IFA 2010: Die Möglichkeit, für jede Aufnahmesituation das richtige Objektiv verwenden zu können, die sollen nun dank der neuen Sony Handycam NEX-VG10E auch Hobbyfilmer haben. Gepaart mit manuellen Einstellmöglichkeiten sollen so der Kreativität keine Grenzen gesetzt sein und gleichzeitig stets das bestmögliche Ergebnis erzielt werden können.
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Von Michael Holzinger (mh) 15.07.2010 |
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Natürlich gab es schon bisher auch bei Camcordern entsprechende Modelle, die den Einsatz von Wechselobjektiven erlaubten. Allerdings waren diese ganz klar im semi- und professionellen Segment angesiedelt und dementsprechend kostspielig. Fairerweise muss man gleich zu Beginn anführen, dass auch die neue Sony NEX-VG10E nicht gerade als Schnäppchen durchgeht, aber zumindest in einem Preisbereich angesiedelt ist, der sie für ambitionierte Hobbyfilmer durchaus interessant erscheinen lässt.
Zumal die Kamera mit überaus beeindruckenden Leistungsdaten aufwarten kann. So liefert die Sony NEX-VG10E laut Hersteller nicht nur perfekte Videos, sondern soll gleichzeitig auch bei Fotos erstklassige Ergebnisse erlauben. Nicht weiter erstaunlich, schließlich kommt hier ein APS-C HD CMOS Exmor-Sensor mit einer Auflösung von 14,2 MPixel, und somit der gleiche Sensor zum Einsatz, der sich auch in den aktuellen Systemkameras NEX-3 und NEX-5 von Sony findet. Damit will Sony einen neuen Meilenstein für Video-Enthusiasten erreicht haben, denn dieser APC-C-Sensor soll 19,5 Mal größer sein, als die Sensoren in herkömmlichen Camcordern. Dies wirkt sich natürlich überaus positiv auf die damit erzielbaren Ergebnisse aus. Im Zusammenspiel mit den richtigen Objektiven sollen besonders brillante Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe und Unschärfe-Effekte möglich sein, die mit herkömmlichen Camcordern schlicht unmöglich sind.
Die Sony NEX-VG10E nimmt Videos natürlich in Full HD Auflösung von 1.920 x 1.080i im AVCHD-Format auf. Sollte die Speicherkapazität knapp werden, lässt sich die Datenrate von 24 Mbps im so genannten FX-Modus auf 16 Mbps im FH-Modus, oder gar auf 9 Mbps im HQ-Modus reduzieren, wenngleich im letzten Fall auch die Auflösung auf 1.440 x 1.080 sinkt.
Für den guten Ton sorgt ein nach Herstellerangaben integriertes Raumklang-Mikrofon mit vier Kapseln, dessen Signale zu einem Dolby Digital Stereo-Signal gemischt werden. Bereits dieses integrierte Mikrofon soll störende Umgebungsgeräusche reduzieren und so den Fokus auf das eigentliche Geschehen setzen. Optional bietet Sony zudem Zusatz-Mikrofone an, die sich über den vorhandenen Eingang anschließen lassen.
Fotos knipst die Kamera entweder mit einer Auflösung von 12 MPixel im Format 16:9 oder aber mit 14 MPixel im 3:2 Format. Leider speichert die Kamera direkt im JPEG-Format ab. Die Unterstützung des RAW-Formats bietet sie laut Presseunterlagen nicht.
Daten werden entweder auf Sony Memory Stick PRO Duo bzw. PRO-HG Duo HX oder SD, SDHCD sowie SDXC abgespeichert.
Um stets die Übersicht zu bewahren bietet die Sony NEX-VG10E ein Xtra Fine LC-Display mit einer Bilddiagonale von 3 Zoll und somit rund 7,6 Zentimetern. Mit einer Auflösung von 921.600 Bildpunkten und der TruBlack-Technologie soll es besonders kontrast- und detailreiche Bilder anzeigen. Für Situationen mit besonders grellem Tageslicht steht zudem ein elektronischer Sucher zur Verfügung, dessen Display eine Auflösung von 1.152.000 Pixel bieten soll und flexibel in einen anderen Winkel gekippt werden kann.
Die Bedienung soll besonders komfortabel gelöst sein, da die wichtigsten Paramter über eigene Tasten bzw. ein Einstellrad zugänglich sind. So soll sich die Sony NEX-VG10E laut Hersteller im Prinzip bedienen lassen, wie eine Spiegelreflex-Kamera: Blende, Verschlusszeit, Signalverstärker und Weißabgleich kann der Filmer stets manuell justieren.
Die Sony NEX-VG10E verfügt über ein so genanntes E-Mount Bajonett, das auch bei den aktuellen Modellen Sony NEX-3 und NEX-5 zum Einsatz kommt. Somit lassen sich nicht nur alle aktuellen und künftigen E-Mount Objektive der Sony NEX-Serie einsetzen, über den optionalen Adapter Sony LA-EA1 können auch alle Alpha-Optiken sowie Konica Minolta Objektive mit der Handycam von Sony verwendet werden. Damit steht dem Hobbyfilmer tatsächlich erstmals ein immenser „Fuhrpark“ an verschiedensten Objektiven mit unterschiedlichen Brennweiten, Lichtstärken und Blenden für die unterschiedlichsten Aufgaben zur Verfügung. Das Angebot reicht von der Makro- bis zu Super-Tele-Linse über hochwertige Portrait-Objektive mit Festbrennweite bis hin zu besonders lichtstarken Optiken, und das zudem in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsklassen.
Darüber hinaus findet man natürlich auch einen entsprechenden Akku, einen Netzladeadapter, das Netzteil, einen Windschutz, eine Schutzkappe sowie ein USB-Datenkabel im Lieferumfang der Kamera. Zudem liefert Sony die Software Picture Motion Browser für die Verwaltung von Fotos und Videos mit der Kamera aus. Als Einführungsangebot ist zudem ein Gutscheincode für den kostenlosen Download der Videobearbeitungs-Software Vegas Movie Studio HD Platinum 10 von Sony enthalten. Damit lassen sich Videos nicht nur bearbeiten, das Ergebnis kann zudem direkt auf YouTube veröffentlicht oder auf Blu-ray Disc oder DVD abgespeichert werden.
Die neue Sony Handycam NEX-VG10E soll zusammen mit dem Objektiv SEL18200 ab Ende September 2010 im Fachhandel erhältlich sein. Der Hersteller gibt hier einen empfohlenen Verkaufspreis von € 1.990,- an.
Als optionales Zubehör steht neben einer passenden Tasche zudem auch das bereits erwähnte Zoom-Mikrofon ECM-CG50 zum Preis von € 250,- zur Verfügung. Der optionale Ersatz-Akku NP-FV100 zum Preis von € 180,- soll voll geladen bis zu 330 Minuten Filmaufnahmen in HD ermöglichen.
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