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Amazon Echo Studio - Gerüstet für Amazon Music HD und Dolby Atmos sowie Sony 360 Reality Audio

Foto © Amazon

Raumfüllenden 3D-Klang verspricht der Internet Gigant Amazon für den neuesten Spross der Amazon Echo Devices, den Amazon Echo Studio. Nicht umsonst wählte man also diesen Namen, denn damit soll nicht nur die neueste Schnittstelle fürs Smart Home, sondern der ideale Speaker für das neue Streaming-Angebot Amazon Music HD zur Verfügung stehen, der gar immersiven Surround Sound in Form von Dolby Atmos und Sony 360 Reality Audio abbilden kann.

Kurz gesagt...

Er sei die Lösung, die Amazon als ideal für das neue Musik-Streaming-Angebot Amazon Music HD ansieht, und die Dank Smart Hub auch als Schnittstelle fürs Smart Home fungiert.

Wir meinen...

Wir wollen nun mal nicht allzu sehr darauf eingehen, was Amazon rund um die Fähigkeiten der Surround-Wiedergabe beim neuen Amazon Echo Studio verspricht, selbst wenn man hier gar von immersiven Surround-Formaten wie Dolby Atmos und Sony 360 Reality Audio spricht. Mit Verlaub, das ist schlichtweg Humbug, Punkt! Gleiches gilt für die Hi-res Audio-Wiedergabe, dies ist im Zusammenspiel mit einem derartigen Wireless Speaker wie Perlen vor die Säue werfen, um dieses alte Sprichwort zu bemühen. Dennoch ist für uns klar, dass Amazon nicht zuletzt mit dem neuen Amazon Echo Studio den Markt weiter aufmischen und den etablierten Herstellern im Bereich Wireless Speaker das Leben nicht nur schwer machen, sondern diesen sukzessive den Boden unter den Füssen weg ziehen wird.
Hersteller:Amazon.com
Vertrieb:Amazon.com
Preis:€ 199,99

Von Michael Holzinger (mh)
25.09.2019

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Allen voran Amazon ist drauf und dran, einer der wesentlichsten Player im Bereich kompakter Wireless Speaker zu werden, wenn der US-amerikanische Internet Gigant nicht längst diese Rolle eingenommen hat. Nach und nach erweiterte man geschickt die Produktlinie rund um das Sprachsteuerungssystem Amazon Alexa und stellt in regelmässigen Abständen neue Amazon Echo Devices vor. Genau diese Amazon Echo Devices sind es, die etablierten Herstellern in diesem Bereich das Leben richtig schwer machen, wie etwa den ehemaligen Marktführer Sonos Inc.

Dieser Trend wird mit den neuesten Produkteinführungen wohl nur noch verstärkt, denn ab sofort schickt Amazon den neuen Amazon Echo Studio ins Rennen. Schon allein der Name verrät, dass Amazon nunmehr zumindest vorgibt, sich künftig auch Themen wie Klangqualität anzunehmen. Und dies nicht ohne Grund, denn mit Amazon Music HD steht nunmehr ja auch ein Streaming-Angebot des Internet-Giganten zur Verfügung, das neben „CD-Qualität“ auch Hi-res Audio bietet, selbst wenn das Unternehmen hierbei eine eher eigentümliche Definition dessen an den Tag legt, was High Definition - CD-Qualität - und Ultra High Definition - tatsächlich Hi-res Audio - betrifft.

Wie auch immer, mit dem neuen Amazon Echo Studio soll aus Sicht von Amazon die ideale Lösung für besagten Dienst Amazon Music HD zur Verfügung stehen, und natürlich eine Schnittstelle zur Steuerung des Smart Homes in der Welt von Amazon Alexa.

Auch wenn es sich beim neuen Amazon Echo Studio einmal mehr um eine mit Abmessungen von 175 mm im Durchmesser und 206 mm in der Höhe sehr kompakte Lösung handelt, so verfügt diese über immerhin fünf integrierte Speaker, wobei diese so angeordnet sein sollen, dass ein raumfüllender Klang erzielt wird. Der Hersteller spricht gar von einem erstklassigen Sound mit Raum, Klarheit und Tiefe, wobei dafür zunächst ein 133 mm Tieftöner, ein drei 51 mm Mittelton-Treiber, sowie ein 25 mm Hochtöner zum Einsatz kommen. Ganz klar ist die außen laufende Bassreflex-Öffnung zu sehen, die die Wiedergabe im Bassbereich souveräner gestalten soll.

Getreu der Vorgabe, hiermit die „ideale Lösung“ für Hi-res Audio zu bieten, soll der Verstärker eine Bandbreite bis hin zu 100 kHz abbilden, und dies bei 24 Bit, so der Hersteller. Natürlich handelt es sich um eine DSP-basierte Signalverarbeitung, wobei alle relevanten Datenformate einschließlich Hi-res Audio mit bis zu 24 Bit und 192 kHz unterstützt werden.

Als einziger Eingang steht hier ein so genannter Combi-Anschluss zur Verfügung, der als analoger Eingang als 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenanschluss, und als digitaler Eingang als optische S/PDIF-Schnittstelle fungiert.

Stutzig wird wohl so mancher angesichts der Angabe, dass der neue Amazon Echo Studio gar Surround unterstütze, und zwar Dolby Digital, Dolby Digital Plus, bis hin zu Dolby Atmos und Sony 360 Reality Audio bzw. MPEG-H. Wohlgemerkt, es handelt sich hierbei um einen kompakten Wireless Speaker, nicht mehr, nicht weniger, und dieser soll einen raumfüllenden Klang mit immersiven Surround-Formaten abbilden… Der Hersteller spricht gar von „ganz großem Kino“, und verspricht, dass man dies durch die Verbindung eines Amazon Fire TV Cube der 2. Generation, eines Amazon Fire TV Stick 4K oder Amazon Fire TV Stick der 2. Generation mit dem neuen Amazon Echo Studio in Dolby Digital 5.1 und Dolby Atmos erleben könne…

Immerhin gibt der Hersteller an, dass zwei Amazon Echo Studio gekoppelt werden können, um so ein Paar für „noch besseren Raumklang“ zu bilden, wobei man hier dann wieder von sattem Stereo-Klang mit linkem und rechten Kanal spricht.

Allen voran Anwendern der neuesten Sonos Wireless Speaker dürfte die Funktion bekannt vorkommen, mit der nunmehr auch Amazon beim neuen Amazon Echo Studio wirbt, und zwar der Möglichkeit, dass dieser automatisch die Akustik eines Raums analysiert, und die Wiedergabe entsprechend kontinuierlich anpasst, um, so Amazon, optimalen Klang zu liefern, gleichgültig, wo immer man diesen auch platziert.

Natürlich muss der Amazon Echo Studio ins Netzwerk eingebunden werden, und zwar über das Dualband-WiFI Modul nach IEEE 802.11 a/b/b/g/n/ac, sodass alle Funktionen zur Verfügung stehen. Die Einrichtung erfolgt in bewährter Art und Weise über die Amazon Alexa App für Apple iOS, Google Android und Amazon FireOS.

Damit stehen zunächst verschiedenste Streaming-Angebote zur Verfügung, allen voran Amazon Music HD, aber auch Apple Music, Spotify, Deezer und TuneIn. Natürlich kann auch der neue Amazon Echo Studio Teil einer Multiroom Lösung sein, und zwar in Verbindung mit weiteren Systemen der Amazon Echo Series.

Wer mobile Devices als Quelle nutzen will, der kann dies über Bluetooth tun. Ebenso lässt sich über Bluetooth etwa ein entsprechender Kopfhörer oder Bluetooth Speaker nutzen.

Desweiteren fungiert der Amazon Echo Studio dann als Schnittstelle fürs Smart Home, und zwar in gewohnter Art und Weise wie jeder andere so genannte Smart Speaker der Amazon Echo Series. So lassen sich Informationen jedweder Art abrufen, und Lösungen verschiedenster Hersteller über Amazon Alexa Skills steuern. Dies beginnt bei Lichtsteuerung, geht über Geräte der Unterhaltungselektronik bis hin zu Sicherheitslösungen und Heizungssteuerung.

Für Anwender des Philips HUE Systems aus dem Hause Signify Holding verfügt der neue Amazon Echo Studio bereits über einen integrierten Zigbee Smart Home Hub, sodass auch weitere Lösungen auf dieser Plattform direkt eingebunden werden können.

Das Design betreffend orientiert sich Amazon beim neuen Amazon Echo Studio erfreulicherweise sehr stark an Lösungen anderer Hersteller in diesem Bereich, der „billige“ Plastik-Look der ersten Lösungen dieser Produktreihe gehört längst der Vergangenheit an. Die runden Formen sowie die durchaus ansprechende Textil-Bespannung sind deutlich eleganter, als bisherige Design-Konzepte von Amazon. Die Oberseite nehmen in bewährter Art und Weise der markante LED-Ring und die üblichen Tasten ein, auch mehrere Mikrofone zur optimalen Spracherkennung sind hier verbaut.

Nach derzeit vorliegenden Informationen wird der neue Amazon Echo Studio wohl Anfang November 2019 auch hierzulande verfügbar sein. Derzeit gibt die Webseite des Internet Giganten den 7. November 2019 als Datum für die Verfügbarkeit an, wobei man natürlich bereits jetzt vorbestellen kann. Der Preis wird mit € 199,- angegeben, aber mit Sicherheit wird es nicht lange dauern, bis dieser deutlich nach unten wandert oder im Zuge eines Black Friday, Cyber Monday oder irgend einer anderen Aktion deutlich günstiger zu haben ist. Schließlich ist Amazon nicht darauf angewiesen, mit den Speakern selbst Geld zu machen, vielmehr dienen diese letztlich zu nichts anderem, in den Alltag der Menschen vorzudringen und diesen Services zur verkaufen…

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