High End 2010: Schon allein auf Grund seines Formfaktors als idealer Partner für den Naim UnitiQute All-in-one Audio Player konzipiert, soll der neue Naim UnitiServer Hard Disk Player/ Server die perfekte Speicherlösung für Audio-Daten im Netzwerk sein - nicht nur für den kleinen Alleskönner von Naim.
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Von Michael Holzinger (mh) 15.05.2010 |
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Konzipiert wurde das neue Gerät laut Naim Audio Ltd. vor allem als kompakte Lösung, um CDs zu Digitalisieren, also zu Rippen, und die Daten auf einer integrierten Festplatte abzuspeichern und entweder direkt über den UnitiServe abzuspielen bzw. im Netzwerk zur Verfügung zu stellen.
Naim konnte für die Entwicklung des UnitiServe natürlich auf eine Vielzahl an bereits bewährten Technologien zurückgreifen, die im Naim HTX zu finden sind. Und wie beim HTX schlummert auch im Inneren des Naim UnitiServe ein kompletter PC, wenngleich der Anwender davon im täglichen Einsatz absolut nichts bemerken soll.
So setzt auch der Naim UnitiServer auf eine großzügig ausgelegte Festplatte, Naims so genanntes Bit-perfect Ripping und UPnP zur einfachen Integration des Geräts ins Netzwerk und natürlich in Naims Netzwerk-Konzept Naim StreamNet. Dank digitaler Audio-Ausgänge ist der Naim UnitiServe eben nicht nur ein Server, sondern verdient sich damit die Bezeichnung Hard Disk Player.
Zunächst kann der Naim UnitiServe also durchaus direkt als Abspielgerät genutzt werden und darauf abgelegte Audio-Daten - entweder direkt am Gerät von Audio CD gerippt, oder aber als Download erworben - wiedergeben. Auch über USB-Speichersticks lassen sich dem Gerät von Naim Audio-Daten zuführen. Im Netzwerk fungiert er zudem nicht allein als Server, er kann Audio-Daten auch aus dem Netzwerk abspielen, wobei laut Hersteller alle UPnP-kompatiblen Datenquellen, sei es eine NAS, ein anderer Musik-Server oder ein PC bzw. Mac, automatisch erkannt und als Quellgerät angeboten werden.
Vor allem wenn man Musik-Daten Online erwirbt ist es von Interesse, dass der Naim UnitiServe nicht allein auf die bei CDs übliche Auflösung von 16 Bit und 44,1 kHz beschränkt ist, sondern auch hochauflösende Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz unterstützt, wobei diese sogar mit bis zu 32 Bit verarbeitet werden. Der Naim UnitiServe unterstützt neben WAV, AIFF, FLAC, ALAC, OGG Vorbis, AAC, WMA natürlich auch das MP3-Format.
Wie bereits erwähnt nutzt Naim beim Rippen von Audio-CDs das so genannte Bit-perfect Ripping. Informationen über Album-Titel, Interpret und Songtitel, die so genannten Meta-Daten werden über die Dienste AllMusic.com online und FreeDB sowie - im Notfall - über eine lokale Datenbank ermittelt. Daten werden entweder auf der internen Festplatte mit einer Speicherkapazität von 1 TByte abgelegt, können aber auch auf einer NAS im Netzwerk gespeichert werden.
Die Bedienung des Geräts erfolgt im einfachsten Fall über ein Software-Tool für Apples iPod touch oder Apple iPhone. Darüber hinaus ist auch der Zugriff über ein Web-Interface von jedem Webbrowser möglich. Nur als optionales Zubehör bietet Naim eine passende Infrarot-Fernbedienung an. Module für Haussteuerungssysteme und entsprechende Universal-Fernbedienungen sollen natürlich ebenfalls zur Verfügung stehen.
Da es sich beim Naim UnitiServe ja, wie bereits erwähnt, im Prinzip um einen PC handelt, stehen zahlreiche Optionen zur Einbindung in große, individuelle Multi-Room-Lösungen zur Verfügung. So bietet das Gerät nicht nur eine RS232-Schnittstelle, PS2-Keyboard- und Maus-Anschlüsse, eine RJ45 Ethernet-Port sowie einen S-Video und Composite-Ausgang, sondern auch einen VGA-Ausgang, der im Zusammenspiel mit einem der insgesamt vier USB-Anschlüsse auch Touchscreen-kompatibel ist.
An Audio-Anschlüssen steht ein koaxialer S/PDIF sowie optischer TOS-Link zur Verfügung.
Wann genau die beiden Lösungen tatsächlich im Fachhandel erhältlich sein sollen, konnte Naim man auf der High End 2010 in München noch nicht konkret sagen. Und auch den Preis betreffend machte der deutsche Vertrieb music line Vertriebs GmbH bislang noch keine konkreten Angaben.
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