Apple AirPlay gehackt?

Darüber dürfte Apple wenig erfreut sein und wohl in dieser Angelegenheit bald eine Menge an Rechtsanwälten beauftragen. Angeblich sei es gelungen Apples AirPlay zu hacken, sodass Musik- und Video-Streaming auf der Basis dieses Protokolls nicht nur mit lizensierten Geräten funktioniert.

Von Michael Holzinger (mh)
11.04.2011

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Wie verschiedene Medien berichten, dürfte es einem umtriebigen Entwickler gelungen sein, eine Lücke in Apples AirPlay Protokoll zu finden, und diese dafür zu nutzen, um Inhalte wie Audio und Video über AirPlay auch an eigentlich nicht dafür lizenzierte Hard- und Software zu übertragen.

James Laird, so die Berichte, habe dafür einen Apple Airport Express sehr, sehr genau unter die Lupe genommen und die Firmware ausgelesen um den so genannten Private Key für das Remote Audio Output Protocol, kurz ROAP zu ergattern. Mit diesem ist es zumindest prinzipiell möglich, Inhalte über Apple AirPlay auf Geräte zu Streamen, die offiziell gar nicht dafür vorgesehen sind, da deren Anbieter die entsprechenden Protokolle nicht bei Apple lizenziert und somit keine Gebühren entrichtet.

Insofern dürfte Apple darüber ganz und gar nicht erfreut sein und sehr rasch die ganze Armada an Juristen der Rechtsabteilung darauf ansetzen. Denn schließlich geht es hier um bares Geld, ganz abgesehen davon, dass ein derartiges Vorgehen des Entwicklers zumindest im Graubereich angesiedelt ist. Vor allem, da Laird bereits den Key im Web verteilt und entsprechende Programme anbietet, die den Erfolg seiner Eingriffe demonstrieren sollen.

Michael Holzinger

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