Sonos PLAYBAR im Test - Die Soundbar für Musik-Fans?

Sonos PLAYBAR im Test - Die Soundbar für Musik-Fans?

Satten Sound für Fernseher, dies verspricht Sonos mit der neuen PLAYBAR. Aber dies können auch viele andere so genannte Soundbar-Lösungen, und bei der Sonos PLAYBAR handelt es sich genau um eine derartige Soundbar. Was die Sonos PLAYBAR aber so außergewöhnlich macht ist, dass man diese in das Sonos Wireless HiFi System integrieren kann und diese somit ein vollwertiger Streaming-Client wird.

Von Michael Holzinger (mh)
04.03.2013
sempre-audio.at Empfehlung der Redaktion
So genannte Soundbar-Lösungen erfreuen sich höchster Beliebtheit. Keineswegs erstaunlich, schließlich fordern moderne TV-Geräte geradezu zwingend eine zusätzliche Audio-Lösung, denn die auf besonders schlankes, elegantes Design ausgelegten Flachbild-Fernseher bieten schlicht keinen Platz mehr für hochwertige Lautsprecher-Systeme. Hier ist die Physik einfach irgendwann an ihre Grenzen angelangt. Selbst wenn so mancher TV-Hersteller nicht müde wird zu betonen, dass die eigenen TV-Geräte natürlich auch einen besonders guten Klang liefern, teils wird sogar mit Home Cinema-Sound geworben, in der Praxis können diese Versprechen nicht eingehalten werden. Demzufolge investieren viele Konsumenten bei modernen TV-Geräten inzwischen gleich in eine Audio-Lösung, und hier können besagte Soundbar-Systeme gleich mehrere Vorteile für sich verbuchen. So sind sie vielfach besonders einfach zu installieren, erfordern kaum Platz, und liefern dennoch einen sehr guten Klang. Zumindest dann, wenn man sich für eine Lösung eines renommierten Lautsprecher-Produzenten entscheidet, der sein Handwerk versteht und somit auch hier seine Expertise zu nutzen weiss.

Interessant ist, dass Soundbars längst zu den wichtigsten Produkten im Lautsprecher-Segment überhaupt zählen. So findet man in manchen Ländern Sounbars an den ersten Stellen der Verkaufsstatistiken. Ein überaus attraktiver Markt also, den sich nahezu kein Hersteller in diesem Bereich entgehen lassen will.

Dies sah man wohl auch bei Sonos Inc. nicht anders, und konzipierte ein wirklich außergewöhnliches Produkt, die Sonos PLAYBAR.

Das Sonos Wireless HiFi System

Sonos Inc. gilt als Pioneer im Bereich IT-basierter Streaming-Lösungen, und hat über die Jahre ein immens vielseitiges System aufgebaut, das inzwischen als so genanntes Sonos Wireless HiFi System bezeichnet wird. Dieses System besteht aus verschiedensten Streaming-Clients, die nahezu in jeder beliebigen Kombination genutzt werden können und so den Aufbau einer individuellen Lösung fürs gesamte Haus erlauben. Alles begann mit einem „normalen“ Streaming-Client, der als Erweiterung für HiFi-Anlagen konzipiert ist und nach wie vor in Form des Sonos CONNECT zur Verfügung steht. Der Sonos CONNECT:AMP baut auf diesem Streaming-Client auf, verfügt aber über einen integrierten Class D Verstärker, benötigt also lediglich ein Paar Lautsprecher, und schon hat man ein eigenständiges, besonders kompaktes Audio-System. Als eigenständiges All-in-One System ist der Sonos PLAY:5 konzipiert, der einen Streaming-Client samt integriertem Stereo Lautsprecher-System aufweist. Eine Spur kleiner ist der Sonos PLAY:3 ausgelegt, der sich ebenfalls als All-in-One präsentiert. Als Erweiterung für den Sonos PLAY:5 sowie Sonos PLAY:3 ist der Sonos SUB konzipiert, ein drahtloser Subwoofer.

All diese Clients, im Jargon von Sonos lange Zeit als ZonePlayer bezeichnet, übertragen Audio-Daten natürlich drahtlos, wobei ein eigenständiges drahtloses Netzwerk aufgebaut wird, das so genannte SonosNet, das als Peer-to-Peer Netzwerk funktioniert und somit sehr zuverlässig ist. Gesteuert wird all dies durch die so genannten Sonos Controller, die das Unternehmen für Microsoft Windows, Apple OS X sowie mobile Devices mit Apple iOS als auch Google Android anbietet.

Auf Grund des bislang beschriebenem war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich auch Sonos Inc. dem Thema Soundbar annimmt, denn ist es geradezu naheliegend, dass man ein derartiges Produkt perfekt in das bestehende System integrieren kann. Und genau das haben die Entwickler in Form der neuen Sonos PLAYBAR geschaffen.

Das Konzept der Sonos PLAYBAR ist ebenso einfach, wie genial. Man kombiniere eine hochwertige, besonders elegante und platzsparende Soundbar mit den Vorzügen eines Streaming-Clients des Sonos Wireless HiFi Systems.

Grundsätzliches...

Die Sonos PLAYBAR präsentiert sich als überaus elegante Lösung. Schon auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass sich hier die Entwickler und Designer viele Gedanken darüber machten, wie man ein Produkt entwickelt, das sich nahtlos in jedes Wohnumfeld integrieren lässt. So präsentiert sich die Sonos PLAYBAR mit einer Breite von 900 mm, einer Höhe von 85 mm und einer Tiefe von 140 mm. Man entschied sich für ein Gehäuse aus schwarzem, mattem Kunststoff, wobei ein Großteil davon mit einem ebenfalls schwarzem Stoffgewebe versehen ist, hinter dem sich die Lautsprecher befinden. Sowohl an den Seitenflächen als auch an der Front sowie Oberseite findet man eine Zierleiste in Silber, die einen sehr ansprechenden Akzent setzt. Die Sonos PLAYBAR bringt es auf ein Gewicht von immerhin 5,4 kg.

Das System ist so konzipiert, dass sie sehr flexibel aufgestellt werden kann. So kann die Sonos PLAYBAR stehend oder wahlweise flach auf einem Lowboard aufgestellt werden. Vor allem erstere Variante ist für all jene interessant, die eines der neuesten TV-Geräte ihr Eigen nennen, bei denen der Standfuss nicht wirklich hoch ausgeführt ist, und die Soundbar stehend davor platziert Teile des Bildes verdecken würde. Durch die flache Platzierung sollte das kein Problem darstellen. Zudem kann die Sonos PLAYBAR auch direkt an der Wand montiert werden, also entweder ober- oder unterhalb des Fernsehers. Die entsprechenden Bohrungen sind direkt in das Gehäuse der Soundbar integriert. Leider fehlt im Lieferumfang eine entsprechende Bohrschablone, die die Montage deutlich erleichtern würde. So manch anderer Hersteller druckt diese etwa direkt auf die Verpackung.

An Anschlüssen steht bei der Sonos PLAYBAR lediglich ein optischer Digitaleingang zur Verfügung, analoge Schnittstellen oder HDMI gibt es hier nicht. Dafür stehen zwei Ethernet Ports zur Verfügung, und selbstverständlich ist die Sonos PLAYBAR mit einem integrierten WiFi Modul nach IEEE 802.11n ausgestattet. Auch an Bedienelementen findet man lediglich drei Taster an der Seite, und zwar zur Steuerung der Lautstärke sowie eine Stummschalten-Taste sowie eine zugehörige Status-LED. Eine Infrarot-Fernbedienung ist im Lieferumfang nicht enthalten, selbst wenn auf der Front eine Infrarot-Diode zu finden ist. Doch dazu später mehr.

Satter Klang aus neun Lautsprechern...

Die Sonos PLAYBAR ist als so genanntes 3.0 Lautsprecher-System ausgelegt. Sie bildet damit also nicht nur den linken und rechten Kanal ab, sie verfügt zudem über einen separaten Center-Kanal, was sich etwa auf eine besonders gut ausgeprägte Sprachverständlichkeit auswirken soll.

Diese neun Lautsprecher setzen sich aus sechs Mittelton-Treibern sowie drei Hochtönern zusammen, und werden als so genannter Lautsprecher-Array betrieben, dessen Kontrolle DSP-basiert erfolgt. So stehen für den linken, rechten und Center-Kanal jeweils zwei Mittelton-Treiber und ein Hochtöner zur Verfügung. Allerdings gibt das Unternehmen keine Details über die Art und genaue technische Ausstattung dieser Lautsprecher preis. Man verrät lediglich, dass für jeden Lautsprecher ein separates Verstärker-Modul in Class D zur Verfügung steht. Welche Leistung diese entfalten, gibt Sonos Inc. nicht an. Vielmehr betont man ausdrücklich, dass die Sonos PLAYBAR dafür ausgelegt sei, nicht möglichst laut, sondern vielmehr möglichst klar, prägnant und detailreich aufzuspielen. Ob dies auch tatsächlich gelang, dies sollte dieser ausführliche Test zeigen...

Erstkontakt und Inbetriebnahme...

Wir haben es bereits erwähnt, die Sonos PLAYBAR präsentiert sich als überaus elegante Lösung, deren Gehäuse zudem einen durchwegs sehr hochwertigen Eindruck hinterlässt. Diese Soundbar passt wohl perfekt zu jedem Fernseher und fügt sich nahtlos in jedes Wohnumfeld ein.

Ebenfalls erwähnt haben wir, dass die Soundbar sowohl waagrecht als auch senkrecht platziert bzw. im letztgenannten Fall auch an der Wand montiert werden kann. Über entsprechende Sensoren „erkennt“ die Sonos PLAYBAR automatisch, wie sie platziert wurde und passt über die integrierten DSP-basierten Algorithmen alle wesentlichen Parameter wie etwa den integrierten Equalizer an diese Verhältnisse automatisch an.

Ganz klar muss man darauf hinweisen, dass für die Sonos PLAYBAR ein PC, Mac, Smartphone oder Tablet erforderlich ist. Es ist eben keine normale Soundbar, sondern im Herzen ein Streaming-Client, der auch eine Soundbar ist. Damit ist klar, dass auch die Installation allein über den so genannten Sonos Controller erfolgt, den das Unternehmen für Microsoft Windows, Apple OS X, Google Android und Apple iOS anbietet. Während man die Versionen für PCs und Macs direkt auf der Support-Webseite des Unternehmens in der jeweils aktuellsten Version findet, stehen die Ausführungen für Smartphones und Tablets im Apple iTunes App Store bzw. Google PLAY Store kostenlos zur Verfügung.

Der Anwender wird durch den Sonos Controller tatsächlich Schritt für Schritt durch den Installationsprozess geleitet. Eine Anleitung wird also überhaupt nicht benötigt. Wir haben die Installation im Test mit einem Apple iPhone durchgeführt, denn ein Smartphone oder Tablet ist natürlich am komfortabelsten, wenn man das Gerät ins AV-Rack einbindet.

Zunächst platziert man die Sonos PLAYBAR unterm Fernseher oder montiert diese an der Wand und stöpselt das Stromkabel an. Ebenso gilt es, eine Netzwerk-Verbindung herzustellen, wobei dies auf mehrere Arten erfolgen kann. Wichtig ist, es muss jeweils ein Sonos-Client mit dem normalen Netzwerk verbunden werden, wenngleich alle Sonos-Komponenten selbst kein Teil des normalen Netzwerks sind, sondern vielmehr ein eigenes drahtloses Netzwerk in Form eines Peer-to-Peer-Netzwerks aufbauen, das so genannte SonosNet. Verfügt man also bereits über weitere Sonos-Produkte, so muss man lediglich die Sonos PLAYBAR ins bestehende SonosNet einbinden. Ist die Sonos PLAYBAR hingegen das erste derartige Gerät, so muss man diese direkt mit dem lokalen Netzwerk verbinden. Dies kann nur über die Ethernet-Schnittstelle, also über ein Netzwerk-Kabel erfolgen. Nicht gerade praktisch, gut also, dass es auch hier eine Alternative gibt, und zwar in Form der so genannten Sonos Bridge. Diese Sonos Bridge ist kein eigener Streaming-Client, sondern nicht mehr als ein Bindeglied zwischen dem lokalen Netzwerk und dem SonosNet. Diese Sonos Bridge platziert man also etwa direkt beim Router bzw. Wireless LAN Access Point, verbindet diese mittels Kabel, und schon hat man ein SonosNet etabliert, in das sich andere Sonos-Clients, also auch die Sonos PLAYBAR einbinden lassen. Man sollte also die Sonos Bridge durchaus mit auf die Liste setzen, sofern man die Sonos PLAYBAR als einziges Device aus dem Hause Sonos einsetzt und kein Netzwerk-Kabel zum Fernseher verlegen will.

Die Einbindung ins SonosNet bzw. die Verbindung zwischen Sonos Controller und Sonos PLAYBAR erfolgt binnen weniger Augenblicke. Dazu gilt es, direkt am Gerät den Stumm-Schalter sowie den Lautstärke Plus-Taster gleichzeitig zu drücken, und beim Sonos Controller die Option „Sonos-Komponente hinzufügen“ auszuwählen. Danach beginnt die eigentliche Installation des Systems als Soundbar. So wird man aufgefordert, die Verbindung zum Fernseher über das im Lieferumfang enthalten optische Kabel herzustellen, wobei unmittelbar geprüft wird, ob dabei auch tatsächlich die Tonausgabe so klappt, wie es sein soll. Im Zweifelsfall muss man im Menü des Fernsehers die Tonausgabe auf externe Lautsprecher wechseln. Danach wird die Fernbedienung des TV-Geräts analysiert, sodass die Steuerung der Lautstärke direkt mit der bestehenden Fernbedienung in gewohnter Art und Weise erfolgen kann. Eine separate Fernbedienung ist also nicht erforderlich. Und nutzt man die Sonos PLAYBAR allein als Soundbar, so benötigt man also auch kein Smartphone oder Tablet, um die Laustärke zu steuern.

Bindet man die Sonos PLAYBAR drahtlos ins SonosNet ein, so kann man die Ethernet-Schnittstelle der Soundbar dazu nutzen, um weitere Geräte, die über kein WiFi verfügen, ins Netzwerk einzubinden. So lässt sich etwa ein Smart TV ohne WiFi mit einem Ethernet-Kabel mit der Sonos PLAYBAR verbinden, und schon kann auch der Fernseher auf Inhalte im Netzwerk als auch online zugreifen.

Wie gesagt, die komplette Installation und Konfiguration erfolgt Schritt für Schritt anhand des Installations-Assistenten des Sonos Controller, und sollte wirklich niemanden vor Probleme stellen. Einfacher kann man einen Installationsprozess nicht gestalten.

Dies gilt auch dann, wenn man weitere Komponenten hinzufügt. So drängt sich etwa der Sonos SUB geradezu auf, um mit der Sonos PLAYBAR kombiniert zu werden. So wird aus dem 3.0 System eine 3.1 Lösung, wenngleich die Sonos PLAYBAR keinesfalls Defizite im untersten Frequenzbereich aufweist. Vielmehr dient diese optionale Erweiterung dazu, kräftig Druck im untersten Frequenzbereich aufzubauen und die Wiedergabe insgesamt noch voluminöser zu gestalten, doch dazu gleich mehr.

Eine zusätzliche Erweiterungsoption steht mit der All-in-One Lösungen aus dem Hause Sonos zur Verfügung, dem Sonos PLAY:3. Verbindet man jeweils zwei dieser beiden Clients mit der Sonos PLAYBAR, so lässt sich ein echtes 5.1 Mehrkanal-System realisieren, und zwar komplett drahtlos. Um dies zu betonen: weder der Subwoofer Sonos SUB, noch die beiden „Surround-Lautsprecher“ Sonos PLAY:3 bedürfen herkömmlicher Lautsprecher-Kabel. Auch diese empfangen ihre Signale über das drahtlose SonosNet.

Aus der Praxis...

Betrachten wir zunächst die Sonos PLAYBAR als ganz normale Soundbar. Sie verarbeitet sowohl Stereo- als auch Surround-Sound, und zwar in Form von Dolby Digital, wenngleich man diesen nur dann im vollen Umfang genießen kann, wenn man tatsächlich ein vollwertiges 5.1 Mehrkanal-System, wie beschrieben, realisiert. Das haben wir natürlich für diesen Test getan, uns allerdings zunächst die Sonos PLAYBAR für sich allein angesehen, wohl eher angehört...

Die Sonos PLAYBAR überrascht bereits ohne Subwoofer mit einem sehr runden Klangbild, das eigentlich nichts vermissen lässt. Klar abgebildete Höhen, volle Mitten und ein solides Fundament im Bassbereich werten tatsächlich jeden Fernseher immens auf. Damit passt das der Ton wieder perfekt zum gestochen scharfen Bild moderner Fernseher. Die Bedienung als reine Soundbar erfolgt in gewohnter Art und Weise mit der Fernbedienung des Fernsehers, dies sei einmal mehr betont. Doch zurück zur Klangqualität der PLAYBAR von Sonos. Ihre Stärken kann sie vor allem dann ausspielen, wenn es um die Musik-Wiedergabe geht, man das System also tatsächlich als Streaming-Client nutzt.

Sonos setzt nicht auf UPnP, wie so viele andere derartige Systeme, sondern allein auf Samba, was aber von nahezu jeder Netzwerk-Speicherlösung, einer so genannten NAS, unterstützt wird. Wo das System nach Audio-Daten sucht, legt man natürlich ebenfalls mit Hilfe des Sonos Controller fest. Sonos begnügt sich mit der Wiedergabe von Audio-Daten mit 16 Bit und bis zu 48 kHz, unterstützt allerdings alle wesentlichen Datenformate. So kann man neben MP3, AAC, WMA, WAV, AIFF auch Apple Lossless (ALAC) und FLAC-Dateien wiedergeben. Natürlich kann auch ein PC oder Mac als Datenquelle dienen, wobei auch die direkte Anbindung an Apple iTunes möglich ist, sodass etwa Playlists übernommen werden.

Kein Apple AirPlay, aber...

Nein, Sonos unterstützt kein Apple AirPlay, auch wenn es vielfach zumindest angedeutet wird. Bislang meinte man damit, dass man einen Apple AirPort Express anbinden könne, und so in den Genuss von Apple AirPlay käme, was bei der Sonos PLAYBAR aber so nicht möglich ist, da der optische Eingang ja bereits vom TV-Gerät „blockiert“ ist und kein weiterer Eingang zur Verfügung steht.

Mit der neuesten Version des Sonos Controller für Apple iOS ist es aber möglich, Audio-Daten, die sich im Speicher eines Apple iPhone, iPod touch oder iPad befinden, direkt drahtlos auf das Sonos-System zu übertragen, und somit auch über die Sonos PLAYBAR wiederzugeben. Allerdings können derzeit nur AAC-Dateien ohne Kopierschutz, nicht aber Apple Lossless-Dateien auf diese Art und Weise wiedergegeben werden.

Die ganze Welt...

Besonders spannend bei Sonos ist, dass dieses System nahezu alle verfügbaren Streaming-Dienste offeriert, wobei die Auswahl ständig erweitert wird. Spotify, last.fm, Deezer, AUPEO!, es gibt wohl kein Angebot, das mit Sonos nicht genutzt werden kann. Dies gilt natürlich auch für Internet Radio-Angebote, auf die man ebenfalls sehr einfach mit Hilfe des Sonos Controller zugreifen kann.

Braucht man also den Sonos SUB wirklich?

Wir haben es ja bereits erwähnt, die Sonos PLAYBAR spielt bereits für sich allein sehr überzeugend auf, und lässt somit keine Wünsche offen. Warum also dann noch zusätzlich einen Subwoofer einbinden? Nun, etwa um das Bassfundament noch etwas solider abbilden zu können, vor allem dann, wenn die Sonos PLAYBAR in einem größeren Raum zum Einsatz kommt. Dann nämlich kann der Sonos SUB so richtig auftrumpfen, vor allem dann, wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, um diesen tatsächlich perfekt auf die Sonos PLAYBAR abzustimmen, was problemlos mit Hilfe des Sonos Controller, einmal mehr anhand eines eigenen Setup-Assistenten möglich ist.

Dies gilt übrigens auch für die Einbindung eines Sonos PLAY:3 als Surround-Speaker. Nach nur wenigen Minuten steht so ein vollwertiges Surround-System zur Verfügung, das tatsächlich drahtlos die Wiedergabe von Filmen in Dolby Digital erlaubt, das so manches All-in-One Surround-System mühelos in den Schatten stellt. So mancher mag befürchten, dass es auf Grund der Funkübertragung zu Verzögerungen kommen könne, und der „richtige“ Surround-Effekt dadurch beeinträchtigt werde, dies ist aber keineswegs der Fall.


Unser Fazit...

Abschließend sei gesagt, dass die Sonos PLAYBAR ein immens spannendes Produkt darstellt. Bereits als reine Soundbar kann sie überzeugen, und zwar sowohl auf Grund ihres eleganten Designs und platzsparenden Form, aber vor allem durch ihre tadellose Darbietung. Sie stellt damit eine Aufwertung für wirklich jeden modernen Fernseher dar und liefert klar verständliche Dialoge, sorgt für die richtige Atmosphäre bei Filmen und kann‘s durchaus auch mal „krachen lassen“, wenn es um Action-reiche Sequenzen geht.

In kleineren Räumen ist man durchaus mit der Sonos PLAYBAR allein somit bestens bedient, in größeren Räumen sollte man sich aber mitunter den optional erhältlichen Sonos SUB als passende Erweiterung gönnen, um das Bassfundament noch solider aufbauen zu können und die Wiedergabe nach unten hin perfekt abzurunden. Ob‘s allerdings wirklich ein volles 5.1 Mehrkanal-System mit zwei zusätzlichen Sonos PLAY:3 sein muss, sei dahingestellt. Ich persönlich würde mit zwei dieser Lösungen eher zwei weitere Räume ins Sonos Wireless HiFi-System einbinden, aber das ist natürlich eine rein subjektive Einschätzung. Fest steht, es gibt wohl keine einfachere Lösung, um 5.1 Surround-Sound gänzlich ohne Kabel in dieser Qualität zu realisieren, wenngleich mit Sonos PLAYBAR, Sonos SUB sowie zwei Sonos PLAY:3 durchaus ein kleines Sümmchen zusammen kommt. Ein Zubehör, dass meiner Ansicht nach absolut unerlässlich ist, ist die Sonos Bridge, denn damit erfordert es keiner Kabel im Wohnzimmer, da die Anbindung des Sonos-Systems damit direkt beim Router bzw. Wireless LAN Access Point des Providers erfolgt, dies nur als Detail am Rande.

Allein als Soundbar überzeugt die Sonos PLAYBAR also bereits, spielt ihre besonderen Stärken aber erst dann aus, wenn man sie als Teil des Multiroom-Streaming Systems im Verbund anderer Sonos-Komponenten nutzt. So steht mit der Sonos PLAYBAR ein neuer Client für das Sonos Wireless HiFi-System zur Verfügung, der perfekt ins Wohnzimmer passt, aber ebenso perfekt als Erweiterung im Schlafzimmer oder Kinderzimmer dienen kann. Hier spielt die Sonos PLAYBAR all die Vorzüge aus, die auch alle anderen Lösungen aus dem Hause Sonos bieten, wie etwa die breite Unterstützung verschiedenster Formate, der einfache Zugriff auf verschiedenste Quellen, die direkte Integration nahezu jedwedem Streaming-Dienstes und der Zugriff auf abertausende Internet Radio-Stationen, und das alles direkt und intuitiv über eine ausgereifte Controller-Lösung steuerbar.

Die Sonos PLAYBAR erhält somit eine klare Kaufempfehlung, denn sie ist vielmehr als nur eine weitere Soundbar. Vielmehr ist sie eine exzellente Soundbar, die zudem ein immens flexibler Streaming-Client ist und vielseitig erweitert werden kann. Die einfache Installation, die direkte Bedienung mit der Fernbedienung des Fernsehers sowie die intuitive Steuerung über Smartphones und Tablets sowie die Einbindung in ein ausgereiftes, und über Jahre hinweg vom Hersteller bestens gepflegtes Multiroom-System sprechen für diese Lösung.

Sonos PLAYBAR

Sonos PLAYBAR
Hersteller Sonos Inc.
Vertrieb Novis Electronics GmbH
Wertung 9 (Herausragend)
Preis€ 699,-
Wertung Schon als Soundbar kann die Sonos PLAYBAR überzeugen, und zwar ohne optional erhältlichen Sonos SUB, wenngleich dieser natürlich ein perfekter Spielpartner ist und vor allem in größeren Räumen gute Dienste leistet. Wer mag, der kann dieses 3.0 System zu einem 5.1 Mehrkanal-System aufrüsten, und zwar komplett drahtlos, also ohne lästige Kabel. Zudem erhält man so nebenbei ein immens flexibles Streaming-System, das sehr einfach zu installieren, überaus flexibel zu nutzen, und jederzeit um weitere Clients bis hin zu einem Wireless HiFi System im gesamten Haus ausgebaut werden kann.
Plus Elegantes Design, hochwertige Verarbeitung, kann waagrecht als auch senkrecht platziert werden, Wandmontage möglich, ausgewogener Klang mit hoher Sprachverständlichkeit, bestens für die Musikwiedergabe geeignet, einfache Steuerung über Fernbedienung des Fernsehers, mit Subwoofer und weiteren Clients zum drahtlosen 5.1 Mehrkanal-System erweiterbar, integrierter Streaming-Client, Steuerung über Apps, Installation über Assistenten, flexibel erweiterbar für Multiroom-Streaming
Minus Audio-Daten können nur mit einer Auflösung bis zu 16 Bit und 48 kHz wiedergegeben werden, kein zusätzlicher Eingang wie bei anderen Streaming-Lösungen von Sonos



Keywords: Sonos Inc., Novis Electronics GmbH, Multi-Room, Streaming, Netzwerk, Internet, Internet Radio, On-demand, Apple, iOS, Google, Android, Apple OS X, Microsoft, Windows, Subwoofer, All-in-One, Soundbar
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