IFA 2011: Bereits zur CES 2011 Anfang des Jahres gab es einen Vorgeschmack darauf, was sich Sony unter einem multimedialen, intuitiv zu benutzenden Tablet vorstellt. Nun präsentierte das japanische Unternehmen die finalen Versionen des Tablet S sowie Tablet P erstmals auf der Funkausstellung in Berlin und betritt damit in wenigen Wochen den Ring zum Kampf gegen Apple.
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Von Michael Holzinger (mh) 31.08.2011 |
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Nach Ansicht von Sony bilden die neuen Tablets Innovationen einer vernetzten Welt in ihrer schönsten Form dar. Das Unternehmen spricht von einem unverwechselbaren Design und einer Funktionalität, die die beiden neuen Produkte zu idealen Begleitern für Freunde des mobilen Entertainments machen. Gleichzeitig sind die Tablets auch für die Interaktion mit Lösungen der Unterhaltungselektronik zuhause gerüstet und die ersten Tablets, die PlayStation-zertifiziert und somit bestens für Spiele gerüstet sind.
Erstmals präsentierte Sony die neuen Tablets übrigen zur CES 2011 in Las Vegas zu Beginn dieses Jahres. Allerdings trugen die beiden Tablets da noch den Namen Sony Tablet S1 sowie Sony Tablet S2.
Sowohl beim Sony Tablet S als auch beim Sony Tablet P setzten die Entwickler natürlich auf das Betriebssystem Google Android in der Version 3.1 sowie eine nach Herstellerangaben besonders leistungsfähige Hardware, sodass sich lokale Inhalte, Inhalte aus dem Netz sowie Online-Angebote intuitiv und mühelos nutzen lassen. Das Leistungsspektrum soll dabei von persönlichen Informationen, Dokumenten jedweder Art, eBooks, multimediale Daten wie Fotos, Musik und Video bis hin zu Spielen reichen. Dabei unterscheiden sich die beiden Tablets schon rein äußerlich durchaus gravierend voneinander.
Das Sony Tablet S ist nach Ansicht des Herstellers vor allem zur intuitiven Steuerung der Home Entertainment Geräte und für den Konsum multimedialer Inhalte zuhause konzipiert. Das Sony Tablet S ist mit einem 9,4 Zoll Touchscreen-Display ausgestattet und setzt auf einen NVIDIA Tegra 2 Mobil-Prozessor. Damit kann auch das Sony Tablet P aufwarten, allerdings weist dieses Tablet von Sony ein Klapp-Design mit zwei Bildschirmen auf, die eine Bilddiagonale von jeweils 5,5 Zoll bieten. Damit soll das Tablet P vor allem für die mobile Kommunikation und Unterhaltung ausgerichtet sein, denn so lässt sich das Tablet einfach zusammen klappen und selbst in einer Jackentasche verstauen. So misst das Tablet P lediglich 79 x 180 x 26 mm und wiegt 372 Gramm während es das Sony Tablet S doch deutlich größer aufgefallen ist und immerhin knapp unter 600 Gramm wiegt. Dennoch soll auch das Tablet S nach Angaben von Sony selbst mehrere Stunden komfortabel halten lassen. Dafür soll ein asymmetrisches, ergonomisches Design sorgen.
Die Displays sollen sowohl beim Tablet S als auch beim Tablet P durch eine besonders klare und detailreiche Darstellung punkten, da Sony hier auf Panels mit Sony TruBlack-Technologie setzt und damit besonders lebendige Farben, tiefe Schwarztöne und scharfe Bilder selbst bei Videos erzielen will. Selbst bei Sonneneinstrahlung oder ungünstigen Lichtverhältnissen soll diese Display-Technologie für gute Lesbarkeit und eine stets kontrastreiche Darstellung sorgen. Beide Modelle weisen nach Angaben des Herstellers integrierte Kameras auf der Vorder- als auch Rückseite auf, sodass sich die Tablets nicht nur fürs Knipsen von Schnappschüssen, sondern auch für Instant Messaging-Lösungen inklusive Video-Chat eignen. Vorerst wird Sony das Tablet S übrigens im September nur in einer WiFi-Version auf den Markt bringen. Eine zweite Variante mit zusätzlichem 3G-Modul soll etwas später, genauer gesagt im November 2011 folgen. Das Sony Tablet P wird wohl gleich zum Start Anfang 2012 über ein WiFi/ 3G-Modul verfügen.
Um Daten direkt austauschen zu können steht bei beiden Tablets nach Angaben des Herstellers ein USB 2.0 Anschluss, ein Steckplatz für SD-Cards, sowie Bluetooth 2.0 zur Verfügung.
Das Sony Tablet S verfügt zudem über eine Infrarot-Schnittstelle, sodass sich Geräte der Unterhaltungselektronik problemlos damit steuern lassen.
Beide Tablets wiederum sind mit zahlreichen Software-Beigaben ausgestattet, die nach Ansicht von Sony ein wesentliches Ausstattungsmerkmal darstellen. Dabei verlässt sich Sony aber keineswegs auf die immer zahlreicheren Apps, die allein durch das Betriebssystem Google Android verfügbar sind, sondern liefert für die verschiedensten Aufgaben selbst entsprechende Lösungen mit.
So sind die Tablets von Sony etwa mit einem dlna-zertifizierten Medien-Server ausgestattet, sodass entsprechende Geräte im AV- oder HiFi-Rack unmittelbar gesteuert und mit Inhalten „versorgt“ werden können. Wobei Sony dies nicht über eigene Apps bewerkstelligen will, sondern derartige Funktionen unmittelbar in Apps wie dem Music Player oder Video Player integriert. So kann man mit dem Music Player nicht nur in seiner Mediathek stöbern, wobei dieser natürlich auch SenseMe-Kanäle und somit individuell erstellte Playlists unterstützt und alle relevanten Informationen bis hin zum Cover-Artwork übersichtlich darstellt, sondern auch auf dem Tablet gespeicherte Inhalte direkt an dlna-fähige Geräte übertragen. Dies gilt auch für den Video Player sowie für Fotos. Fotos, Musik aber auch Video werden einfach mit dem Finger auf das Icon z.B. für den Fernseher gezogen, und schon sollen diese am großen Display im Wohnzimmer angezeigt bzw. abgespielt werden. Sony nennt dies „Throw-Funktion“. So sollen sich auch Inhalte auf andere Geräte, etwa weitere Tablets übertragen lassen.
Ähnlich intuitiv soll sich die Verwaltung der persönlichen Daten insgesamt gestalten, denn nach Angaben von Sony soll nicht die einzelne App, sondern vielmehr der Inhalt im Vordergrund stehen.
So sammelt etwa der Social Feed Reader Facebook-, Twitter- und RSS-Meldungen und fasst diese zu einem einzigen Feed zusammen, der dem Anwender in kompakter Form alle Informationen liefern soll. Etwas Besonderes hat sich Sony auch für eBooks einfallen lassen, wenngleich dies natürlich nur beim Sony Tablet P möglich ist. So werden beim eBook-Reader auf dem Tablet P auf Wunsch beide Displays für die Darstellung der Texte genutzt, sodass das Tablet eigentlich einem normalen Buch gleicht.
Wenig Informationen gab Sony bislang über die PlayStation-Zertifizierung preis. Hier war nur zu erfahren, dass man dadurch beliebte Gaming-Klassiker auf die Tablets holen könne.
Als Zubehör bietet Sony zum Start zunächst eine passende Docking-Station zum Preis von € 35,- an (Sony SGPDS1). Ein Leder-Cover gibt‘s zum Preis von € 79,- (Sony SGPCV1) und ein so genanntes Casual Cover um € 59,- (Sony SGPCV2)
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