Foto © James McMillan/Decca


Andreas Scholl "Crystal Tears"

Auf seinem neuesten Album widmet sich der Countertenor Andreas Scholl gemeinsam mit dem Lautenspieler Julian Behr so genannter Consort-Songs aus der Feder von John Dowland und seinen Zeitgenossen. Der Künstler entführt uns auf charmante Art und Weise in die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts.

Von Michael Holzinger (mh)
13.02.2009

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Gemeinsam mit dem Lautenspieler Julian Behr sowie dem Concerto di Viole stellt Scholl auf dem Album „Crystal Tears“ ein sehr breites Spektrum der Musik aus England Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts vor.

Neben John Dowland finden sich Werke von William Byrd, Robert Johnson und auch einiger nicht bekannter Komponisten dieser Zeit auf dem Album, das bei der Deutschen Harmonia Mundi erschienen ist. Ein sehr gefühlsbetontes Album, das sehr gut für stille Stunden geeignet ist, und den Zuhörer aus der Hektik und dem Trubel unseres Alltags entfliehen lässt. Einmal mehr glänzt der am 10. November 1967 im hessischen Eltville geborene Andreas Scholl mit seinem ihm eigenen Gespür für die wohl werkstreue, aber doch sehr persönliche Interpretation, die die Werke der Komponisten in ihrer ganzen Pracht erstrahlen lassen. Offensichtlich famos harmonisierende Musiker sowie ein mit diesen hervorragend zusammen arbeitendes Produktionsteam garantieren eine herausragende Aufnahme.

Einmal mehr gilt somit: Perfekt, mit viel Hingabe und Liebe zum Detail umgesetzt, entführt Andreas Scholl den Zuhörer in eine Klangwelt, die für viele zunächst fremd anmutet, binnen kürzester Zeit aber verzaubert und fesselt.

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Cover

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Facts

Album

Crystal Tears

Künstler

Andreas Scholl, Julian Behr & Concerto di Viole

Komponist

John Dowland, William Byrd, Robert Johnson

Genre

Klassik

Jahr

2008

Format

Audio-CD