Apple bestätigt iOS 5 und iCloud - Präsentation zur WWDC

Kein anderes Unternehmen beherrscht es derart gut, eine treue Fangemeinde für die eigene Marketing-Strategie einzuspannen, wie Apple. Zahllose Gerüchte ranken sich um Produkte und Lösungen, die es vielleicht einmal geben könnte oder geben wird. Ein derartiger Hype wäre mit keinem Marketing-Budget der Welt zu bezahlen.

Von Michael Holzinger (mh)
31.05.2011

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Das wohl wichtigste Instrument um diese Maschinerie an Gerüchten und Spekulationen am laufen zu halten, ist eine offiziell überaus restriktive Informationspolitik, gepaart mit einigen sorgsam und an der richtigen Stelle gestreuten Gerüchten. Schon kleinste Andeutungen führen zu heftigsten Spekulationen darüber, an was denn Apple wohl arbeite und wann mit diesen Neuerungen zu rechnen sei. Selbst nach einer neuen Vorstellung wird bereits über die nächste Generation spekuliert, denn da gäbe es ja das ein oder andere Ausstattungsmerkmal, dass beim neuen Gerät noch fehle und sicher in der nächsten Version zu finden sein werde. Von offizieller Seite heisst es aber immer, man kommentiere künftige Entwicklungen nicht und gäbe keine Information über noch nicht veröffentlichte Produkte oder Lösungen preis.

Daher erstaunt es umso mehr, dass Apple bereits jetzt, rund eine Woche vor der anstehenden WWDC, der Worldwide Developers Conference und somit dem einzigen verbliebenen Großereignis von Apple, erste Informationen darüber gibt, was an Neuerungen zu erwarten ist.

So soll die Entwickler-Konferenz ganz im Zeichen von Software, aber auch neuen Services stehen, die niemand geringerer als Apples CEO Steve Jobs selbst im Rahmen einer Keynote präsentieren wird.

Das erste große Thema soll uns nicht weiter interessieren. Hierbei handelt es sich um Apples neuestes Betriebssystem für Desktop-Systeme und Notebooks Apple MacOS X Lion, zu dem Apple bereits vor geraumer Zeit erste Informationen preis gab. Interessanter hingegen ist, dass auch eine neue Version des Betriebssystems für mobile Devices, also Apple iPhone, iPod touch und iPad sowie Apple TV gezeigt werden soll. Dies war wohl mit eines der am heftigst diskutierten Themen in den einschlägigen Foren, nun ist es fix: auf der WWDC wird Apple erstmals iOS 5 präsentieren, wobei derzeit noch nicht bekannt ist, wann dieses Betriebssystem auch tatsächlich verfügbar sein soll.

Auch über die zu erwartenden Neuerungen ist natürlich bislang noch nichts bekannt, wenngleich das Web natürlich auch diesmal voll von Spekulationen der unterschiedlichsten Art ist. Was es dann tatsächlich wird, wird wohl erst nach der Keynote zur WWDC in San Francisco feststehen.

Ebenso, was Apple nun tatsächlich unter iCloud versteht. Das dieser Dienst wohl kommt, stand ebenfalls schon länger fest, nachdem sich Apple die Domain iCloud.com gesichert hatte. Und das iCloud das bereits mehr als angestaubte kostenpflichtige Mobile.Me ersetzen wird, kann wohl auch als gegeben angenommen werden. Was das Unternehmen aus Cupertino aber exakt mit „...Apples künftiges Angebot an Diensten auf Cloud-Computing Basis“ meint, kann derzeit nur Ansatzweise vermutet werden. So könnte es Backups für Clients ebenso umfassen wie erweiterte Synchronisations-Optionen für persönliche Daten, aber auch Apples Antwort auf die mehr als missglückten Cloud-Dienste von Amazon.com und Google für Musik-Dienste.

Insider gehen derzeit davon aus, dass Apple wohl, im Gegensatz zu Amazon.com als auch Google, weitgehende Abkommen mit führenden Vertretern der Medien-Industrie in der Tasche habe und iCloud somit eine Erweiterung des iTunes Store für Musik und Filme, sei es nun für Streaming als auch persönliche Speicherlösung in der Cloud sein könnte.


Spätestens nach der Keynote von Steve Jobs werden wir auch diesbezüglich klarer sehen und nicht mehr auf die Weissagungen angeblich bestens informierter Insider, selbstverliebter Analysten oder allzu übereifriger Journalisten angewiesen sein. Diese Keynote wird am am Montag, 6. Juni um 10.00 Uhr Ortszeit in San Francisco stattfinden. Ein paar Tage also nur noch...


Michael Holzinger

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