High End 2011: Accustic Arts präsentiert eine neue Version des sehr erfolgreichen D/A-Wandler Tube DAC II, den Accustic Arts Tube DAC II MK 2." /> Sempre Audio

Accustic Arts Tube DAC II MK 2 - Röhre-Hybrid...

High End 2011: Für ihn sei es das wahre Gustostückerl in München, meint Walter Kircher, Repräsentant für die Produkte von Accustic Arts in Österreich über den neuen Tube DAC II MK 2. Und wer Hrn. Kircher kennt weiss, dass Übertreibungen nicht seins sind, sodass man diese Einschätzung durchaus als Versprechen ansehen kann, dass uns mit dem neuen D/A-Wandler der deutschen HiFi-Schmiede eine sehr interessante Lösung erwartet.

Von Michael Holzinger (mh)
15.05.2011

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Lange Jahre fristeten D/A-Wandler ein Schattendasein. Bis auf wenige Anwender, die derartige Lösungen für spezielle Aufgaben einsetzten, wusste eigentlich niemand irgendwas mit diesen Teilen anzufangen. Doch dies hat sich in den letzten paar Jahren, besser gesagt, so richtig erst eigentlich die letzten ein, zwei Jahre, grundlegend geändert. Mit dem Zusammenwachsen der IT-Welt und der HiFi erleben D/A-Wandler einen enormen Aufschwung, denn all die Möglichkeiten, die eine vernetzte Welt mit sich bringt, erfordern hochwertige Schnittstellen, um nicht nur komfortable, sondern vor allem exzellent klingende Lösungen realisieren zu können. Wenn es also um digitale Audio-Daten von PCs, aus dem Netzwerk oder von Speichermedien geht, dann ist nach wie vor der D/A-Wandler das entscheidende Glied in der Kette, das wesentlichen Einfluss auf die Klangqualität hat. Dementsprechend groß ist inzwischen das Angebot an externen D/A-Wandlern am Markt.

Eine ganz außergewöhnliche Lösung stellte lange Zeit der D/A-Wandler Accustic Arts Tube DAC II dar. Das bereits im Jahr 2007 erstmals präsentierte Gerät verfolgte als Röhren-Hybrid D/A-Wandler ein ganz besonderes Konzept, um eine möglichst musikalische, selbst höchsten Ansprüchen gerecht werdende Wiedergabe zu erlauben. Zudem überzeugte dieses Produkt durch eine enorme Vielseitigkeit. Aufgrund zahlreicher Schnittstellen war man damit für alle Aufgaben bestens gerüstet.

Dies alles soll auch für die nunmehr neue Version gelten, die erstmals zur High End 2011 in München präsentiert wird.

Nach Angaben von Accustic Arts wurde das überaus erfolgreich vertriebene Produkt grundlegend überarbeitet, ohne allerdings das außergewöhnliche, äußerst präzise Abtastprinzip und die Röhren-Hybrid-Konstruktion zu ändern.

Nach wie vor setzt das deutsche Unternehmen Accustic Arts daher auf die Kombination zweier Welten, der Transistor-Technologie sowie des Röhren-Prinzips. Man will die Vorteile beider Varianten zu einem perfekten Gesamten kombinieren, allerdings ohne deren spezifischen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

So soll die digitale Signalverarbeitung nicht wie so oft üblich nach dem Upsampling-Prinzip erfolgen, sondern mit Hilfe eines Digital-Receiver, der aus einem 32 Bit Mikro-Computer besteht. Dieser Mikro-Computer umfasst neben einem Hochpräzisions-Quarzoszillator, auch einen 32 Bit Digital-Filter und 26 parallel arbeitende Prozessoren, die nach Angaben von Accustic Arts das eingehende Signal abtasten und letztlich zwei digitale 32 Bit Signale berechnen und somit das Signal für den linken und rechten Kanal ergeben. Der Hersteller spricht hier von einer Parallelmultiplizierung mit zweimal 32 Bit und somit höchster Genauigkeit. Auf Grund der immensen Datenmenge, die dabei anfällt, war es bei der bisherigen Version nicht möglich, hochauflösende Datensignale mit 96 kHz oder gar 192 kHz zu verarbeiten. Dies ist bei der neuen Version Accustic Arts DAC II MK 2 anders. Endlich können auch Daten mit bis zu 192 kHz verarbeitet werden. Derartige Daten können über koaxiale S/PDIF-Eingänge als auch einen optischen TOS-Link Eingang zugespielt werden. Über den ebenfalls vorhandenen USB-Eingang für PCs und Macs werden Daten mit bis zu 96 kHz verarbeitet. Selbstverständlich übernimmt dabei der D/A-Wandler von Accustic Arts im so genannten asynchronen USB-Mode die Kontrolle über das Datensignal, sodass man sich keinerlei Gedanken über Jitter und somit eine Beeinträchtigung der Signalqualität machen muss.

Die 32 Bit Signale werden von zwei D/A-Wandlern in die analoge Welt übergeführt und einer Röhren-Ausgangsstufe zugeführt, die natürlich symmetrisch aufgebaut ist. Dementsprechend stehen natürlich unter anderem auch symmetrische Ausgänge an der Rückseite des Accustic Arts Tube DAC II MK 2 zur Verfügung.

Apropos Anschlüsse, neben den bereits erwähnten Anschlussmöglichkeiten stehen so ziemlich alle Varianten an digitalen als auch analogen Schnittstellen zur Verfügung, sodass dieser D/A-Wandler wirklich allen Aufgaben gerecht werden kann. So stehen allein insgesamt sieben digitale Eingänge zur Verfügung, wobei von diesen sieben Anschlüssen fünf gleichzeitig belegt werden können. Das sollte selbst für sehr anspruchsvolle Anwender genügen.

Accustic Arts bezeichnet den Tube DAC II MK 2 als absolute Referenz im Bereich der High-end D/A-Wandler, der weniger auf Effekthascherei abzielt, sondern für wahre Musikliebhaber, besser gesagt audiophile Gourmets konzipiert ist, die, so der Hersteller, die Präzision von digitalen Quellen zu schätzen wissen, aber dennoch nicht auf den außergewöhnlichen Klang von analogen Top-Geräten verzichten wollen.

Bislang liegt uns noch keine Preisangabe für den neuen Accustic Arts Tube DAC II MK 2 vor. Ebenso können wir Ihnen leider noch nicht mitteilen, wann das Gerät tatsächlich im Fachhandel erhältlich sein wird. Diese Informationen müssen wir Ihnen wohl leider noch bis zur High End 2011 schuldig bleiben...

Michael Holzinger

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