Creek Audio präsentiert Destiny 2-Serie

Creek Audio präsentiert Destiny 2-Serie

High End 2010: Mit der Destiny-Serie hat die englische HiFi-Schmiede Creek Audio ein überaus attraktives Line-Up bestehend aus Vollverstärker, CD-Player und Tuner im Angebot. Die Komponenten überzeugen mit High-end und zurückhaltend elegantem Auftreten. Zur High End 2010 präsentierte Creek Audio nunmehr die neueste Generation.

Von Michael Holzinger (mh)
24.05.2010
Die Destiny 2-Serie sei die neueste Evolutionsstufe der High-end-Modelle von Creek Audio Ltd., so die englische HiFi-Schmiede in einer Aussendung zur High End 2010 in München. Die neuen Modelle sollen sich durch einige Detailverbesserungen, die aber signifikante Auswirkungen auf das Gesamtleistungspotential der Geräte haben, gegenüber ihren direkten Vorgängern auszeichnen und so die Erfolgsgeschichte der Serie fortschreiben.

Selbstverständlich setze man auch bei der neuesten Generation auf bewährte, von Mike Creek über die Jahre entwickelte Technologien und Konzepte, für die Komponenten von Creek Audio schon bislang bekannt war.

Neben dem neuen Vollverstärker Destiny 2 brachte Creek Audio auch den zugehörigen CD-Player auf den neuesten Stand. Zudem findet sich in der Produktpalette von Creek Audio auch ein entsprechender Tuner der Destiny-Serie.

So präsentiert sich auch die neueste Version des Stereo-Vollverstärkers Destiny 2 von Creek mit einem geradezu kompakten, sehr stilvollem Gehäuse aus solidem Metall mit einer 10 mm starken Front aus anodisiertem Aluminium. Die eher spärlich vorhandenen Bedienelemente wie Eingangs-Wahlschalter und Lautstärkeregler sind aus dem vollen Metall gefräst und fügen sich ebenso harmonisch in die Front ein, wie die entsprechenden Status-LEDs.

Der neue Creek Destiny 2 basiert, wie sein Vorgänger auch, auf einer speziellen Leistungsendstufe auf der Basis von MOS-FET, die nach Angaben von Creek Audio von Alex Nikitin für das Unternehmen bereits im Jahr 1993 entwickelt und über die Jahre stetig verfeinert wurde.

Die Vorstufe des Creek Destiny 2 weist eine Besonderheit auf, die jedoch nicht wirklich neu, nach wie vor aber eher außergewöhnlich ist. So kann die Vorstufe des Destiny 2 entweder aktiv oder passiv betrieben werden, wobei man zudem die Wahl zwischen drei verschiedenen Stufen zwischen diesen beiden Betriebsarten hat.

Zudem weist der Creek Destiny 2 einen AV-Direct Eingang auf, der das Signal direkt unter Umgehung der Vorstufe an die Leistungsendstufe leitet, sodass der Verstärker des englischen Herstellers in einer Surround-Konfiguration zur Beschallung über die Front-Speaker genutzt wird.

Der Creek Destiny 2 weist insgesamt vier unsymmetrische Eingänge sowie einen Tape Look und den bereits erwähnte AV-Direct auf, wobei für die Anschlüsse natürlich nur hochwertigste Bauteile zum Einsatz kommen und die Umschaltung der Kanäle mittels Relais erfolgt. Überhaupt setzt der Hersteller nur auf feinste Bauteile in SMD-Bauweise, bis hin zu einem motorisiertem 27 mm ALPS Blue Velvet Potentiometer zur Einstellung des Pegels.

Die MOS-FET-Endstufe liefert eine Leistung von 100 Watt pro Kanal an 8 Ohm bzw. 180 Watt an 4 Ohm und weist zahlreiche Schutzschaltungen auf, über die ein separater Steuerkreis wacht.

Der Creek Destiny 2 erlaubt den Anschluss von insgesamt vier Lautsprechern, also zwei Speaker-Pärchen, wobei natürlich auch diese Anschlüsse laut Hersteller überaus robust und hochwertig ausgeführt sind und die Umschaltung mittels Relais direkt am Gerät oder über Fernbedienung erfolgen kann.

Der Vollverstärker von Creek Audio kann mittels eines ebenfalls neu vorgestellten Phono-Boards um eine MM-Vorstufe erweitert werden. Für MC-Tonabnehmersysteme bietet der Hersteller kein passendes Modul sondern empfiehlt allen voran die Creek OBH 15. Erfreulicher Weise verzichtete Creek in diesem Fall auch nicht auf einen integrierten Kopfhörer-Verstärker.

Die Stromversorgung erfolgt über einen 300VA Ringkern-Transformator, wobei eigene Wicklungen für die Vor- und Endstufe genutzt werden. Zudem ist das Netzteil des Creek Destiny 2 mit, laut Herstellerangaben, besonders schnellen Shottkey-Dioden und beachtlichen zehn 2.200 µF Kondensatoren pro Kanal ausgestattet um eine möglichst saubere, dynamische Wiedergabe zu erzielen. Ein weiterer Ringkern-Transformator ist allein für die digitalen Schaltkreise zuständig. Dennoch soll die Leistungsaufnahme des Creek Destiny 2 im Standby-Betrieb unter 1 Watt liegen und somit selbst die neuesten, besonders strengen entsprechenden Richtlinien erfüllen, die inzwischen im gesamten EU-Raum für Elektrogeräte gelten.

Passend zum Vollverstärker Destiny 2 gibt‘s natürlich auch den CD-Player von Creek nunmehr als Destiny 2-Version. Das Herzstück bildet hier natürlich ein rein auf die Wiedergabe von Audio CDs optimiertes Laufwerk, das durch verschiedenste konstruktive Maßnahmen eine besonders hohe Laufruhe und somit eine, laut Herstellerangaben, besonders akkurate Abtastung erlauben soll. Gesteuert wird das Laufwerk von einem Servo mit einem Chipset aus dem Hause Philips, das auf einem eigenen Board direkt unter der Laser-Einheit untergebracht wurde um einen möglichst geringen Signalweg zu ermöglichen.

Die Wandlung der digitalen Daten in die analoge Welt erfolgt auch beim neuesten Modell mit einem Delta-Sigma Baustein CS4396 von Cirrus Logic. Er verarbeitet Daten mit einer Auflösung von 24 Bit und 192 kHz, wobei die Daten durch so genannte Re-Clocking aufbereitet werden und somit der gefürchtete Jitter unterbunden werden soll.

Creek Audio setzt beim Destiny 2 CD-Player auf insgesamt elf Spannungsversorungen, die allesamt mit Shottkey-Dioden ausgestattet sind und so weitgehend auf Siebtransistoren verzichtet werden kann. Auch hier kommen also nur feinste Bauteile zum Einsatz, bis hin zu den analogen als auch digitalen Anschlussbuchsen an der Rückseite des Geräts. Hier steht neben einem unsymmetrischen Chinchbuchsen-Pärchen für analoge Signale ein optischer TOS-Link sowie ein koaxialer S/PDIF-Ausgang zur Verfügung.

Für die analogen als auch digitalen Baugruppen stehen jeweils separate Stromversorgungen zur Verfügung, sodass störende Einflüsse komplett ausgeschlossen sein sollen.


Sowohl für den CD-Player als auch den neue Vollverstärker aus der Destiny 2-Serie werden neue System-Fernbedienungen angebobten. Diese tragen die Bezeichnung SCR3 und sollen bereits, sofern geordert, allen Geräten beiliegen, die ab Ende Mai die Fertigungshallen von Creek Audio in Hemel Hempstead in der Grafschaft Hertfordshire verlassen.

Beide Geräte der Destiny 2-Serie sollen in Kürze im Fachhandel erhältlich sein. Der österreichische Vertrieb R.M.S. State of the Art Audio Visual Products gibt für den CD-Player einen empfohlenen Verkaufspreis von € 1.850,- an. Der Vollverstärker soll zum Preis von € 1.990,- erhältlich sein. Das optionale Phono-Board steht mit einem Preis von € 390,- in der Preisliste. Die Systemfernbedienung wird voraussichtlich wie bisher zum Preis von € 110,- verfügbar sein.

Den Destiny Tuner von Creek Audio, der das vorgestellte Duo aus Vollverstärker und CD-Player perfekt ergänzt, gibt‘s übrigens zum Preis von € 800,- Dieses Gerät ist, so wie alle anderen Komponenten der Creek Destiny-Serie, nicht nur in Silber, sondern zudem in der Variante Schwarz erhältlich.

Michael Holzinger


Keywords: Creek Audio Ltd., Vollverstärker, CD-Player, High-end, Stereo, audiophil
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