High End 2010: Beyerdynamic T 50 p macht Tesla mobil

High End 2010: Beyerdynamic T 50 p macht Tesla mobil


High End 2010:
Beyerdynamic präsentierte mit dem T1 einen High End-Kopfhörer, der auf Grund einer Vielzahl konstruktiver Maßnahmen und, wie es Beyerdynamic stolz bezeichnet, Ingenieurleistung „Made in Germany“ eine herausragende Stellung im breit gefächerten Angebot darstellt. In München folgt mit dem Beyerdynamic T 50 p erstmals ein mobiles Modell, das ebenfalls auf der so genannten Tesla-Technologie basiert.

Von Michael Holzinger (mh)
16.04.2010
Der in Heinbronn ansässige Hersteller Beyerdynamic präsentierte mit dem T1 einen in vielerlei Hinsicht bislang einzigartigen Kopfhörer. Den Entwicklern gelang es, bei einem an und für sich hochohmigen, dynamischen Kopfhörer einen deutlich höheren Wirkungsgrad zu erzielen, sodass mit weniger Leistung eine deutlich höhere Lautstärke möglich ist. Beyerdynamic erreichte dies durch einen besonders starken magnetischen Antrieb, der eine verfärbungsarme Wiedergabe mit niedrigem Klirrfaktor bieten soll.

Beyerdynamic setzt hierbei auf eine neuartige Systemgeometrie, die es nach Angaben des Unternehmens erlaubt, die Kraft des Magneten optimal bis zu Schwingspule zu übertragen. Hier kam bislang zumeist ein so genannter Neodym-Magnet zum Einsatz, der im Zentrum des Systems platziert war und somit die Größe des Kopfhörers zwangsläufig einschränkte. Beim T1 aber kommt ein ringförmig um die Spule herum angeordneter Magnet auf der Basis einer sehr filigranen 600 Ohm-Spule zum Einsatz, der so seine Energie deutlich effektiver auf eine spezielle, mehrschichtige Membran überträgt.

Beyerdynamic spricht hier von einer magnetischen Flussdichte von 1,2 Tesla, was laut Angaben der Entwickler doppelt so viel ist, wie bei bisherigen Spitzen-Modellen von Beyerdynamic. Daher war klar, dass als Namenspate für die Bezeichnung dieser neuen Technologie nur der kroatische Ingenieur und Urvater der modernen Energieversorgung Nikola Tesla in Frage kam. Schließlich gilt sein Name seit den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts als Maßeinheit für die Stärke eines Magnetfelds.

Die besonders filigrane Schwingspule kann laut Beyerdynamic besonders schnell reagieren und so im Verbund mit ihrem hohen Wirkungsgrad und der bereits ebenfalls erwähnten speziellen Membran einen besonders detailreichen und präzisen, dynamischen Klang erzeugen.

Nachdem Beyerdynamic mit dem T 1 zahlreiche Auszeichnungen wie etwa den red dot design award 2010 einheimsen konnte und auch Kunden sich begeistert von dem neuen Modell aus Heilbronn zeigten, folgt nun das neueste Modell, der Beyerdynamic T 50 p.

Beim Beyerdynamic T 50 p ist als besonders leichter, mobiler Kopfhörer konzipiert, der wie der T1 auf die Tesla-Technolgie setzt. Allerdings konnte Beyerdynamic in diesem Fall natürlich nicht auf einen hochohmigen Kopfhörer setzen, daher kommt beim T 50 p eine niederohmige 32 Ohm-Spule zum Einsatz, womit der neue Kopfhörer bestens für die Anforderungen von mobilen Audio-Playern mit geringer Ausgangsleistung gerüstet ist.

Dennoch soll auch der Beyerdynamic T 50 p dank Tesla-Technologie möglichst viel magnetische Kraft in akustische Energie verwandeln können und somit ebenfalls mit einem sehr dynamischen, detailreichen Klang aufwarten können.


Erstmals kann man sich von den angeblichen Vorzügen der Tesla-Technologie auch bei Kopfhörern für den mobilen Einsatz auf der High End in München Anfang Mai überzeugen. Dann nämlich will Beyerdynamic den neuen T 50 p einem breiten Publikum präsentieren.

Aber schon jetzt verrät der deutsche Hersteller, dass man auf den Beyerdynamic T 50 p nicht allzu lange warten wird müssen. Bereits Ende Mai soll das neue Modell zum empfohlenen Verkaufspreis von € 229,- im Fachhandel erhältlich sein.

Michael Holzinger



Keywords: Beyerdynamic, Kopfhörer, mobil, High-end, audiophil
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