Adam Audio AP5 Stereo Preamplifier

Adam Audio gilt längst nicht nur im professionellen Studio-Umfeld als Hersteller exzellenter aktiver Lautsprecher-Systeme. Auch im HiFi-Lager gilt das deutsche Unternehmen längst als Produzent erstklassiger Systeme. Allerdings erfordern die aktiven Systeme natürlich eine entsprechende Vorstufe, die Adam Audio mit dem AP5 Stereo Preamplifier in kürze selbst anbietet.

Von Michael Holzinger (mh)
12.07.2011

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Das deutsche Unternehmen Adam Audio GmbH genießt im professionellen Studio-Umfeld einen tadellosen Ruf als Produzent besonders akkurat und dennoch musikalisch aufspielender aktiver Lautsprecher-Systeme. Eigenschaften, die die Systeme natürlich ebenso für den Einsatz in einem HiFi-System prädestinieren, sodass sich Lösungen von Adam Audio inzwischen auch als krönender Abschluss an so manchem audiophilem System finden.

Diesen Schritt des deutschen Herstellers aus dem reinen Studio-Segment hin zum HiFi-Bereich hat natürlich die fortschreitende Integration von IT-Lösungen begünstigt, da viele Anwender inzwischen etwa einen PC oder Mac als primäre Quelle einsetzen und somit nicht mehr auf den bislang üblichen „Gerätepark“ angewiesen sind, sondern ganz im Gegenteil, ein möglichst reduziertes, aber nichts desto trotz selbst höchsten Ansprüchen gerecht werdendes System suchen.

Während im Studio-Umfeld aktive Lautsprecher-Systeme einfach an den Monitor-Ausgang des Mischpults angeschlossen werden und der Pegel über den entsprechenden Regler am Pult gesteuert wird, bedarf es im HiFi-Umfeld natürlich einer Vorstufe, um die Lautsprecher-Systeme mit integrierter Endstufe kontrollieren und verschiedene Quellen auswählen zu können. Selbst wenn man ein derartiges Aktiv-System, wie zuvor skizziert, an einem PC oder Mac betreibt, ist ein Audio-Interface mit entsprechenden Ausstattungsmerkmalen erforderlich.

Selbstverständlich hält der Markt einige derartige Lösungen bereit, allerdings wollte sich Adam Audio nicht gänzlich auf Produkte anderer Hersteller verlassen und erweitert in Kürze das Angebot um einen eigenen Vorverstärker, der nach Angaben des Herstellers perfekt auf die aktiven Lautsprecher-Systeme aus Berlin abgestimmt ist.

Der Adam Audio AP5 Stereo Preamplifier präsentiert sich mit sehr kompakten Abmessungen, sodass er, sofern gewünscht, dezent im Hintergrund seine Aufgabe erfüllen kann. Das System verfügt über insgesamt sechs Eingänge. Man sollte also nicht in die Verlegenheit geraten, zu wenige Anschlüsse an der Rückseite dieses Vorverstärkers für die unterschiedlichsten Quellgeräte vorzufinden. Zumal hier nicht nur Eingänge in Form von Cinch-Buchsenpärchen, sondern auch ein symmetrischer Eingang zur Verfügung stehen. Unter den angeführten Cinch-Buchsenpärchen findet sich auch ein Phono-Eingang, der sowohl für MM- als auch MC-Tonabnehmersysteme geeignet ist und mittels DIP-Switches konfiguriert werden kann. Übrigens, auch die übrigen unsymmetrischen Eingänge können individuell zwischen 0 und +6 dB eingestellt werden. Für den Anschluss mobiler Audio-Player steht eine 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse zur Verfügung.

Neben einem symmetrischen Ausgang findet man zwei weitere Ausgänge mit Cinch-Buchsen, einer davon mit geregeltem, der zweite mit festem Pegel und auch ein Kopfhörer-Anschluss darf natürlich nicht fehlen. Dieser soll nach Angaben des Herstellers ebenfalls mit höchster Sorgfalt konzipiert worden sein, um auch hochwertige Kopfhörer perfekt zu betreiben, wobei der Anwender diesen ebenfalls über DIP-Switches an die Impedanz des Kopfhörers anpassen kann.

Das Berliner Unternehmen gibt an, ausschließlich selektierte Bauteile einzusetzen und ein besonders ausgeklügeltes Schaltungsdesign erdacht zu haben, um selbst höchsten Ansprüchen gerecht werden zu können. Das System wird in Schwarz als auch Silber angeboten werden und mit einer Infrarot-Fernbedienung für hohen Bedienkomfort ausgeliefert werden. Derzeit gibt es allerdings von offizieller Seite noch keinen exakten Liefertermin und auch der empfohlene Verkaufspreis, zu dem der neue Adam Audio AP5 Stereo Preamplifier im Fachhandel zu finden sein wird, steht noch nicht fest. Man geht davon aus, dass das Gerät wohl knapp unter € 1.000,- kosten wird.

Michael Holzinger

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