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A Tribute to Hank Williams im Davis in Wien

Thomas Schreiber, Gottfried Gfrerer, Andreas Fasching sowie Peter Strutzenberger widmeten sich am Abend des 27. Mai 2014 einer Hommage an Hank Williams, und somit einem der einflussreichsten Musiker der letzten Jahrzehnte. Es war ein fantastischer Abend, an dem das Davis in Wien nahezu einem Country-Bunker glich...

Von Michael Holzinger (mh)
29.05.2014

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Hank Williams, geboren im Jahr 1923, zählt nach wie vor zu den einflussreichsten Musikern des 20. Jahrhunderts, der aberdutzende Musiker maßgeblich beeinflusste, und heute anerkanntermaßen als der Begründer der Country-Musik schlechthin gilt. Dies ist umso erstaunlicher, da Hank Williams kein allzu langes Leben vergönnt war. Bereits im Jahr 1953 starb er an einem Herzinfarkt, wohl hervorgerufen durch übermässigen Alkoholkonsum in Verbindung mit Medikamenten.

Überhaupt hatte er wohl kein allzu leichtes Leben, kämpfte vor allem in seinen letzten Jahren immer wieder mit psychischen Problemen, Krankheit, aber eben auch Suchtproblemen, allen voran dem Alkoholismus, mit denen er so manchen Schicksalsschlag zu überwinden suchte. Aber wie so oft waren es wohl auch bei Hank Williams diese Lebensumstände, die mit zu der Wahrhaftigkeit seiner Songs beitrugen, denn der Mann wusste vielfach allzu gut, worüber er da sang...

Wie auch immer, trotz seiner nur kurz anwährenden Karriere ist Hank Williams nach wie vor präsent, und zwar öfter, als dies wohl viele wissen. Denn es war nicht nur sein Gesamtwerk, das, wie bereits erwähnt, zahllose Künstler maßgeblich beeinflusste. So mancher Hit anderer Musiker, darunter auch zahllose internationale Stars, stammt in Wahrheit aus der Feder von Hank Williams. Und eins ist auch klar, die gesamte Country-Musik, wohl auch weite Teile des Rock'n'Roll, des Folk und wohl so manch anderes Genre bezog und bezieht Anleihen des Musikers aus Mount Olive im US-Bundesstaat Alabama.

Wie weit der Einfluss Hank Williams bei so manchen Musikern geht, dies führte ein Tribute to Hank Williams im Wiener Davis vor Augen, den am Abend des 27. Mai 2014 Thomas Schreiber, Gottfried Gfrerer, Andreas Fasching sowie Peter Strutzenberger bestritten. Allen voran Thomas Schreiber, ein passionierter Verehrer Hank Williams durch und durch, führte mit kleinen Anektoten durch den Abend, erzählte auf launige Art und Weise, wie eins zum anderen führte, und zeigte auf, wer welche Songs aus der Feder Hank Williams für sich zu nutzen wusste, um danach wieder beherzt in die Saiten zu greifen, und an diesem Abend maßgeblich den Gesangspart zu übernehmen.

Gottfried Gfreer an der Slide-Guitar bzw. der Resonator-Gitarre war einmal mehr ein hervorragender Sideman, der stets bereitwillig und gewohnt virtuos sein Bottleneck über die Saiten gleiten ließ, und wechselseitig die Solo-Parts mit dem nicht minder erstklassig aufspielenden Andreas Fasching an der Geige teilte. Peter Strutzenberger am Kontrabass legte das solide Bassfundament darunter, mischte sich aber erfreulich oft mit beeindruckenden Solo-Einlagen ins Geschehen ein.

Es gelang den vier Musikern famos, an diesem Abend das Davis in einen Country-Bunker zu verwandeln. Denn sie lieferten Country at it's best, gänzlich befreit von dem allzu oft in diesem Genre anzutreffenden Kitsch und einer übertriebenen Süsslichkeit, sondern pur und unverfälscht, gar so, als wäre Hank Williams mitten unter ihnen! Well done, boys!

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