Sonos SUB im Test - Mit viel Tiefgang...

Sonos SUB im Test - Mit viel Tiefgang...

Mit dem Sonos PLAY:3 sowie Sonos PLAY:5 stehen kompakte All-in-One Lösungen als Teil des Sonos WiFi HiFi-Systems zur Verfügung, die zwar tadellos aufspielen, aber in größeren Räumen durchaus ein solideres Bassfundament vertragen. Genau dafür ist der Sonos SUB konzipiert, der ebenso mit der neuen Soundbar-Lösung Sonos PLAYBAR kombiniert werden kann und damit ein komplett drahtlos arbeitendes 3.1 oder gar 5.1 System bildet.

Von Michael Holzinger (mh)
03.03.2013
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Sonos Inc. gelang es in den letzten Jahren, ein immens vielseitiges, vor allem durch seine besonders einfache und geradezu intuitive Bedienung beliebtes Multiroom-Streaming System zu entwickeln, dessen Komponenten nicht nur durch regelmässige Updates stets auf den neuesten Stand gebracht und mit neuen Funktionen ausgestattet, sondern mit immer neuen Lösungen erweitert werden.

So steht etwa mit dem so genannten Sonos PLAY:5 ein All-in-One System zur Verfügung, das einen Streaming-Client samt integriertem Verstärker und Stereo Lautsprecher-System umfasst, und somit überaus flexibel im gesamten Haushalt Musik aus verschiedensten Quellen liefern kann. Als kleiner „Bruder“ des Sonos PLAY:5 präsentiert sich das Sonos PLAY:3, das nochmals kompakter ausgefallen ist, aber sonst die gleichen Ausstattungsmerkmale aufweist.

Diese beiden All-in-One Systeme können durchaus mit einer sehr ansprechenden Wiedergabequalität aufwarten, die dafür sorgt, dass sie in dieser Klasse mit zu den besten Lösungen zählen, abgesehen davon, dass ohnedies die besonders einfache Handhabung für sie spricht. Aber natürlich sind die Möglichkeiten dieser Systeme schon allein auf Grund ihrer sehr kompakten Abmessungen im tiefen Frequenzbereich limitiert, vor allem dann, wenn es gilt, einen größeren Raum zu beschallen.

Als perfekte Erweiterung sowohl für das Sonos PLAY:3 als auch das Sonos PLAY:5 konzipierte das US-amerikanische Unternehmen Sonos Inc. den Sonos SUB, einen aktiven Subwoofer, der - wie könnte es anders sein - direkt in das drahtlose Netzwerk des Sonos Wireless HiFi System integriert werden kann und somit ebenfalls drahtlos funktioniert. Besondere Bedeutung kommt dem Sonos SUB jetzt zuteil, da Sonos mit der Sonos PLAYBAR eine exzellente Soundbar als weitere Komponente des Sonos Wireless HiFi Systems vorstellt, die im Sonos SUB ebenfalls einen perfekten Spielpartner findet. Und auch für den Streaming-Client mit integriertem Class D Verstärker, dem Sonos CONNECT:AMP, eignet sich der Sonos SUB natürlich, zumal an diesem wohl zumeist kompakte Lautsprecher-Systeme zum Einsatz kommen.

Bekanntermaßen setzt Sonos bei allen Streaming-Clients auf ein eigenes Netzwerk, das so genannte SonosNet, das als Peer-to-Peer Netzwerk funktioniert und somit eine sehr zuverlässige Datenübertragung, eine hohe Reichweite und hohe Datendurchsatzraten erlaubt. Die Verbindung zum herkömmlichen Netzwerk und somit zum Web, aber auch zu Smartphones und Tablets zur Steuerung, erfolgt bei einem Client aus dem Netz oder der optional erhältlichen Sonos Bridge.

In dieses SonosNet klingt sich natürlich auch der Sonos SUB ein, der aber ebenso eine Ethernet-Schnittstelle aufweist und somit auch als zentrale Verbindung zum lokalen Netzwerk fungieren kann. Weitere Anschlüsse hingegen sucht man hier vergeblich.

Auffallend ist zunächst das außergewöhnliche Design des Sonos SUB, das so gar nicht jenem Erscheinungsbild entspricht, das man herkömmlicherweise von einem Subwoofer erwartet. So präsentiert sich diese Lösung als recht massives Gerät mit immerhin 16 kg, wenngleich sich die Designer für ein besonderes Konzept entschieden, das dem SUB ein durchaus schlankes Aussehen verleiht. Das in Hochglanz Schwarz gehaltene Gehäuse misst 402 mm in der Höhe und weist eine Breite von 380 mm auf. In der Tiefe allerdings erweist sich der Sonos SUB mit lediglich 158 mm als sehr schlank, und weist zudem eine Öffnung in der Mitte auf, die von einer silbernen Zierleiste umrandet wird. Der Sonos SUB kann sowohl stehend als auch liegend betrieben werden, wobei an der Unterseite integrierte Gummifüsse zu finden sind, und bei der liegenden Aufstellung passende Filzunterlagen im Lieferumfang enthalten sind. Der Stromanschluss und besagter Ethernet-Port sind an der Unterseite des Geräts zu finden.

Einziges Bedienelement am Sonos SUB ist ein einziger Taster, der lediglich zur Integration des Subwoofers in das SonosNet dient. Alle Einstellungen, aber auch die Lautstärke werden mit Hilfe des so genannten Sonos Controller vorgenommen, einer Software, die Sonos sowohl für Microsoft Windows, Apple OS X, aber auch für Smartphones und Tablets mit Apple iOS und Google Android anbietet.

Diese Software bzw. Apps sind auch dafür zuständig, um den Sonos SUB erstmals in Betrieb zu nehmen. Dies erfolgt über die Einstellungen, genauer gesagt über die Option „Sonos-Komponente hinzufügen“. Aktiviert man diese Option und drückt die eine einzige Taste am Sonos SUB, so ist dieser binnen weniger Augenblicke im SonosNet eingebunden, und kann einem Lautsprecher-System zugeordnet werden. Wie bereits erwähnt kann es sich dabei um einen Sonos PLAY:3, einen Sonos PLAY:5 oder die neue Sonos PLAYBAR und den Sonos CONNECT:AMP handeln. Ist auch das erledigt, so lässt sich der Pegel abgleichen, sodass ein ausgewogenes Klangbild erzielt wird.

Sonos setzt beim Sonos SUB auf zwei gegenüberliegende, so genannte Force-Cancelling-Lautsprecher, die sich in besagter Ausnehmung befinden. Dadurch ist gewährleistet, dass der Sonos SUB sehr kraftvoll zu Werke gehen kann, ohne das dabei störende Resonanzen des Gehäuses entstehen. Es ist durchaus beeindruckend, selbst wenn es so richtig zur Sache geht, zeigen sich am Gehäuse des Sonos SUB keinerlei Vibrationen. Zudem wird durch diese Treiber-Anordnung eine sehr gleichmässige Schallverteilung im Raum erzielt. Angetrieben werden diese von zwei Verstärker-Modulen in Class D, wobei der Hersteller keinerlei Details darüber preisgibt, welche Leistung diese entfalten. Man verrät lediglich, dass der Sonos SUB bis zu 25 Hz hinabreicht.


Und damit wären wir bereits beim Fazit dieses Tests angelangt. Und um gleich vorweg die Frage nach der Leistung des Systems zu beantworten, bleibt nur zu sagen: es reicht! Der Sonos SUB präsentiert sich erstaunlich pegelfest und kann eine durchaus beachtliche Leistung entfalten. Umso wichtiger ist es, sich bei der korrekten Einstellung entsprechend Zeit zu gönnen, und mit Sorgfalt die Anpassung des Pegels an das eigentliche Lautsprecher-System anzupassen. Dies erfolgt anhand des Sonos Controller auf einfachste Art und Weise, gleichgültig, ob man dies nun mit Hilfe eines Smartphones, Tablets oder PC bzw. Mac vornimmt.

Besonders viel Spass macht der Sonos SUB natürlich mit der Sonos PLAYBAR, selbst wenn man diese nur als 3.1 System nutzt. Hier kann der Subwoofer von Sonos so richtig auftrumpfen, denn gerade bei Action-reichen Filmen darf es durchaus anständig im Bassfundament zur Sache gehen. Aber auch für die reine Musik-Wiedergabe gewinnt die Sonos PLAYBAR immens, wenn sie vom Sonos SUB nach unten hin dezent abgerundet wird, vor allem in größeren Räumen. Gleiches gilt für das All-in-One Sonos PLAY:3 sowie das Sonos PLAY:5, bei denen zudem jeweils zwei Geräte zu einem komplett drahtlos arbeitendem Stereo-System kombiniert werden können. Wer einen Sonos CONNECT:AMP sein Eigen nennt, und an diesem etwa ein Paar typischer Regal-Lautsprecher betreibt, der sollte ebenfalls den Sonos SUB in Erwägung ziehen, um seinem HiFi-System etwas mehr Autorität im untersten Frequenzbereich angedeihen zu lassen.

Durch die drahtlose Anbindung benötigt man für den Sonos SUB allein einen Stromanschluss in unmittelbarer Nähe, ansonst kann man diesen völlig frei im Raum platzieren, wo immer Platz dafür ist. Und viel Platz benötigt er auf Grund seiner kompakten Abmessungen nicht. Da es den Entwicklern von Sonos zudem gelang, ein wirklich schickes Design zu kreieren, muss man ihn auch keineswegs verstecken.

Abschließend können wir dem Sonos SUB somit eine Kaufempfehlung ohne Einschränkungen aussprechen. Er erwies sich im Test als überaus pegelfester, sehr ansprechend aufspielender, eleganter Subwoofer, der somit eine perfekte Erweiterung für die Sonos PLAYBAR, den Sonos PLAY:3, Sonos PLAY:5 als auch Sonos CONNECT:AMP darstellt.

Sonos SUB

Sonos SUB
Hersteller Sonos Inc.
Vertrieb Novis Electronics GmbH
Wertung 7,0 (Sehr Gut)
Preis€ 699,-
Wertung Schon bislang stellte der Sonos SUB eine interessante Erweiterung für Sonos PLAY:3, Sonos PLAY:5 und Sonos CONNECT:AMP dar. Mit der neuen Sonos PLAYBAR aber hat er seine wahre Bestimmung gefunden. Hier finden zwei perfekt aufeinander abgestimmte Spielpartner zusammen, die in Summe ein hervorragendes, überaus flexibles 3.1 System ergeben.
Plus Einfache Integration ins SonosNet, mit Sonos PLAY:3, Sonos PLAY:5, Sonos CONNECT:AMP und Sonos PLAYBAR kombinierbar, sehr pegelfest mit beeindruckendem Klangbild, flexibel platzierbar, elegantes Design
Minus Kein Nachteil ersichtlich



Keywords: Sonos Inc., Novis Electronics GmbH, Multi-Room, Streaming, Netzwerk, Internet, Internet Radio, On-demand, Apple, iOS, Google, Android, Apple OS X, Microsoft, Windows, Subwoofer, All-in-One, Soundbar
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