High End 2012: Die deutsche HiFi-Schmiede Accustic Arts erweitert die ES-Serie um den Netzwerk-Player Accustic Arts Streamer ES." /> Sempre Audio

Accustic Arts Streamer ES feiert zur High End 2012 Premiere

High End 2012: Bereits im letzten Jahr präsentierte die schwäbische HiFi-Schmiede Accustic Arts den Streamer ES als weiteres Familienmitglied der hervorragenden ES-Serie. Allerdings waren die qualitätsbewussten Schwaben von Schunk Audio Engineering GmbH & Co. KG mit dem damaligen Entwicklungsstand noch nicht gänzlich zufrieden, sodass der neue Netzwerk-Player zur diesjährigen High End in München seine offizielle Premiere feiern wird.

Von Michael Holzinger (mh)
08.02.2012

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Audio-Streaming gilt längst auch in audiophilen Kreisen als überaus spannende Alternative, da hier enorme Flexibilität mit hohem Komfort kombiniert wird und Musik in bestmöglicher Qualität, ja selbst so genannter Studio Master-Qualität genossen werden kann. Allerdings setzt dies eine ebenso hohe Sorgfalt voraus, wie bei allen anderen wesentlichen Komponenten einer hochwertigen Signalkette, was aber für so manche renommierte HiFi-Schmiede ungleich schwieriger ist, als bei traditionellen Lösungen, da in diesem Fall die Welt der IT die Basis darstellt, die sich normalerweise wenig bis gar nicht um Begriffe wie Langlebigkeit, Investitionssicherheit oder Qualität schert, zumindest nicht in dem Sinn, wie es audiophile Musikliebhaber verstehen. Es gilt somit, mit besonderer Aufmerksamkeit an die Materie heranzugehen, sodass sichergestellt ist, dass die IT, wie angesprochen, Komfort und Flexibilität liefert, dabei aber besonders hohe Ansprüche an die Qualität gestellt werden, sodass man wirklich von einem Zugewinn etwa gegenüber hochwertigen CD-Playern sprechen kann.

Mit genau dieser Sorgfalt widmet sich offensichtlich die deutsche HiFi-Schmiede Schunk Audio Engineering GmbH & Co. KG diesem Thema, denn der zunächst bereits im Rahmen der High End 2011 in München von dem Unternehmen aus Schwaben vorgestellte Netzwerk-Player wurde nicht wie ursprünglich geplant bereits im letzten Jahr finalisiert, sondern ist vielmehr erst heuer, voraussichtlich im Mai 2012 tatsächlich zu haben. Seine offizielle Premiere feiert der neue Accustic Arts Streamer ES in jedem Fall auf der High End 2012 in München.

Es handelte sich zwar nur um Kleinigkeiten, die zu dieser Verzögerung führten, ist aus Unternehmenskreisen zu vernehmen, allerdings reichten diese aus, dass man sich bei Schunk Audio Engineering GmbH & Co. KG ausreichend Zeit gönnte, damit auch diese aus der Welt geschaffen werden und man ein Produkt präsentieren kann, dass ohne Abstriche den gewohnt hohen Qualitätsansprüchen genügt.

Das neueste Familienmitglied der hervorragenden ES-Serie von Accustic Arts ist im Herzen ein alter Bekannter. So stammt die Plattform aus Wien, und zwar von StreamUnlimited Engineering GmbH. Es handelt sich dabei um die neueste Version der Referenz-Plattform StreamUnlimited Stream700, die bereits in einigen ähnlichen Produkten renommierter Hersteller zum Einsatz kommt. Sie sorgt dafür, dass der Streamer ES von Accustic Arts nahezu alle Stückl spielt, wenn es um Audio-Daten in digitaler Form geht.

Das Gerät wird entweder über Ethernet oder WiFi ins Netzwerk integriert, wobei das WLAN Modul des Player ES IEEE 802.11n unterstützt und somit auch hier eine zumeist ausreichend hohe Datenrate sicherstellen sollte. Dennoch, wer auf absolute Sicherheit für einen stets reibungslosen Betrieb setzen will, der wird sich wohl auch hier für die Verbindung mittels Kabel entscheiden.

Der Streamer ES von Accustic Arts fungiert im Netzwerk zunächst als UPnP- bzw. dlna-zertifizierter Streaming-Client und kann somit auf entsprechende Speicher-Systeme, aber auch PCs und Macs zugreifen und Audio-Daten in den verschiedensten Formaten abspielen. Neben den wohl in dieser „Preisklasse“ irrelevanten MP3-Dateien zählt natürlich auch WAV und FLAC dazu, und zwar bis hin zu Daten mit einer Auflösung von 24 Bit und 192 kHz. Der Accustic Arts Streamer ES unterstützt dabei nach Herstellerangaben auch Gapless Play, also die unterbrechungsfreie Wiedergabe von Konzept- und Live-Alben.

Desweiteren erlaubt der Netzwerk-Player natürlich auch den Zugriff auf Internet Radio-Angebote und kann auch Audio-Daten eines über USB angeschlossenen Apple iPod, iPhone oder iPad wiedergeben. Diese USB-Schnittstellen können natürlich auch für entsprechende Daten-Sticks und Festplatten eingesetzt werden.

Die Bedienung des Geräts erfolgt zunächst über eine im Lieferumfang enthaltene Infrarot-Fernbedienung sowie ein mit 3,5“ Bilddiagonale ausreichend groß dimensionertes Farb TFT-Display. Darüber werden nicht nur die klar strukturierten Menüs angezeigt, sondern ebenso Titel-Informationen samt Cover-Artwork.

Ebenso ist es möglich, mobile Devices wie Smartphones und Tablets zur Steuerung des neuen Accustic Arts Streamer ES einzusetzen. Hier bietet der Markt ja sowohl für Apple iOS als auch Google Android eine Vielzahl an entsprechenden UPnP-Lösungen, die mitunter sogar kostenlos, zumindest nur um wenige Euro zu haben sind.

Es versteht sich als Selbstverständlichkeit, dass der Accustic Arts Streamer ES mit erstklassigen Wandlern ausgestattet ist, die dank eines digitalen Eingangs auch anderen Komponenten zur Verfügung stehen. Neben dem analogen Ausgang verfügt der Streamer ES aber auch über einen digitalen Ausgang, sodass als Alternative auch ein anderer Wandler eingesetzt werden kann.

In gewohnter Art und Weise wird auch der Accustic Arts Streamer ES sowohl in Silber als auch Schwarz erhältlich sein, sodass er die bestehende Produktfamilie aus Accustic Arts Player ES sowie Power ES perfekt ergänzt. Natürlich wird auch dieses Gerät ausschließlich in Deutschland gefertigt.

Derzeit geht der Hersteller aus Lauffen wie bereits erwähnt davon aus, dass erste Seriengeräte des neuen Accustic Arts Streamer ES wohl im Laufe des Mai 2012 im Fachhandel verfügbar sein werden. Der finale Preis ist noch nicht endgültig fixiert. Er soll aber in etwa im Rahmen der übrigen ES-Komponenten von Accustic Arts liegen. Diese Entscheidung will das Unternehmen bis zur Präsentation im Rahmen der High End 2012 getroffen haben.

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