Für die neue Lumix DMC-LX5 kann der japanische Unterhaltungs-Elektronik-Konzern Panasonic gleich eine Vielzahl an Neuerungen gegenüber dem überaus erfolgreichen Vorgängermodell Lumix DMC-LX3 anführen. Die wichtigsten aber betreffen das Objektiv, den Sensor und zudem kann nun auch die Panasonic Lumix DMC-LX5 Videos in HD aufzeichnen.
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Von Michael Holzinger (mh) 27.07.2010 |
Diesem Anspruch will Panasonic natürlich auch mit dem neuen Modell voll und ganz gerecht werden und setzte, nach eigenen Angaben, mit einem völlig neu konstruiertem Leica D Vario-Summicron 3,8x Zoom-Objektiv genau an der richtigen Stelle an. Dabei handelt es sich laut Panasonic um ein hochlichtstarkes, so genanntes Super-Weitwinkel-Zoom, das einen Bereich von 24 bis 90 mm bei f/2,0 bis f/3,3 abdeckt und ein besonders hohes Auflösungsvermögen bieten soll. Der erweiterte Zoom-Bereich soll unter anderem eine höhere Flexibilität bei Portraits, aber natürlich auch bei Landschafts- und Architekturaufnahmen erlauben. Das Objektiv besteht aus nunmehr zehn Linsen in neun Gruppen mit drei asphärischen Elementen und fünf asphärischen Oberflächen. Diese aufwendige Konstruktion soll eine hervorragende Bildqualität bei minimaler Verzeichnung, eine hohe Auflösung und weitestgehend keine Bildfehler wie chromatische Aberration, Geisterbilder oder Streulicht aufweisen.
Panasonic integrierte zudem einen optischem Bildstabilisator mit der Bezeichnung Power-OIS und das Aufnahmeverhältnis kann über einen separaten Schieber am Objektiv zwischen 4:3, 3:2, 16:9 und 1:1 gewählt werden.
Der CCD-Sensor in der Lumix DMC-LX5 weist zwar mit 1/1,63 Zoll die gleichen Abmessungen wie beim Vorgängermodell auf, soll aber laut Panasonic einen deutlich erweiterten Dynamikbereich aufweisen. Damit bleibt Panasonic dem bereits bei der DMC-LX3 eingeschlagenen Weg treu, anstatt auf immer mehr Pixel auf eine bessere Bildqualität zu setzen. Denn auch die neue Panasonic Lumix DMC-LX5 liefert „nur“ 10,1 MPixel Auflösung, soll aber im direkten Vergleich zum Vorgänger eine rund 31 Prozent höhere Empfindlichkeit sowie eine rund 38 Prozent höhere Farbsättigung erlauben. Dies will Panasonic durch eine geänderte Sensorarchitektur erreicht haben, bei der zudem die, dem Sensor vorgelagerte Mikrolinsen-Optik mehr Licht auf die einzelnen Fotodioden leitet.
Um nochmals kurz auf das Seitenverhältnis der Aufnahmen zurück zu kommen: Panasonic weist ausdrücklich darauf hin, dass die LX5, wie bereits ihr Vorgängermodell LX3 auf Grund des eingesetzten Sensors Fotos im Format 3:2 oder 16:9 nicht nur Beschneiden des 4:3-Bildes generiert, sondern, unabhängig vom Format den vollen Weitwinkelbereich nutzt. Zudem steht ein Multi-Format-Modus zur Verfügung, der mit einer Auslösung drei Aufnahmen vom gleichen Motiv mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen erstellt, aus denen später, je nach Motiv oder Einsatzzweck des Fotos, das optimale Bild ausgesucht werden kann.
Nicht nur dafür ist die Kamera von Panasonic dank eines leistungsstarken Venus Engine FHD-Bildprozessors der neuesten Generation bestens gerüstet. Eine so genannte Triple-CPU verarbeitet laut Panasonic Daten noch schneller, und erlaubt somit eine Reihe weiterer Bildoptimierungs-Algorithmen. Zudem weist die Kamera mit dem Multitasking-fähigem Prozessor eine schnellere Reaktionszeit auf. So gibt Panasonic die Auslöseverzögerung mit lediglich 0,007 Sekunden an - ohne Autofokus, wohlgemerkt. Aber auch der Autofokus soll nunmehr noch schneller reagieren, sodass die Lumix DMC-LX5 mit einer nach Herstellerangaben sehr kurzen Einschaltzeit die perfekte Kamera für Reise- und Reportage-Fotografie sein soll.
Trotz gesteigerter Performance soll sich der neue Bildprozessor zudem mit einem geringeren Energieverbrauch auszeichnen.
Natürlich knipst die neue Lumix DMC-LX5 nicht nur Fotos, auch Panasonic kann sich dem Trend nicht verschließen und stattet die Kamera mit der Option zur Aufnahme von Videos im AVCHD Lite-Format aus. Die Videos mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel werden mit Ton in Stereo und Dolby Digital aufgenommen.
Als Besonderheit steht bei der Lumix DMC-LX5 auch bei der Aufnahme von Videos ein Kreativ-Modus mit manueller Vorwahlmöglichkeit von Zeit und Blende zur individuellen Bildgestaltung zur Verfügung. Aber auch alle Automatikfunktionen der Kamera können nicht nur beim Knipsen von Fotos, sondern auch beim Filmen genutzt werden. Dazu zählen eine Gesichtserkennung ebenso wie eine automatische Motiv-Wahl (Normal, Portrait, Makro, Landschaft, Dämmerung) sowie die intelligente Belichtung, die automatisch partielle Über- oder Unterbelichtungen im Bild vermeiden soll. Der optische Bildstabilisator leistet natürlich auch beim Filmen gute Dienste.
Über ein 3 Zoll Display mit 460.000 Bildpunkten und neuer High CRI LED-Hintergrundbeleuchtung (Color Rendering Index) soll man stets alles unter Kontrolle haben. Optional kann übrigens auch hier der elektronische Lifeview-Sucher Panasonic DMW-LVF1 mit einer Auflösung von 202.000 Bildpunkten oder der optische Sucher Panasonic DMW-VF1 aufgesteckt werden, die vor allem bei heller Umgebung ein überaus praktisches Hilfsmittel darstellen.
Panasonic modifizierte zudem das Gehäuse der neuen Kamera ein wenig. So soll der Gehäusegriff nun prägnanter ausgearbeitet sein, um einen noch sicheren Halt zu gewährleisten. Ebenfalls neu ist das so genannte „Dreh-und-Druck“-Rändelrad, das eine noch intuitivere Bedienung erlauben soll.
Die Kamera von Panasonic nutzt SD-Cards als Speichermedien und bietet unter anderem eine HDMI-Schnittstelle, um Fotos und Videos direkt über ein Fernsehgerät betrachten zu können. Sie bietet die Option, Fotos im RAW-Format zu sichern und erreicht nun eine Lichtempfindlichkeit von bis zu ISO 12.800, wenngleich die Auflösung in diesem extremen Fall auf 3 MPixel reduziert wird.
Als Zubehör bietet Panasonic neben den bereits erwähnten optionalen Suchern DMW-LVF1 bzw. DMW-VF1 unter anderem einen 18 mm Weitwinkel-Konverter, einen Objektivvorsatz-Adapter sowie Filter und diverse Blitze mit unterschiedlicher Leitzahl sowie passende Taschen an.
Die neue Lumix DMC-LX5 soll laut Panasonic bereits im August 2010 im Fachhandel erhältlich sein. Der Hersteller gibt für die Kamera eine unverbindlich empfohlene Preisempfehlung von € 529,- an.
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