Mobile Audioplayer, sei es nun ein Mobiltelefon oder ein MP3-Player, Streaming-Lösungen usw. haben dazu beigetragen, dass dem Thema Vernetzung in allen Formen eine immer größere Bedeutung zukommt. Dies hat der Unterhaltungs-Elektronikkonzern Sony früh erkannt und sich ganz dem Thema „Networking“ verschrieben.
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Von Michael Holzinger (mh) 15.07.2009 |
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Denn für viele Anwender ist es inzwischen alltäglich, Musik nicht von klassischen Datenträgern wie einer Audio-CD zu genießen, sondern in Form von Dateien, abgelegt auf der Festplatte des PCs. Ein zentraler Datenspeicher, auf dem sich das komplette Musik-Archiv befindet, bietet überaus vielseitige Möglichkeiten. So kann man die Daten einerseits mit mobilen Devices überall hin mit nehmen, oder aber andererseits zuhause mit Streaming-Lösungen in jedem Raum des Hauses nutzen. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass man sich einmal die Arbeit antut, Audio-CDs zu digitalisieren und fein säuberlich mit allen Daten wie Interpret, Titel und eventuell auch Cover-Artwork zu versehen. Ober aber, man erwirbt ohnedies bereits lediglich Musikdaten über eines der zahllosen Online-Angebote wie Apples iTunes oder Amazon.
War bis vor gar nicht allzu langer Zeit ein CD-Player oder ein Schallplattenspieler die einzige Möglichkeit, Musik abzuspielen, so sieht dies nun völlig anders aus. Musikdaten können von einem mobilen Audioplayer ebenso abgespielt werden wie von einem Mobiltelefon, und zwar nicht nur unterwegs, sondern auch zuhause. Auch ein PC kann direkt oder über eine Streaming-Lösung als Zuspieler dienen.
Während man bei einem CD-Player nicht darüber nachdenken muss, wie man einen derartigen Player an einen HiFi-Verstärker anschließt, sieht dies bei einem mobilen Audioplayer oder bei Handys völlig anders aus. Hier stehen keine Standard-Chinchbuchsen als Audioausgang zur Verfügung.
Inzwischen gibt es zahllose Lösungen für dieses Problem, entweder von den Herstellern der mobilen Audioplayer und Handys selbst, oder aber von Drittanbietern. Sony hat hierfür ebenfalls eine Lösung parat, die sich aber deutlich von anderen Angeboten unterscheidet.
Denn für Sony stehen natürlich in erster Linie die eigenen Komponenten im Mittelpunkt. Daher erdachte man eine Lösung, die perfekt auf die eigenen Komponenten abgestimmt ist, dennoch aber eine hohe Flexibilität bietet, da der Anwender Erweiterungen, den eigenen Bedürfnissen entsprechend, als optionales Zubehör erwerben kann.
Diese Lösung nennt sich kurz Digital Media Port. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Multi-Funktionsanschluss, an den diverse Adapter angeschlossen werden können. Sony setzt inzwischen bei vielen Komponenten aus den unterschiedlichsten Preisklassen auf diesen Digital Media Port. So findet man den DMPort nicht nur bei nahezu allen aktuellen AV-Receivern des Herstellers, auch HiFi-Systeme und selbst Kompakt-Anlagen von Sony weisen inzwischen an ihrer Rückseite diesen Anschluss auf.
Sonys Digital Media Port ist dabei nicht nur einfach eine Möglichkeit, um wie zuvor beschrieben, einen mobilen Audioplayer an ein HiFi-System anschließen zu können, Sony bietet inzwischen unter anderem auch Erweiterungen für diesen Port an, die eine einfach zu handhabende Streaming-Lösung darstellen und somit den Zugriff auf den Datenbestand eines PCs oder einer zentralen NAS erlauben.
Den Beginn machte ein Modul, um Musik von Apples iPod auf Verstärkern von Sony zugänglich machen zu können. In der aktuellen Version nennt sich diese Erweiterung für den Digital Media Port Sony TDM-iP50 und erlaubt nicht nur die Wiedergabe von Audiodaten, sondern auch das Abspielen von Videos. Allerdings werden nur die Audio- und Steuersignale über die Datenleitungen des Digital Media Port übertragen. Für Video muss man auf ein zusätzliches Kabel setzen, dass an den Composite-Video-Ausgang des Sony TDM-iP50 angeschlossen wird.
Der Adapter ist nicht nur mit allen iPods von Apple kompatibel, es unterstützt inzwischen natürlich auch das Apple iPhone. Die Steuerung der Wiedergabe erfolgt über die Fernbedienung des Geräts, an die das Sony TDM-iP50 angeschlossen wurde.
Selbstverständlich wird der Akku des iPods oder iPhone aufgeladen, wenn das mobile Device in der Docking-Lösung von Sony für den Digital Media Port steckt. Der empfohlene Verkaufspreis für das Sony TDM-iP50 beträgt € 112,86.
Klar, Apples iPod ist der Marktführer bei mobilen Audioplayern, aber Sony hat ja auch eigene mobile Audioplayer im Angebot. Diese nennen sich Walkman, getreu ihrem Urahn aus den 80iger Jahre. Mit dem Modul Sony TDM-NW10 für den Digital Media Port können auch mobile Audioplayer der Sony Walkman-Serie auf einfachste Weise mit HiFi-Systeme über diesen Anschluss verbunden werden. Auch dieser Adapter erlaubt es, die Wiedergabe direkt über die Fernbedienung des HiFi-Systems zu steuern und gleichzeitig den Akku des mobilen Audioplayers zu laden. Der Preis für das Sony TDM-NW10 ist zum empfohlenen Verkaufspreis von € 59,- im Fachhandel erhältlich.
Mit diesem Modul für den Digital Media Port können auch Besitzer eines Sony Ericsson Mobiltelefons ihr Handy als Musikquelle nutzen, in dem sie dieses direkt an ihre HiFi-Anlage von Sony anschließen. Das Handy muss dabei natürlich nicht angegriffen werden, denn die Steuerung erfolgt über die Fernbedienung der Anlage. Dabei wird auch gleich der Akku des Handys aufgeladen. Das Sony TDM-MP10 ist im Fachhandel zum empfohlenen Verkaufspreis von € 59,- erhältlich.
Wer ein Bluetooth-fähiges Mobiltelefon sein Eigen nennt, der kann Musik vom Handy mittels des Sony TDM-BT1 über den Direct Media Port auf seine HiFi-Anlage von Sony auch drahtlos übertragen. Allerdings muss das Mobiltelefon Bluetooth 2.0 sowie A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) unterstützen, was bei den meisten aktuellen Handys mit integriertem Media-Player der Fall ist.
In diesem Fall erfolgt die Steuerung der Wiedergabe aber natürlich direkt am Handy, das man ja problemlos in der Hand halten kann um so die eigene Musik-Sammlung zu durchstöbern. Die Reichweite von Bluetooth beträgt im optimalen Fall bis zu zehn Meter. In der Praxis wird man das Handy aber ohnedies zumeist im gleichen Raum betreiben, sodass die Reichweite von Bluetooth kein Thema sein dürfte. Das Sony TDM-BT1 wird im Fachhandel zum empfohlenen Verkaufspreis von € 80,- angeboten.
Das wohl vielseitigste Modul für den Sony Digital Media Port ist das Sony TDM-NC1. Dieses Erweiterungsmodul erlaubt es, Musikdaten über ein drahtloses Netzwerk von einem PC oder einer zentralen NAS auf eine HiFi-Anlage von Sony mit Digital Media Port zu übertragen.
Dazu wird das Modul in ein drahtloses Netzwerk integriert. Das TDM-NC1 unterstützt hierbei Wireless LAN 802.11 b/g, sodass eine ausreichend hohe Datendurchsatzrate erreicht wird. Als Alternative steht auf dem Modul aber auch ein ganz normaler Netzwerk-Anschluss in Form einer RJ-45 Schnittstelle zur Verfügung.
Interessant ist, dass bis zu fünf derartige Module genutzt werden können, um z.B. in mehreren Räumen gleichzeitig Musik zu hören. Hierbei unterstützt die Lösung von Sony natürlich auch einen so genannten Party-Modus, sodass in allen Räumen gleichzeitig die selbe Musik ertönt.
Das Modul TDM-NC1 von Sony ist dlna-zertifiziert und kann dementsprechend problemlos auf entsprechende Streaming-Lösungen zugreifen. Dies wird im einfachsten Fall ein PC sein, auf dem die im Lieferumfang enthaltene Software M-Crew für Microsoft Windows XP und Windows Vista installiert wird. Diese Software verwandelt den PC in einen dlna-kompatiblen Audio-Streaming-Server, der seine Musikdaten allen dlna-Clients im Netz zur Verfügung stellen kann. Allerdings ist ein zentraler Datenspeicher im Netz die bessere Wahl. Derartige NAS-Lösungen sind zumeist ebenfalls dlna-zertifiziert, sodass man problemlos auf alle darauf abgelegten Audiodaten zugreifen kann.
Das Modul von Sony TDM-NC1 kann alle gängigen Audioformate wie MP3, AAC, WMA und MP3 wiedergeben.
Die Steuerung der Wiedergabe erfolgt über eine im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Über ein Display werden bei der Wiedergabe unter anderem Titelname, Name des Interpreten und Albumtitel angezeigt.
Das Modul von Sony kann aber noch mehr. Ist eine Verbindung zum lokalen Netzwerk hergestellt und über dieses ein Zugang ins Internet möglich, so kann man mit dem TDM-NC1 auch auf tausende Internet-Radiostationen zugreifen.
Damit bietet Sony mit dem TDM-NC1 eine überaus einfach zu handhabende, sehr flexible Option, HiFi-Systeme mit Digital Media Port zu einem Audio-Streaming-Client aufzuwerten. Daher ist der empfohlene Verkaufspreis von € 226,86 für das TDM-NC1 durchaus angemessen.
Mit dem Digital Media Port hat Sony eine überaus vielseitige Schnittstelle entwickelt, die es dem Anwender erlaubt, sein HiFi-System von Sony den eigenen Anforderungen entsprechend zu erweitern. Da diese Schnittstelle inzwischen auf zahlreichen Komponenten von Sony zu finden ist - von der kostengünstigen Kompakt-Anlage bis hin zu den Top-AV-Receivern der ES-Serie - kann man diese Adapter auch sehr flexibel überall dort einsetzen, wo man sie benötigt. Zudem plant Sony, diese Schnittstelle künftig bei nahezu allen System anzubieten und das Angebot an entsprechenden Modulen weiter auszubauen.
Wer also eine HiFi-Anlage gleichgültig welcher Preisklasse von Sony, ausgestattet mit einem Digital Media Port besitzt, der findet im Zubehörprogramm des japanischen Unterhaltungs-Elektronik Multis bereits jetzt eine Vielzahl interessanter, preislich durchaus attraktiver Erweiterungsmöglichkeiten, die eine einfache und zugleich überaus flexible "Vernetzung" mit mobilen Devices, aber auch mit dem heimischen Netzwerk erlauben.
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Bewertung von: sempre audio
aus Wien
Datum: 25.12.2009


Lässt sich dies nicht zumeist mit HDMI (Audio & Video digital) oder zumindest optischer oder koaxialer S/PDIF-Schnittstelle bewerkstelligen?
PS: Gesegnete Weihnachts-Grüsse nach Weimar!
Bewertung von: emir2201
aus Weimar
Datum: 25.12.2009

Ein frohes Weihnachtsfest aus Weimar.
Schön, das Sony so einen tollen technischen Anschluß realisiert hat.
Schade nur, daß auch damit so dringende Fragen, wie man z.B. eine Spielekonsole, eine T-Home-Box oder ein x-beliebiges anderes Gerät, die sehr wohl über digitale Sound-Ausgänge verfügen an ein Sony 5.1 System anschliessen kann, beantwortet bekommt. Man kann nur hoffen, daß findige Adapter-Hersteller dieses Problem lösen können.
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