Christophe Beck „The Pink Panther“
Wer kennt nicht den Film “The Pink Panther”. Als Original aus den späten 60ern mit Peter Sellers und David Niven, oder die neue, aber nicht erstklassige Fassung aus 2006, witzig und charmant verkörpert von Steve Martin. Die Musik selbst stammt aus dem Jahr 1963 und wurde vom großartigen Henry Mancini komponiert. Die Fassung von „The Pink Panther“ für die Neuverfilmung wurde vom kanadischen Filmmusik-Komponisten Christophe Beck produziert und glänzt als ein durchdringendes Arrangement, welches zur Gänze dem Original entspricht und doch so erfrischend neu ist.
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Von Jürgen Weber-Rom (jwr) 18.04.2012 |
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Ich muss hier an dieser Stelle offen gestehen, dass ich ein großer Fan von „The Pink Panther“ bin, wobei es egal ist, in welcher Fassung und aus welchem Jahr. Über Henry Mancini braucht man keine großen Worte verlieren, er ist unbestritten einer der legendärsten Filmmusik-Komponisten. Es sind wahrlich große Schuhe, die sich ein junger Komponist anziehen möchte, wenn er denn so dreist sein sollte, dessen Werke aufzuarbeiten. Und doch ist genau dies geschehen. Christophe Beck hat sich der großen Aufgabe und auch der Verantwortung angenommen, und für die US-Filmproduktion im Jahr 2006 dieses zeitlose Werk aufgefrischt und ihr ein neues akustisches Gewand gegeben. Wer kennt sie nicht die gute alte Hookline und unverkennbare Titel-Melodie „The Pink Panther“, welche wie keine andere für Charme und Finesse steht und sich schon musikalisch augenzwinkernd und gelassen an der Tollpatschigkeit der Protagonisten des Filmes erfreut.
Das Werk von Christophe Beck führt den Zuhörer mit der bekannten Melodie durch das Geschehen und geizt nicht mit durchaus bedrohlichen Klangwelten. Das orchestrale Arrangement ist erstklassig produziert und verschafft durchaus den einen oder anderen Adrenalinschub. Sie werden ein wahrlich blaues Wunder erleben, wenn Sie unbedarft, vielleicht aus einer Gewohnheit heraus, die Musik lauter genießen. Während der Opener Sie noch wissen lässt – jetzt beginnt „The Pink Panther“ – entführt Sie Titel Nummer 2 bereits in die düstere Ecke des rosaroten Katzengetier. Selbst wenn jeder der 22 Titel die Melodie in sich trägt, so ist das ganze Album dennoch eine einzige Entdeckungsreise, und kann auch den gestandenen Henry Mancini Kenner noch überraschen.
Das Album ist erstklassig produziert und braucht sich definitiv hinter dem Original nicht verstecken. Der Aufnahmeleiter und Arrangeur hat es verstanden, ein exemplarisch durchhörbares Werk zu schaffen. Das Hollywood Studio Orchestra bietet eine Opulenz und Ausdruckskraft die ihres gleichen sucht. Das Klangbild ist jederzeit klar strukturiert und verliert selbst in einem gewaltigen Orchester-Crescendo niemals die Ordnung, bleibt auch bei den vielen sforzando Passagen stets auf Kurs. Erfreulicherweise wird bei dieser Produktion auf vielfach speziell in diesem Genre eingesetzte elektronische Artefakte wie subsonische Elemente verzichtet. Lediglich wohldosiert wird ein sagenhafter Tief-Bass eingesetzt, während das Album ausgewogen bis hell timbriert aufgenommen wirkt. Besonders beeindruckend ist zudem, wie bereits beschrieben, die Dynamik des Albums.

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Henry Mancini „Ultimate Mancini“ Im Jahr 2004 wäre Henry Mancini 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass produzierte Mancinis Tochter Monica dieses Album, ein Best-of des herausragenden Komponisten und Musikers. |
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