High End 2010: Die Modelle der Chordette Serie sollen für High-end auf kleinstem Raum stehen, so die Klassifizierung des Herstellers. Geradezu winzige, aus dem Vollen gefräste Aluminiumgehäuse, vollgepackt mit Elektronik sollen für jede Anwendung die ideale Lösung bieten.
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Von Michael Holzinger (mh) 12.05.2010 |
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Der in Kent beheimatete Hersteller Chord Electronics Limited ist bekannt für durchaus gewagte, aber in jedem Fall außergewöhnliche Design-Konzepte. So präsentieren sich alle Produkte von Chord mit einem sehr eigenwilligen, aber durchwegs durchdachten und sehr effektvollem, mitunter sehr futuristisch anmutendem Design. Dabei sollen die Komponenten selbst höchsten Ansprüchen gerecht werden können und somit ganz klar für frischen Wind in der vielfach sehr in bewährten Konzepten und Denkweisen verhafteten Oberliga sorgen.
Bei der Chordette Serie sind die Ansprüche sowohl das Design, aber natürlich auch die Klangqualität betreffend, ebenfalls sehr hoch gesteckt, allerdings hat man es hier mit einem Formfaktor zu tun, der bislang sicher einzigartig ist.
So präsentieren sich die Komponenten der Chordette Serie als wirklich winzige Geräte, die nur wenige Zentimeter groß sind und somit kaum Platz in Anspruch nehmen. Chord setzt hier zudem auf aus dem Vollen gefräste Aluminiumgehäuse, die schon in der Standard-Ausführung überaus schick und edel aussehen, aber natürlich auch in den verschiedensten Farben eloxiert werden können.
Einige Komponenten aus der Chordette Serie sind bereits erhältlich, wie etwa der D/A-Wandler Gem. Chord konzipierte dieses Gerät nach eigenen Angaben als universelle Lösung für Computer und mobile Speichergeräte. Die Chordete Gem verbindet, was zusammen gehört, schreibt der Hersteller über das kleine Gerät. Es soll ein Bindeglied zwischen mobilen Speichergeräten, Computern und der klassischen HiFi-Anlage sein und kann sowohl über Bluetooth als auch mittels Kabel über USB Daten entgegen nehmen.
Dazu verfügt das kleine Gerät zunächst über einen USB-Anschluss, über den die Chordette Gem direkt an einen PC oder Mac angeschlossen werden kann. Ein spezieller Treiber ist laut Hersteller weder für die Microsoft Windows- als auch Apple MacOS X-Plattform nötig, da der externe D/A-Wandler sofort anstandslos erkannt werden und als Audio-Interface genutzt werden kann.
Als zweite Option kann die Chordette Gem Audio-Daten auch über ein integriertes Bluetooth-Modul auf drahtlosem Weg entgegen nehmen. Hierzu ist lediglich ein entsprechend ausgestattetes Mobiltelefon oder ein Notebook bzw. Desktop-PC (Bluetooth 2.0 mit A2DP bzw. Bluetooth Advanced Audio Distribution Profile) nötig.
Um einen bestmöglichen Empfang zu gewährleisten verfügt die Chordette Gem über eine externe Antenne.
Über die genaue Bestückung der Chordette Gem verrät Chord nicht allzuviel, man rühmt sich aber, dass die Qualität der D/A-Wandler den meisten CD-Spielern deutlich überlegen sei und somit ein Musikgenuss auf höchsten Niveau möglich sein soll.
Diese hohen Ansprüche sollen auch für den Kopfhörer-Verstärker Chordette Toucan gelten, der sich ebenfalls als überaus kleines Gerät mit schickem Alu-Gehäuse präsentiert. Signale können hier mittels herkömmlicher Chinch-Anschlüsse, aber auch über symmetrische XLR-Eingänge eingespeist werden. Darüber hinaus verfügt diese Lösung von Chord über einen USB-Eingang samt zugehörigem D/A-Wandler, sodass auch ein PC oder Mac direkt angeschlossen werden kann.
Als Besonderheit können bei der Chordette Toucan gleich zwei Kopfhörer angeschlossen werden. Die entsprechenden Anschlüsse finden sich auf der Frontseite des kleinen Geräts.
Der Kopfhörer-Verstärker soll laut Hersteller selbst höchste individuelle Ansprüche erfüllen können. Vor allem sei es den Entwicklern von Chord gelungen, so der Hersteller, eine imaginäre Bühne vor dem Zuhörer entstehen zu lassen, im Gegensatz zu den häufig beim Hören mittels Kopfhörer auftretenden Klangeindruck, dass sich Musik ausschließlich im Kopf abspielt.
Mit dem Chordette Dual bietet Chord einen weiteren kleinen „Problemlöser“ an, und zwar einen Phono-Vorverstärker für MC-Tonabnehmersysteme. Dieses Gerät bietet die Option, die Eingangsimpedanz als auch die Verstärkung direkt an der Frontseite einzustellen und soll laut Herstellerangaben eine besonders präzise Entzerrung der Tonsignale anhand der genormten RIAA-Kurve ermöglichen. So lässt sich die Eingangsimpedanz zwischen 30 Ohm und 47 kOhm bzw. 50 und 200 pF und die Verstärkung zwischen 60, 65, 70 und 75 dBV umschalten. Ein Rumpelfilter mit -24 dB pro Oktave unterhalb von 50 Hz lässt sich optional zuschalten.
Neben dem obligatorischen Chinch Ein- und Ausgang bietet der Chordette Dual Phono-Vorverstärker zudem einen optischen Digitalausgang und verfügt zudem über einen integrierten A/D-Wandler. Dieser wandelt Signale direkt vom Plattenspieler mit 16 Bit und wahlweise 44,1 oder 48 kHz und kann diese zudem auch über einen USB 2.0 Ausgang direkt an einen PC oder Mac ausgeben.
Mit dem Chordette Prime bietet Chord nun auch in Kürze einen Vorverstärker, quasi als Schaltzentrale im Miniaturformat an. Dieses nicht minder kompakte Gerät bietet neben vier Hochpegeleingängen eine USB-Schnittstelle und einen optischen Digitalausgang und soll sich durch erstklassige Klangeigenschaften auszeichnen.
Nur um zu verdeutlichen, auf welch kompakten Formfaktor Chord hier eine komplette Vorstufe unterbringt: die Chordette Prime weist, wie nahezu alle anderen Komponenten aus der Chordette Serie die Abmessungen 160 x 70 x 40 mm auf und wiegt nicht mehr als 0,4 kg. Und dies, um dies nochmals zu betonen, trotz massivem, aus dem Vollen gefrästem Aluminiumgehäuse.
Das Gerät weist an seiner Oberseite, die in diesem Fall leicht nach vorne abgeschrägt ist, ein Display auf, auf dem der jeweils ausgewählte Eingang angezeigt wird. Die Auswahl trifft man entweder direkt am Gerät über fast zu klein geratene Taster, oder aber, komfortabel über Fernbedienung.
Als Besonderheit können alle analogen Quellen über den Digital-Ausgang ausgegeben werden. Der für diese Aufgabe zuständige A/D-Wandler der Chordette Prime kann die Signale natürlich auch über USB ausgeben, sodass dieser Vorverstärker zu einem vollwertigen Audio-Interface mutiert, das Signale nicht nur vom PC ausspielen, sondern auch für etwaige Aufnahmen genutzt werden kann.
Noch nicht allzuviele Details gibt es derzeit über zwei weitere Komponenten der Chordette Serie, die Chord erstmals zur High End 2010 in München ankündigte. So soll die Serie zunächst um den Mono-Endverstärker Chordette Paer erweitert werden, der eine Leistung von immer 50 Watt an 8 Ohm bereit stellt und unter anderem mit XLR-Eingängen ausgestattet ist. Sehr vielversprechend klingt zudem der Chordette Connec. Dahinter verbirgt sich nicht weniger als ein kompletter Multimedia-PC im absoluten Miniatur-Format.
Der D/A-Wandler Chordette Gem ist bereits im Fachhandel erhältlich, wobei die beiden Varianten Schwarz und Silber zum Preis von € 490,-, die Versionen in Rot, Grün, Gold und Lila mit € 790,- etwas kostspieliger ausfallen.
Der Kopfhörer-Verstärker Chordette Toucan ist ebenfalls bereits im Fachhandel erhältlich und wird in den Farbvarianten Schwarz und Silber zum Preis von € 950,- angeboten.
Exakt zum gleichen Preis steht die Phono-Vorstufe Chordette Dual zur Verfügung. Um € 950,- hat man auch hier die Wahl zwischen einer Variante in Silber und einer in Schwarz.
Die zugehörige Systemfernbedienung bietet Chord zum Preis von € 490,- an.
Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Webseite des Herstellers unter der Adresse www.cord-electronics.de.
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