Kompatibel Design thorax - Man baut auf Beton...
High End 2012: Ein HiFi-Rack muss natürlich nicht nur optischen Ansprüchen als essentielles Möbelstück im Hörraum oder Wohnzimmer genügen, es muss zunächst ganz praktische Anforderungen erfüllen können, etwa eine stabile Grundlage für das HiFi- oder AV-System darstellen. Beim thorax der deutschen Designer von Kompatibles Design muss man sich diesbezüglich keine Sorgen machen, dieses Rack ist aus solidem Beton gefertigt.
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Von Michael Holzinger (mh) 07.05.2012 |
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Da muss man sich erst gar keine Gedanken über etwaige Resonanzen und Vibrationen machen, die den Klang eventuell beeinträchtigen können, wenn alles wackelt und auf Grund der aufgebürdeten Last geradezu windschief dastehen, ist auch so klar, dass dies keineswegs die richtige Grundlage für ein hochwertiges HiFi-System bilden kann.
Dafür gibt es ja schließlich optimale Lösungen von Spezialisten, die ihr Handwerk verstehen und genau über die speziellen Bedürfnissen bei HiFi-Lösungen bescheid wissen. Hier findet man ein mannigfaltiges Angebot in den verschiedensten Preisklassen, sodass man nicht zwingend zu kostspieligen Lösungen greifen muss. Zudem hat man die Wahl zwischen sehr nüchternen, auf die eigentliche Funktion reduzierte Lösungen, oder aber wahre Prachtstücke moderner Design-Kunst.
Der letztgenannten Kategorie ist wohl das System thorax zuzuordnen, das die Design-Werkstatt Kompatibel Design aus Bochum erstmals im Rahmen der High End in München präsentierte. Dipl. Des. Rafael Cichy schuf mit diesem System eine durchaus beeindruckende Lösung, bei der wohl schon allein durch die Wahl des Materials klar sein dürfte, dass man sich in diesem Fall keinerlei Sorgen über mangelnde Stabilität machen muss. Der Designer setzt hier nämlich auf Beton als Werkstoff, solider geht‘s also wohl nicht mehr.
Dies allein wäre schon herausragend, allerdings setzt die Design-Werkstatt aus Deutschland bei diesem System auf ein Baukasten-System, bei dem sich der Kunde sein Rack im wahrsten Sinne des Wortes selbst zusammenstellen kann. Dafür stehen drei Grundformen zur Verfügung - O, E und C - die für einen flexiblen Aufbau individueller Lösungen mittels Metall-Verbindungen zusammen gefügt werden.
Je nach Wunsch, so die Designer, kann aus diesen drei Grundformen ein System mit etwa sechs, zehn oder gar 15 Elementen zusammen gefügt werden, das sich so perfekt auf den Raum, aber auch die speziellen Anforderungen des Kunden anpassen lässt.
Das System thorax entspricht somit einem klassischen Lowboard, wobei dessen Bauform insgesamt leicht gekrümmt ist. Diese Formensprache soll, so die Designer, in Verbindung mit den aus Metall gefertigten Streben zwischen den Elementen ein sehr filigranes Erscheinungsbild erlauben, das im Kontrast zum verwendeten Werkstoff steht. Beton wird ja hinlänglich mit schwer und massiv in Verbindung gebracht, und weniger mit Leichtigkeit, so die Designer.
Auch bei der Gestaltung der Grundelemente selbst besteht ein hohes Maß an Individualität, ganz dem Kundenwunsch entsprechend. So können dem Beton bei der Fertigung Farbpigmente beigefügt werden, um eine Kolorierung zu erlauben. Außerdem ist es möglich, die Oberfläche entweder matt rau, aber ebenso glatt und glänzend zu gestalten. Sollte übrigens die Statik der Wohnung für das gute Stück nicht ganz entsprechen, so kann dem Beton ein Füllstoff beigefügt werden, der für eine Gewichtsreduktion sorgt.
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