Boxen von Klipsch, die kennt man. Die US-amerikanische Firma Klipsch gilt seit Jahr und Tag als einer der renommiertesten Lautsprecher-Produzenten. Dass der Hersteller ebenfalls seit geraumer Zeit auch erstklassige In-ear Ohrhörer herstellt, ist weit weniger bekannt. Zu unrecht, wie die Klipsch Image X10 auf eindrucksvolle Art und Weise belegen.
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Von Michael Holzinger (mh) 20.12.2009 |
Vor allem durch den Einsatz des legendären Klipsch-Horns zählen die Boxen dieser US-amerikanischen Firma unter Liebhabern auf Grund ihrer ganz speziellen Charakteristik seit jeher als die perfekte Krönung ihrer HiFi-Kette. Nicht so bekannt hierzulande ist hingegen, dass Klipsch schon seit geraumer Zeit auch überaus interessante Ohrhörer anbietet. Dies will der österreichische Vertrieb von Klipsch, die Wiener Firma Audio Tuning Vertriebs GmbH, nun ändern.
Das Topmodell in Klipsch In-ear Ohrhörerserie, die Klipsch Image X10 sind als sogenannte In-ear-Headphones ausgeführt. Das Ende der Ohrhörer wird also in den Gehörgang gesteckt. Passend dazu liefert der Hersteller in diesem Fall sogar jeweils fünf unterschiedliche Ohrformteile mit, und somit deutlich mehr, als so mancher Mitbewerber. Damit können die Ohrhörer wirklich sehr gut den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Denn schlussendlich ist jedes Ohr anders. Und sollten die im Lieferumfang enthaltenen Versionen immer noch nicht perfekt passen, so sind beim Hersteller als optionales Zubehör besonders kleine bzw. besonders große Ohrformteile erhältlich.
Klipsch legt den In-ear Ohrhörern Ohrformteile bei, die aus sehr angenehm zu tragenden, hautfreundlichem Silicon-Gel gefertigt sind, und dafür sorgen, dass nicht nur Außengeräusche perfekt abgeschirmt werden, selbst nach stundenlangem Musikgenuss drücken diese Ohrhörer in keinster Weise. Durch die optimale Abdichtung gegenüber Außengeräuschen kann sich natürlich auch der Klang der Klipsch Image X10 vollendet entfalten, doch dazu gleich mehr.
Normalerweise kommen bei Kopfhörern, um es überspitzt zu formulieren, Lautsprecher im Miniaturformat zum Einsatz. Klipsch ging bei seinen Ohrhörern einen anderen Weg. Hier nutzt man ein Prinzip, welches eigentlich bei Tonabnehmern von Plattenspielern zum Einsatz kommt, und zwar das sogenannte Moving-Coil-Prinzip. Moving-Coil steht für bewegte Spule, bei einem MC-Tonabnehmer sind also die Spulen fest mit der Nadel verbunden, während die Magneten direkt im Gehäuse des Tonabnehmers zu finden sind.
Im Fall der Ohrhörer von Klipsch wird aber nicht wie bei der Schallplattenwiedergabe durch die Auslenkung der Nadel eine Spannung erzeugt. Vielmehr regt die an die Elektromagnete der Treiber angelegte Spannung einen winzigen Hebel zur Schwingung an, der wiederum eine Membrane bewegt. Durch die winzigen Durchmesser des Kanals muss diese Membrane nur eine sehr geringe Luftmenge bewegen.
Die speziell geformten Silicon-Formteile, die wie bereits erwähnt, perfekt abdichten und bei den Klipsch Image X10 vergleichsweise sehr tief im Gehörgang sitzen, sorgen zuguterletzt dafür, dass die Micro-Treiber des In-ear Ohrhörers das Musiksignal perfekt an das Trommelfell des Anwenders übermitteln. Dieses Prinzip soll - so der Hersteller - herkömmlichen Lösungen bei weitem überlegen sein und den Ohrhörern herausragende Klangeigenschaften verleihen.
Im Vergleich zu den Klipsch Image X10 wirken viele andere Ohrhörer trotz selbst zumeist sehr kompakten Abmessungen geradezu sperrig. Denn die Klipsch Image X10 ist wirklich winzig, sehr dünn und wiegen gerade einmal 10 Gramm. Das schmale Gehäuse des Ohrhörers ist aus Aluminium gefertigt, und geht nahtlos und formschön geschwungen in das mit schwarzem Vinyl überzogene Kabel über. Das Aluminium-Gehäuse wurde vom Hersteller mit einer in edlem Kufper erstrahlenden Oberfläche veredelt.
Dieser kompakten Bauform ist es geschuldet, dass im Klipsch Image nur ein Schallwandler zum Einsatz kommt. Allerdings muss der Anwender dank des erstklassig aufspielenden Full-Range Single-Micro Driver KG926 keinerlei Kompromisse bei der Klangqualität eingehen.
Der Hersteller gibt für die Klipsch Image X10 eine Empfindlichkeit von 110 dB bei einer nominalen Impedanz von 50 Ohm an. Die bereits mehrfach erwähnte Abschirmung gegenüber Umgebungslärm beträgt laut Hersteller -26 dB. Das Kabel des Klipsch Image X10 ist erfreulich lange und an den empfindlichen Stellen, z.B. beim Übergang zwischen den Gehäusen des In-ear Orhhörers sowie am 3,5 mm Stereo-Mini-Klinkenanschluss, sehr solide ausgeführt.
Es ist schier unglaublich, welch weites Frequenzspektrum dieser winzige, federleichte Ohrhörer an die Trommelfelle des Anwenders weiterreicht. Dies beginnt im unteren Frequenzbereich mit sattem, vollen Bass, geht über ein ausgewogenes mittleres Frequenzspektrum bis hin zu einer glasklaren, detailreichen Wiedergabe der oberen Lagen.
Besonders erstaunt hat uns, dass beim Klipsch Image X10 schon sehr geringe Lautstärken ausreichen, um ein volles, überaus dynamisches und detailreiches Klangbild zu erzielen, und völlig frei von äußeren Einflüssen in eigene Klangwelten eintauchen zu können.
Dies schont nicht nur das Gehör des Anwenders, auch die Akkulaufzeit eines mobilen Audioplayers ist deutlich länger, wenn man den Lautstärkeregler nicht bis zum Anschlag aufziehen muss.
Abschließend können wir somit nur nochmals die wirklich hervorragende Qualität der Ohrhörer aus dem Hause Klipsch loben. Die Klipsch Image X10 spielen nicht nur in der absoluten Oberliga mit, beim Vergleich mit dem Mitbewerb wird die Luft für die Konkurrenz sehr dünn. Der hier von Klipsch gebotenen Qualität haben andere Hersteller wenig bis gar nichts entgegenzusetzen. Wer also auch bei seinem mobilen Audioplayer erstklassige Klangqualität, herausragenden Tragekomfort und nicht zuletzt ein erstklassiges Design sucht, der könnte hier fündig werden. Die Klipsch Image X10 sind im Fachhandel zum Preis von € 249,99 erhältlich.
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