Accustic Arts Streamer ES - Was etwas länger währt, wird wirklich gut...

Ganz so neu ist die Nachricht nicht, dass Accustic Arts mit dem so genannten Streamer ES ein überaus interessantes Projekt verfolgt, das die vielgelobte ES-Serie der HiFi-Schmiede um eine Streaming-Lösung erweitern soll. Allein, bislang war man nicht so recht glücklich mit dem Ergebnis. Nun aber ist es tatsächlich in Kürze soweit und das Marktsegment wird in Form des Accustic Arts Player ES um eine wirklich feine Lösung aus Lauffen am Neckar erweitert.

Von Michael Holzinger (mh)
11.12.2012

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Es gibt sie noch, jene Unternehmen, die etwa Produkte ausschließlich so konzipieren, dass diese der eigenen Philosophie voll und ganz entsprechen und erst dann auf den Markt gebracht werden, wenn sie dem eigenen Qualitätsmaßstab bis ins letzte Detail standhalten, und keinen Tag früher. Dazu zählt mit Sicherheit das in Lauffen am Neckar beheimatete Unternehmen Schunk Audio Engineering, vielfach auch als SAE bezeichnet, das unter der Marke Accustic Arts edelste HiFi-Lösungen, getreu der Maxime Finest High-end Music Components handmade in Germany entwickelt und fertigt.

Schon vor zwei Jahren präsentierte man etwa im Rahmen der High End in München ausgewählten Journalisten den so genannten Accustic Arts Streamer ES. Schon damals war klar, dass Streaming-Clients auch im gehobenen HiFi-Segment klar das Produkt der Zukunft sein werden, und das es sich wohl kein renommierter Hersteller in diesem Bereich leisten kann, keine derartige Lösung als Alternative zum etablierten Audio CD-Player im Angebot zu haben. Da Martin und Steffen Schunk stets bestrebt sind, qualitativ höchstwertige Lösungen auf der Basis bester Technologie zu entwickeln, waren die beiden Gründer des deutschen Unternehmens Schunk Audio Engineering natürlich schon damals bemüht, auch in diesem aufstrebenden Marktsegment von Beginn an präsent zu sein und eine entsprechende Lösung offerieren zu können.

Allerdings kam es dann doch etwas anders, als geplant. So konnte der Accustic Arts Streamer ES S nicht im gleichen Jahr ausgeliefert werden. Eine Entscheidung, die sicher nicht leicht fiel, aber genau so getroffen werden musste, so Martin Schunk im Gespräch mit sempre-audio.at. Gerade als mittelständisches Unternehmen habe man schlichtweg nicht die Ressourcen, ein derartiges Projekt in einem völlig neuen Umfeld mehr oder weniger ohne Rücksicht auf Verluste durchzupeitschen, denn das führe letztendlich zu nichts. Vielmehr sei es wichtig, die Sache richtig anzugehen, denn man fühle sich überaus anspruchsvollen Kunden verpflichtet, die Perfektion bis ins letzte Detail fordern, und das sei schließlich eine bestens bewährte Strategie, die das vergleichsweise kleine Unternehmen aus dem Süden Deutschlands zum Erfolg führte. Und dieser bleibe man natürlich auch weiterhin treu. Da der Accustic Arts Streamer ES in der damals präsentierten Form nicht zur Gänze den selbst gesteckten Erwartungen der Entwickler entsprach, war es nur konsequent, den ursprünglichen Zeitplan zu verwerfen, und teils neue Ansätze zu finden, teils weiter zu entwickeln, wobei man im konkreten Fall zu einem Großteil auch von einem wesentlichen Partner abhängig war, nämlich StreamUnlimited Engineering GmbH aus Wien. Deren Referenz-Plattform findet sich ja in vielen aktuellen Streaming-Clients verschiedenster Hersteller, und bildet auch das Herz des Accustic Arts Streamer ES.

Vom prinzipiellen Konzept war man natürlich weiterhin überzeugt, und verfolgte somit dieses weiterhin, dies zeigte etwa die neuerliche Präsenz des Streamer ES aus dem Hause Accustic Arts auch auf der heurigen High End 2012 in München. Aber schon da war man von Seiten des Unternehmens sehr vorsichtig, wenn es um exakte Angaben zur Markteinführung ging.

Man gönnte sich einfach einen Luxus, den man heutzutage leider viel zu selten antrifft, man lies sich Zeit. Zeit, um den gerade in diesem Bereich stetig in Bewegung befindlichen Markt zu beobachten, bis sich eine klare Entwicklung abzeichnet, sodass man eine Lösung entwickeln kann, die auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Zeit, um ein, zwei Generationen bei den wesentlichen „IT-Komponenten“ abzuwarten, bis diese auch tatsächlich allen Erwartungen entsprechen und jedwede „Kinderkrankheit“ hinter sich gelassen haben, um darauf aufbauend eine solide Lösung entwickeln zu können. Und all dies ist nun offensichtlich zur vollsten Zufriedenheit der Brüder Schunk erledigt, denn nun präsentiert man tatsächlich den neuen Accustic Arts Streamer ES und somit das neueste Familienmitglied der erfolgreichen Accustic Arts ES-Serie.

So präsentiert sich der Accustic Arts Streamer ES in der gewohnten Design-Linie seiner Geschwister, dem Stereo Vollverstärker Accustic Arts Power ES sowie dem Audio CD-Player Accustic Arts Player ES. Zu deren Tugenden gehört nicht zuletzt das überaus schlichte, aber wahrscheinlich gerade aus diesem Grund geradezu zeitlos elegante Design. Nur wenige Bedienelemente zieren die Front der Geräte, sind aber in geradezu bestechender Qualität ausgeführt und vermitteln schon durch reines Anfassen ein Gefühl von Wertigkeit und echtem High-end Feeling.

So findet man etwa beim Accustic Arts Streamer ES zunächst ein zentral angeordnetes 3,5 Zoll Display, das mit einer einfachen, sehr klar strukturierten Benutzerführung in Englisch, Französisch, Chinesisch als auch Deutsch aufwartet und alle relevanten Informationen bis hin zum Cover Artwork abbildet. An Bedienelementen findet man nur einen Taster an der Front, denn der zweite „Knopf“ ist in Wahrheit nur eine Abdeckungen, hinter der sich ein USB-Anschluss findet. Die Steuerung erfolgt also über eine Infrarot-Fernbedienung sowie entsprechende Apps für Smartphones mit Google Android und Apple iOS. Accustic Arts wird für beide Plattformen eine eigene App anbieten.

Das komplette Gehäuse des Geräts ist selbstverständlich aus massivem Metall gefertigt und weist eine Front aus microliertem und eloxiertem Aluminium in wahlweise Silber oder Schwarz auf.

Im Inneren kommt, wie bereits erwähnt, die neueste Generation der Referenz-Plattform von StreamUnlimited Engineering GmbH zum Einsatz. Der Streamer ES fungiert somit als UPnP sowie dlna-zertifizierter Streaming-Client und kann alle relevanten Audio-Daten von MP3 über AAC, WAV, Apple Losssless bis hin zu FLAC mit 24 Bit und 192 kHz wiedergeben. Als wesentliches Merkmal verfügt der Streamer ES natürlich auch über ein so genanntes gapless Playback, also die unterbrechungsfreie Wiedergabe von Klassik- oder Konzept-Alben.

Darüber hinaus kann man natürlich auch auf Internet Radio-Stationen zugreifen und somit abertausende Radio-Stationen weltweit „empfangen“. Die Verwaltung dieses Angebots erfolgt über den Dienst vTuner. Desweiteren stehen, wie bereits erwähnt, USB-Anschlüsse zur Verfügung, über die sich entsprechende Speichermedien sowie mobile Devices aus dem Hause Apple als Quelle nutzen lassen. Auch ein S/PDIF-Eingang steht zur Verfügung, sodass der Accustic Arts Streamer ES als exzellenter Wandler für weitere digitale Quellen eingesetzt werden kann. Diese S/PDIF-Schnittstelle kann Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz verarbeiten.

Natürlich ist der Accustic Arts Streamer ES mit einem sehr feinen 24 Bit 192 kHz Wandler mit Upsampling ausgestattet, der ohne Abstriche auf audiophilem Niveau spielt, dennoch wird so mancher auf noch hochwertigere Lösungen setzen, etwa direkt aus dem Hause Accustic Arts. Daher steht selbstverständlich auch ein entsprechende S/PDIF-Ausgang zur Verfügung, um die Signale etwa einem Accustic Arts Tube DAC II - MK2 zuzuführen, der qualitativ und nicht zuletzt natürlich auch den Preis betreffend in einer noch höheren Liga spielt.

Für ein bestmögliches Ergebnis verfügt der Accustic Arts Streamer ES nicht nur über das bereits erwähnte solide, und resonansminimierende Gehäuse, sondern zudem über ein aufwändig konstruiertes High-end Netzteil mit ausschließlich hochwertigen Komponenten und sehr hoher Netzteilkapazität. Der Hersteller spricht hierbei etwa von insgesamt über 100.000 F. Zudem sind alle Anschlüsse in Form hochwertiger, hartvergoldeter Bauteile ausgeführt.

Die Integration ins Netzwerk sollte, gerade wenn hochauflösende Audio-Daten auf der Playlist stehen, natürlich auch beim Accustic Arts Streamer ES im besten Fall über Ethernet erfolgen, der Player ES ist aber bereits mit dem neuesten WiFi Modul mit IEEE 802.11n ausgestattet.

Gefertigt wird der Accustic Arts Player ES, wie alle Geräte aus dem Hause Schunk Audio Engineering ausschließlich in Lauffen am Neckar gefertigt, und zwar in Handarbeit und somit höchsten Qualitätsmaßstäben. Die Fertigung ist bereits angelaufen und das Produkt kann bereits bestellt werden. Im Fachhandel wird es dennoch erst ab Februar 2013 zu finden sein. Und zwar zu einem empfohlenen Verkaufspreis von € 3.990,- bzw. € 4.190,-

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