Im Jahr 2004 wäre Henry Mancini 80 Jahre alt geworden. Dies war für die US Postal Service der richtige Anlass, um eine Sondermarke zu Ehren des amerikanischen Komponisten aufzulegen. Viel interessanter aber ist, dass der 80. Geburtstag Mancinis auch für seine Tochter Monica der perfekte Anlass war, dieses Album zu produzieren, ein Best-of des herausragenden Komponisten und Musikers.
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Von Michael Holzinger (mh) 01.07.2009 |
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In den 40iger Jahren entdeckte Mancini seine Liebe für Jazz und Swing, aber auch für den damals populären Bigband-Sound. Er pflegte früh Kontakte zu den Jazz und Swing-Größen der Zeit, darunter Benny Goodman, der ihm den Einstieg in die 1946 neu formierte Glenn Miller Band ermöglichte, die, nachdem Glenn Miller verschollen war, von Tex Beneke geleitet wurde. Im Jahr 1952 wurde Henry Mancini von den Universal Studios als Film-Komponist und Arrangeur engagiert, was ihm zunächst allerdings keine allzu großen Erfolge bescherte. Zumeist wurde er nicht einmal im Abspann genannt. Erst seine Mitarbeit an den Filmen The Benny Goodman Story
im Jahr 1954 und The Glenn Miller Story
im Jahr 1955, für die er erstmals für den Oscar für die beste Filmmusik nominiert war, brachte Mancini die ersten größeren Erfolge. Von da an hatte er relativ freie Hand für seine Ideen, und so führte er nach und nach neue Musikstile in das Genre der Filmmusik ein. So entstand unter anderem die Filmmusik zu Orsen Welles Im Zeichen des Bösen
, bei der Mancini auf Jazz mit lateinamerikanischen Einflüssen setzte.
Der wirkliche Durchbruch gelang Mancini allerdings durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Blake Edwards, für dessen Fernsehserie „Peter Gunn“ er im Jahr 1958 die Titelmusik schrieb. Der Rest ist Filmgeschichte...
Mancini nahm im Laufe seiner Karriere über 50 Alben auf, wurde mit 20 Grammys und zwei Emmys ausgezeichnet, er war für 18 Oscars nominiert, wobei er insgesamt vier erhielt.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen unter anderem die Musik zu Frühstück bei Tiffany's, Days of wine and roses
, Charade
, Hatari!
, Das große Rennen rund um die Welt
oder Victor/Victoria
und natürlich Der rosarote Panther
.
Mancini arbeitete im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen renommierten Regisseuren zusammen, seinen kongenialen Partner aber hatte er in Blake Edwards gefunden, für den er zu insgesamt fast 30 Filmen die Musik komponierte.
Auch wenn Mancini vor allem für seine Filmmusik bekannt war, verfasste er darüber hinaus etliche klassische Werke, übernahm gerne Gastdirigate bei großen Orchestern und spielte leidenschaftlich gerne Flöte und Klavier in seiner eigenen Jazz-Band.
Mancini starb im Jahr 1994 in Beverly Hills, Kalifornien und gilt bis heute als einer der bedeutendsten US-amerikanischen Komponisten.
Allein auf Grund der zahllosen Einspielungen von Henry Mancini selbst - wie bereits erwähnt, es sind über 50 Alben - und nicht zuletzt der zahlreichen Best-of Alben ist es nicht einfach, einen umfassenden Querschnitt über das Werk Mancinis zu erhalten. Die wohl beste Aufnahme stellt das Album „Ultimate Mancini“ dar.
Die Aufnahmen zu diesem Album wurden von Mancinis Tochter Monica im Jahr 2004 initiiert, die anlässlich des 80. Geburtstags ihres Vaters eine „All-Star-Besetzung“ zusammen stellte, um die wichtigsten Werke von Henry Mancini neu einzuspielen.
So findet sich auf der Set-Liste für „Ultimate Mancini“ Plas Johnson, Gary Burton, Joey De Francesco ebenso wie Tom Scott, Kenny Rankin und Stevie Wonder und Take 6. Und natürlich Monica Mancini, die nach dem Tod ihres Vaters als eine der wichtigsten Interpretinnen der Lieder ihres Vaters gilt.
Eröffnet wird das Album - wie könnte es anders sein - mit einer besonders gelungenen, etwas längeren Version der „The Pink Panther Theme“. Kein Wunder, feierte doch auch der rosarote Panther im Jahr 2004 seinen 40iger.
Weiter geht‘s mit „Charade“ und „Two for the road“, gefolgt von „Moon river“ aus „Breakfast at Tiffany‘s“. Auf dem Album darf natürlich auch der Titeltrack der gleichnamigen Fernsehserie „Peter Gunn“ nicht fehlen, ebenso wie die Titelmusik von „Moment to moment“, „Days of wine and roses“ und „Dear heart“ sowie „The thorn birds Theme“ und „Anywhere the heart goes“, beide aus „The thorn birds“.
Einige Medleys, unter anderem aus „That‘s life“, „Victor/ Victoria“, „10“ sowie „Whistling away the dark“ aus dem Film „Darling Lili“ sowie „Music on the way“ aus „The Molly McGures“ und „Soldier in the rain“ aus dem gleichnamigen Film komplettieren dieses Album.
„Ultimate Mancini“ besticht nicht zuletzt dadurch, dass die Neueinspielungen sehr exakt den original Film-Scores entsprechen und nur dezent erweitert wurden. Zudem gelang es dem Produzenten-Team Gregg Field, Glen Barros und John Burk unter der musikalischen Leitung von Patrick Williams ein wirklich fantastisches Ensemble zusammen zu stellen, das die Stücke von Henry Mancini perfekt in den Capitol Studios von Hollywood einspielte. Am Mischpult saß Al Schmitt, der auch das Mastering übernahm.
Das Album „Ultimate Mancini“ ist als Hybrid-SACD produziert, enthält also nicht nur eine wirklich hervorragende Stereo-Abmischung, sondern auch einen famosen 5.1 Mix, für den die Original-Masterbänder direkt in ein 24 Kanal DSD-System überspielt, und vollständig im DSD-Format für 5.1 Mehrkanal abgemischt und gemastert wurden. Diese Aufgabe erledigten Kaspar Hugentobler, Doug Sax und James Gutherie mit Bravour.
„Ultimate Mancini“ ist daher die perfekte Best-of Zusammenstellung der Werke eines herausragenden Komponisten, dem es in unvergleichlicher Weise gelang, seine ganz persönliche musikalische Sprache zu finden und allein durch seine Musik Filme unvergesslich zu machen.
Ein kurzer Pling des Klaviers, ein paar Schläge auf die Highhat und nach nicht einmal drei Sekunden tänzelt vor unserem geistigen Auge eine rosarote Raubkatze... Wem das gelingt, der muss ein Genie sein! Auf diesem Album finden sich die bedeutendsten Werke dieses Meisters, Henry Mancini, in erstklassiger Qualität. Ein absolut empfehlenswertes Album!

| Album: | Ultimate Mancini |
| Künstler: | Monica Mancini, Plas Johnson, Stevie Wonder u.v.a. |
| Komponist: | Henry Mancini |
| Label: | Concord Records |
| Jahr: | 2004 |
| Format: | Hybrid-SACD |
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Christophe Beck „The Pink Panther“ „The Pink Panther“, nur wenige Takte reichen, um diese geniale Komposition zu erkennen. Für die Musik der Neuverfilmung im Jahr 2006 zeichnet Christophe Beck verantwortlich, der nicht umhin kam, sich am Original von Henry Mancini zu orientieren. |
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