Sie wächst langsam, aber mit Bedacht, die neue M1-Serie der englischen HiFi-Schmiede Musical Fidelity. Hatte man bisher mit dem M1 DAC einen erstklassigen D/A-Wandler und mit dem M1 HPA einen vorzüglichen Kopfhörer-Verstärker im Angebot, so folgt in Kürze der M1 CLIC, der prinzipiell als Streaming-Client konzipiert wurde, aber zu weit mehr in der Lage ist.
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Von Michael Holzinger (mh) 30.12.2010 |
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Prinzipiell hat man sich aber den eher wuchtigen, massiven HiFi-Lösungen verschrieben. Selbst die neue Einstiegs-Serie bestehend aus Musical Fidelity M3i und M3CD bezeugen dies eindrucksvoll.
Dann hat man aber auch eine so genannte V-Serie im Angebot, die mit dem D/A-Wandler Musical Fidelity V-DAC, dem Kopfhörer-Verstärker Musical Fidelity V-CAN und der Phono-Vorstufe Musical Fidelity V-LPS aber ausschließlich Spezialisten für einzelne Aufgaben umfasst und somit das „reguläre“ Produktsortiment lediglich ergänzt.
Diesen Anschein erweckte auch die vor Kurzem eingeführte Musical Fidelity M1-Serie, denn auch hier gab es bislang mit dem Kopfhörer-Verstärker Musical Fidelity M1 HPA sowie dem D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC bloss zwei weitere auf bestimmte Aufgaben fokussierte Lösungen.
Insofern mag der neue Musical Fidelity M1 CLIC so gar nicht in dieses Bild passen, denn diese Lösung ist, bei genauerer Betrachtung, weit mehr, als ein einfacher Streaming-Client.
Ja, auch auf Streaming versteht sich der neue Musical Fidelity M1 CLIC natürlich, darüber hinaus kann er aber ebenso Inhalte von Apples iPod in bestmöglicher Qualität wiedergeben, dient als D/A-Wandler und kann über USB auch als externe Audio-Lösung für PCs und Macs eingesetzt werden und bietet zudem alles, um als zentraler Vorverstärker in einem kompletten HiFi-System zu fungieren. Daher trägt der Musical Fidelity M1 CLIC auch den Beinamen Universal Music Controller.
Der Musical Fidelity CLIC präsentiert sich in der gewohnten Form der M1-Serie des englischen Herstellers, die die halbe Breite der Musical Fidelity M3- und M6-Serien aufweist. Das aus Metall gefertigte, durchaus schicke Gehäuse mit einer soliden Front aus Aluminium weist ein sehr großzügig dimensioniertes TFT-Display, aber keine Bedienelemente auf. Lediglich ein Hauptschalter ist am Musical Fidelity CLIC zu finden. Natürlich gibt‘s auch eine Infrarot-Fernbedienung, aber im Prinzip setzt Musical Fidelity primär auf die Steuerung mittels mobiler, vernetzter Devices wie etwa dem Apple iPhone, iPod touch oder iPad. Ob es eine dedizierte Applikation vom Hersteller selbst geben wird, steht derzeit noch nicht fest. An Alternativen wie etwa dem überaus flexiblen PlugPlayer gibt es aber ohnedies längst keinen Mangel.
Viel üppiger präsentiert sich die Rückseite des Musical Fidelity M1 CLIC. Ins Netzwerk wird das Gerät entweder über Ethernet oder über WiFi integriert. Außerdem steht ein USB-Anschluss für PCs und Macs, ein weiterer für den Anschluss eines Apple iPod zur Verfügung. An analogen Anschlüssen bietet der Musical Fidelity M1 CLIC jede Menge, und zwar mehr, als für die eigentliche Aufgabe als Streaming-Device nötig wäre. So findet man nicht nur ein Pre-Out, sondern auch ein so genannter Tape-Out. Außerdem stehen drei AUX-Eingänge zur Verfügung. Allesamt ausgeführt als klassische Cinch-Buchsenpärchen. Zudem finden sich zwei digitale Eingänge in Form von koaxialen S/PDIF-Buchsen sowie ein optischer TOS-Link an der Rückseite des Musical Fidelity M1 CLIC. Eine RS232-Schnittstelle und ein Trigger-Ausgang runden das Angebot an Schnittstellen ab. Ach ja, auch an der Front-Seite steht ein USB-Anschluss zur Verfügung, wobei dieser etwa für USB-Speichersticks genutzt werden kann.
Ein Blick auf die Menü-Struktur des Musical Fidelity M1 CLIC zeigt, dass sich die englische HiFi-Schmiede Unterstützung aus Österreich sicherte. Das Herzstück des M1 CLIC ist nichts anderes, als ein Referenz-Design der in Wien ansässigen Hightech-Spezialisten StreamUnlimited. Dieses trägt die Bezeichnung StreamUnlimited Stream700 Audio Streaming Client und zeigt sich als wirklich sehr flexible Plattform.
Ins Netzwerk eingebunden fungiert der Musical Fidelity M1 CLIC als Streaming-Client, der einen UPnP- bzw. dlna-Server voraussetzt. Ebenso kann er auf Internet-Radioangebote zugreifen, wobei zur Verwaltung der zigtausenden Stationen auf den Dienst vTuner zurückgegriffen werden kann.
Natürlich kann er auch Musik-Daten direkt von USB-Speichersticks abspielen und auch Inhalte von Apples iPod sollen anstandslos ausgelesen werden, wobei nicht nur hier Cover-Artwork auf dem üppigen Farb TFT-Display mit 3,5 Zoll und einer QVGA-Auflösung dargestellt wird.
Der Musical Fidelity unterstützt dabei natürlich alle gängigen Audio-Formate. Angefangen von verlustbehaftet komprimierten Datenformaten wie MP3, WMA und AAC werden somit natürlich auch WAV, Apple Lossless und FLAC unterstützt. Dabei reicht das Spektrum bin hin zu hochauflösenden Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz.
Über USB an einen PC oder Mac angeschlossen können Daten allerdings nur mit 16 Bit und bis zu 48 kHz abgespielt werden. Nutzt man den Musical Fidelity M1 CLIC als D/A-Wandler, so werden über dessen digitale Eingänge ebenfalls Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz unterstützt.
Kurz noch zurück zum Streaming: Nach Herstellerangaben soll vom Musical Fidelity M1 CLIC auch die unterbrechungsfreie Wiedergabe, das so genannte gapless Playback unterstützt werden. Live-Mitschnitte oder klassische Aufnahmen werden somit anstandslos ohne „Zwangspausen“ zwischen den einzelnen Titeln wiedergegeben.
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