Die Firma Sonos zählt zu den Pionieren beim Audio-Streaming. Lang bevor sich andere Hersteller mit diesem spannenden Thema auch nur auseinander setzten, hatte man bereits ein komplettes System im Angebot. Die langjährige Erfahrung in diesem Segment sorgt dafür, dass das Unternehmen ein System anbietet, das durch seine einfache Handhabung, einen problemlosen Betrieb und überaus flexible Möglichkeiten sowie durch individuelle Erweiterungsmöglichkeiten überzeugt und daher anderen Lösungen teils deutlich überlegen ist.
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Von Michael Holzinger (mh) 06.03.2011 |
Und tatsächlich stammten die ersten derartigen Lösungen von klassischen IT-Unternehmen, und diese konnten nur selten überzeugen, zumal es sich stets um viel zu komplexe, aber keineswegs flexible Produkte handelte, die als Insellösung konzipiert und somit zu rein gar nichts kompatibel waren.
Auch das System von Sonos präsentiert sich als eigenständige Lösung, die auf keinen der inzwischen etablierten Standards wie etwa UPnP oder dlna setzt. Wer sich für ein System von Sonos entscheidet, der kann also nur Produkte von Sonos einsetzen. Andere Anbieter unterstützen dieses System nicht. Allerdings bietet Sonos selbst ein sehr umfassendes Angebot an unterschiedlichen Streaming-Clients, mit denen sich selbst sehr umfangreiche Systeme realisieren lassen und die mit verschiedensten Lösungen komfortabel und einfach gesteuert werden können. Und auch wenn Sonos auf eine eigenständige Lösung setzt, so sieht das System dennoch entsprechende „Schnittstellen“ vor, um sehr flexibel zu sein.
Sonos kann somit mit Fug und Recht als einer der ersten Anbieter bezeichnet werden, der ein für viele Räume geeignetes System anbot und somit im wahrsten Sinne des Wortes ein Multi-Room Music System offerierte. Auch wenn das System also als so genanntes geschlossenes System konzipiert ist, so ist es dennoch ein System aus einem Guss.
Erstaunlich ist zudem, dass das System von Sonos über all die Jahre nahezu unverändert blieb. Somit kann man den Entwicklern von Sonos bescheinigen, von Anbeginn an auf das richtige Konzept gesetzt zu haben. Für den Kunden bietet dies den großen Vorteil einer Investitionssicherheit, denn auch wenn Sonos über die Jahre diverse Detailverbesserungen vornahm und das System um weitere Komponenten erweiterte, die meisten Neuerungen stehen stets allen Kunden zur Verfügung, die somit über einfache Software-Updates in den Genuss neuer Funktionen kommen und ihr bestehendes System mit neuen Devices erweitern können.
Sonos setzt auf verschiedenste Streaming-Clients, die als so genannte Sonos ZonePlayer bezeichnet werden. Bereits mit einem derartigen Sonos ZonePlayer kann ein System aufgebaut werden, denn jeder einzelne fungiert als eigenständiges Device, selbst in einem komplexen System bestehend aus vielen ZonePlayern. Man kann somit für jeden einzelnen ZonePlayer eine individuelle Wiedergabe bestimmen, aber ebenso mehrere ZonePlayer zusammen fassen und in mehreren Räumen die gleiche Musik wiedergeben.
Natürlich muss auch zwischen den Sonos ZonePlayern ein Netzwerk aufgebaut werden, um das Streamen von Audio-Daten zu erlauben. Allerdings setzt dieses System nicht auf ein bestehendes Netzwerk, vielmehr bauen die einzelnen ZonePlayer ein eigenes drahtloses Netzwerk auf, und zwar ein so genanntes Peer-to-Peer Netzwerk, das der Hersteller in der aktuellsten Version als SonosNet 2.0 bezeichnet. Sonos orientierte sich dabei zwar am aktuellen WiFi Standard IEEE 802.11n, SonosNet 2.0 ist aber nicht mit dem herkömmlichen WLAN kompatibel. Jeder ZonePlayer verfügt über ein integriertes Funk-Modul und ist somit ein Knotenpunkt im Gesamt-Netzwerk und je mehr ZonePlayer zum Einsatz kommen, umso dichtmaschiger und sicherer wird das Netzwerk.
Allerdings wird, um die volle Funktionalität zu gewährleisten, ein zentraler Zugriffspunkt aufs herkömmliche Netzwerkwerk und somit das Internet benötigt. Dafür sind alle ZonePlayer von Sonos mit einer Ethernet-Schnittstelle ausgestattet. Dadurch kann jeder ZonePlayer als Zugriffspunkt ins lokale Netzwerk eingesetzt werden und gleichzeitig auch über das Ethernet ins SonosNet eingebunden werden, sollte ein stabiles drahtloses Netzwerk nicht realisierbar sein.
Als Alternative bietet Sonos zudem die Sonos ZoneBridge BR100 (€ 99,-) an. Diese Lösung ist vor allem dann interessant, wenn man etwa im Vorzimmer den zentralen Wireless LAN Access Point bzw. Router fürs gesamte Netzwerk platziert. Dort braucht‘s nun wirklich keinen Sonos ZonePlayer, aber es ist der ideale Standort für die zentrale Schnittstelle des SonosNet. Zudem kann die Sonos ZoneBridge BR100 zur Erweiterung des SonosNet eingesetzt werden.
Das Sonos Multi-Room Music System selbst sieht keine Datenquelle vor. Die verschiedenen ZonePlayer von Sonos sind also allesamt reine Clients. Datenquelle für das System von Sonos kann zunächst ein PC oder Mac sein, auf dem die Audio-Daten abgespeichert sind. Allerdings muss der PC oder Mac dann ständig aufgedreht sein, um den Zugriff auf die Daten zu gewährleisten. Eine ideale Lösung ist dies somit nicht. Empfehlenswerter ist es daher, auf eine so genannte NAS-Lösung, eine Network Attached Storage Lösung zu setzen, die von zahlreichen Anbietern in den unterschiedlichsten Preisklassen angeboten werden.
Im Gegensatz zu anderen aktuellen Streaming-Lösungen setzt Sonos aber nicht auf UPnP oder gar dlna, sondern vielmehr auf Samba als Transferprotokoll. Eine Option, die ohnedies von nahezu allen NAS-Lösungen selbst im günstigen Preissegment angeboten wird und somit nur aktiviert werden muss, sodass eine stets aktivierte NAS als Datenlieferant für Musik im gesamten Haus über das Multi-Room Music System von Sonos fungieren kann.
Wie bereits ausgeführt bietet Sonos eine Vielzahl an unterschiedlichen Clients, so genannte Sonos ZonePlayer an. Das Angebot beginnt mit dem Sonos ZonePlayer ZP90 (€ 349,-), der für den Anschluss an einem HiFi-System konzipiert ist. Dafür verfügt das Gerät über einen analogen Ausgang in Form eines Cinch-Buchsenpärchens sowie einen digitalen Ausgang, ausgeführt als koaxialer S/PDIF-Anschluss. Außerdem bietet er die Option, analoge Signale einzuspielen, etwa von einem TV-Gerät oder einem CD-Player, und diese Signale ebenfalls über das gesamte Sonos Multi-Room Music System im Haus verteilen zu können.
Die nächste Option stellt der Sonos ZonePlayer ZP120 (€ 499,-) dar, der prinzipiell dem eben angeführten Sonos ZonePlayer ZP90 gleicht, aber zusätzlich über einen integrierten Verstärker verfügt. Damit können Lautsprecher-Systeme direkt an diesen ZonePlayer angeschlossen werden und schon hat man ein komplettes Audio-System.
Der neueste Client im Sonos-System ist der Sonos S5 (€ 399,-), der völlig anders konzipiert ist, als die bisherigen Clients. Dieses System weist ebenfalls einen integrierten Verstärker auf, verfügt aber auch über integrierte Lautsprecher, stellt also schon für sich alleine ein gesamtes Musik-System dar. Durch seine besonders kompakte Form eignet sich dieses System vor allem fürs Arbeitszimmer, im Bad, in der Küche oder etwa auf der Terrasse.
Für die Steuerung des Sonos Multi-Room Music System stehen mehrere Optionen zur Verfügung, deren Funktionsumfang recht ähnlich ist. Denn gleichgültig, für welche Option man sich entscheidet, man hat immer den kompletten Leistungsumfang des Systems unter Kontrolle.
Die erste Variante stellt der Sonos Controller für Apple MacOS X sowie Microsoft Windows dar. Dieser ist zwar bei jedem Sonos ZonePlayer im Lieferumfang enthalten, kann aber jederzeit in der stets aktuellen Version von der Webseite des Unternehmens geladen werden. Auch wenn man das System von Sonos wirklich nahezu auf Knopfdruck in Betrieb nehmen kann, so empfiehlt es sich, die erste Einrichtung mit dieser Software vorzunehmen, da ein PC oder Mac nach wie vor die beste Lösung ist, um die ZonePlayer ins Netzwerk sowie ins SonosNet einzubinden und alle Einstellung vorzunehmen. Dazu gehört etwa die Angabe, wo das System Audio-Daten findet, es können Playlists etwa von Apple iTunes übernommen werden und Internet Radio-Stationen sowie Musik-Dienste aktiviert werden. Doch dazu später mehr.
Der Sonos Controller für Mac und PC zeigt nicht nur alle Sonos ZonePlayer übersichtlich an, für jedes Device kann man mit Hilfe dieser Software eigene Playlists erstellen oder mehrere ZonePlayer zusammen fassen. Die Darstellung der Software ist sehr übersichtlich und aufgebaut, sodass alle Funktionen nahezu selbsterklärend sind.
Die zweite Option stellt der Sonos Controller 200 dar, eine überaus kompakte Fernbedienung, die sich drahtlos ins SonosNet einklinkt und über ein großzügig dimensioniertes, farbiges VGA-Touchscreen-Display verfügt. Zudem stehen wesentliche Tasten wie etwa für die Kontrolle der Lautstärke als zusätzliche Bedienhilfe zur Verfügung. Auch mit diesem Controller hat man alle Funktionen des Systems stets im Griff und kann das gesamte System, aber auch einzelne ZonePlayer steuern. Allerdings ist dieser Controller mit € 349,- doch recht kostspielig, zumal Sonos inzwischen auch weitere Optionen völlig kostenlos anbietet.
Etwa den Sonos Controller für Apple iPhone, iPod touch und iPad. Vor allem am Apple iPad mit seinem großen Display hat man wirklich alle Funktionen des Systems stets voll im Griff und kann Musik einfach mit den Fingern aus der Library auf den entsprechenden ZonePlayer ziehen. Einfacher geht‘s wirklich nicht. In Kürze wird Sonos auch eine spezielle Variante des Sonos Controller für Android anbieten, der ebenfalls einen vollständigen Zugriff auf alle Funktionen des Systems erlaubt und genauso als kostenloser Download angeboten wird, wie der Sonos Controller für Apple iPad, iPhone und iPod touch.
Das Sonos-System zeichnet sich neben einer sehr komfortablen und intuitiven Bedienung sowie einer flexiblen Erweiterbarkeit vor allem auch durch die Unterstützung zahlreicher Dateiformate aus. So können natürlich nicht nur Audio-Daten im MP3- sowie im WMA-Format wiedergegeben werden, sondern ebenso im AAC-Format. So können etwa alle im Apple iTunes Store gekauften Musik-Titel abgespielt werden. Zudem unterstützt das System auch Apple Lossless Audio, WAV und FLAC.
Allerdings ist das System bislang auf die Wiedergabe von Daten mit 16 Bit und 44,1 kHz beschränkt. Hochauflösende Daten etwa im FLAC-Format mit 24 Bit und 96 kHz oder gar 192 kHz werden also nicht unterstützt.
Dafür kann mit dem Sonos-System nicht nur auf ein breites Angebot an Internet Radio-Stationen zugegriffen werden, die noch dazu sehr übersichtlich verwaltet werden und somit leicht zu finden sind, Sonos bietet auch ein breites Spektrum an Musik-Diensten an, wobei dieses Angebot natürlich von Land zu Land unterschiedlich ist, aber in jedem Fall laufend erweitert wird.
...muss man das System von Sonos als überaus flexibles, sehr vielseitiges Streaming-System für Musik bezeichnen, das sich vor allem durch seine einfache Installation, einfache Erweiterbarkeit und nicht zuletzt durch die überaus intuitive Bedienung auszeichnet. Auch wenn das System prinzipiell als geschlossenes System konzipiert ist, kann man es ganz den eigenen Anforderungen entsprechend konzipieren und jederzeit erweitern. Zudem stehen alle wesentlichen „Schnittstellen“ zur Außenwelt zur Verfügung, sodass es keine wirkliche Einschränkung darstellt, dass man hier allein auf Produkte aus dem Hause Sonos angewiesen ist. Ganz im Gegenteil, wahrscheinlich ist genau dies das Erfolgsrezept, um eine stets schlüssige, einfache Bedienung garantieren zu können.
Weitere Informationen erhalten Sie im Fachhandel sowie direkt beim österreichischen Vertrieb Novis Electronics GmbH.
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