere Geräte zur Steuerung einbinden, und mittels USB-Port kann man entsprechende Speichermedien direkt als Quelle nutzen.

Das Bluenote Node hingegen präsentiert sich als reinrassiger Streaming-Client, der als Erweiterung für bestehende HiFi-Systeme dient. Hier verzichtet der Hersteller also auf einen integrierten Verstärker samt Lautsprecher-System, wodurch dieses überaus schicke „Würfelchen“ nicht mehr misst, als 205 x 167 x 146 mm und exakt 1 kg auf die Waage bringt. An Anschlüssen stehen hier ein analoger Stereo-Ausgang (Cinch), sowie ein optischer S/PDIF (TOS-Link) zur Verfügung. Auch hier findet man einen Trigger-Anschluss sowie einen USB Typ A für Speichermedien. Auch hier stehen Bedienelemente direkt am Gerät zur Verfügung, wobei der Hersteller von einem Panel mit so genannter Tri-Color Status LED spricht.

Bluesound Powernode ist die um einen Verstärker erweiterte Version des eben beschriebenen Bluenote Node, wobei dieser immerhin eine Leistung von 90 Watt entfalten kann. Dennoch misst auch diese Lösung lediglich 248 x 202.3 x 176 mm und wiegt 1,9 kg. Auch diese ist somit als schicker „Würfel“ konzipiert, der wohl in jedwedes Wohnumfeld passt, und den man keineswegs verstecken muss. Vielmehr ist er wohl eine Zierde, und erfordert lediglich ein paar passender Lautsprecher, sodass man ein komplettes HiFi-System realisieren kann.

Als besonders kompaktes aktives 2.1 Lautsprecher-System ist das Bluenote Duo ausgeführt, das somit aus einem aktiven Subwoofer mit 8 Zoll Treiber und zwei Satelliten besteht, in denen jeweils ein 4 Zoll Tieftontreiber sowie ein 1 Zoll Ferrofluid-gekühlter Hochtontreiber ihren Dienst verrichten. Das System soll mittels eines so genannten Class H Discrete MOSFET-Verstärker eine Spitzenleistung von immerhin 280 Watt entfalten können (110 Watt RMS), und somit einen satten, raumfüllenden Klang erzielen. Der Frequenzgang des Subwoofers wird vom Hersteller mit 36 bis 150 Hz, jener der Satelliten mit 75 bis 23.000 Hz angegeben.

Der Subwoofer misst nach Angaben des Herstellers 246 x 401 x 375 mm und bringt es auf 11,16 kg, die Satelliten wiegen jeweils 2,45 kg und weisen Abmessungen von 129 x 181 x 213 mm auf.

Ganz besonders spannend ist das Bluesound Vault, denn dabei handelt es sich nicht nur um einen Musik-Streamer, sondern gleichzeitig um einen Musik-Server samt integriertem CD-Ripper. Der Bluesound Vault eignet sich daher als perfekte Basis für das gesamte Bluesound-System, und garantiert damit einen Betrieb gänzlich ohne Computer.

Das System misst aber dennoch nicht mehr als 293 x 239 x 208 mm und weist ein Gewicht von lediglich 3 kg auf, sodass auch dieser „Server“ bzw. Streamer überall seinen Platz findet.

Das CD-Laufwerk weist einen Slot-in Mechanismus auf, ist also, abgesehen von einem dezenten Schlitz, kaum zu erkennen. Es liest Audio CDs mit Hilfe einer nicht näher spezifizierten Open-Source Software bit-genau ein, und kann diese wahlweise im FLAC oder MP3-Format bzw. gleichzeitig in beiden Formaten auf der internen Festplatte mit einer Speicherkapazität von 1 TByte ablegen. Natürlich werden dabei alle relavanten Daten über Online-Dienste abgerufen, und die hinterlegten Daten mit Titel, Interpret bis hin zu Cover-Artwork versehen, sodass diese optimal aufbereitet, nicht nur direkt über den Bluesound Vault, sondern ebenso alle anderen Streaming-Clients im Netzwerk zugänglich sind.

Auch hier reichen am Gerät nach Ansicht des Herstellers ein paar Tasten, um die einfache Bedienung zu gewährleisten, da ja ohnedies alle weiteren Funktionen über die Apps erledigt werden. Audio-Daten werden hier ebenfalls entweder über einen analogen oder optischen Digitalausgang ausgegeben. Einen integrierten Verstärker weist der Bluesound Vault nicht auf.

Ein zentrales Element des gesamten Bluesound-Systems ist natürlich die bereits mehrfach erwähnte App für Apple iOS als auch Google Android. Diese stellt die zentrale Steuerung dar, wobei allen voran eine intuitive Oberfläche dazu dienen soll, alle Funktionen im Griff zu haben. Natürlich steht dabei die Musik selbst im Mittelpunkt, und zwar über eine großzügig gestaltete Album-Ansicht, die die gesamte Mediathek abbildet. Zudem kann hier natürlich auf besagte Online-Angebote zugegriffen werden, also beginnend bei verschiedenen Streaming-Diensten bis hin zu Internet Radio. Auch der ebenfalls bereits erwähnte Zugriff auf das High-res Musik-Angebot des deutschen Anbieters HIGHRESAUDIO steht hier zur Verfügung, sodass hochauflösende Alben etwa im FLAC-Format hier direkt erworben, und unmittelbar mit dem Bluesound-System genutzt werden können.

Mit Hilfe der App können übrigens nicht nur einzelne Streaming-Clients im Bluesound-System gesteuert werden, die Wiedergabe kann auch auf mehreren Geräten gleichzeitig erfolgen. Das System unterstützt somit einen so genannten House-Party-Modus.

Alle Systeme des Bluesound-Sortiments sind wahlweise in Schwarz/ Silber sowie Weiss/ Silber verfügbar. Der Hersteller betont ausdrücklich, dass es sich bei allen Geräten um sehr hochwertig gefertigte Lösungen handeln soll, da man bereits diesbezüglich den hohen Anspruch zum Ausdruck bringen will. Dies gilt natürlich auch für das Design. Hier glänzt das System von Bluesound tatsächlich durch ein überaus schickes Auftreten, sodass es problemlos in jedwedes Wohnumfeld integriert werden kann.

Das neue Bluesound-Sortiment soll bereits mit April 2014 im Fachhandel zu finden sein. Erstaunlich dabei ist, dass es sich keineswegs um ein kostspieliges System handelt, auch wenn man den Preis betreffend eine Spur über den bislang verfügbaren Lösungen angesiedelt ist. Allerdings macht man dies allen voran durch die Unterstützung hochauflösender Inhalte wett, sodass die Preise durchaus attraktiv erscheinen.

So soll etwa das Bluesound Pulse zu einem empfohlenen Verkaufspreis von € 699,- angeboten werden. Das System Bluesound Node wird € 449,- kosten. Bluesound Powernode wird zu einem empfohlenen Verkaufspreis von € 699,- erhältlich sein und für die Lösung Bluesound Duo gibt der Hersteller einen Preis von € 999,- an. Die zentrale Schnittstelle, das Bluesound Vault muss man ebenfalls lediglich € 999,- einkalkulieren.

Wie bereits erwähnt, mit April 2014 ist das System erhältlich, weitere Informationen erhalten Sie beim österreichischen Vertrieb smartaudio GmbH. Für Deutschland ist Dynaudio International GmbH zuständig.

Share this article

Related posts