Foto © Apple Inc.

Apple iTunes 12.4 - Zurück zu Bewährtem…

Erstaunlich lange hat sich Apple Inc. zeit gelassen, der Musik-Verwaltungssoftware ein neues Update zu verpassen. Immerhin, sieben Monate ist es bereits her, dass letztmals ein größeres Update anstand, nun aber steht Apple iTunes 12.4 zur Verfügung und überrascht mit Altbewährtem.

Kurz gesagt...

Mit der nunmehr vorliegenden Version Apple iTunes 12.4 besinnt sich Apple Inc. einiger Tugenden alter Versionen, die zwischenzeitlich nahezu verschwunden waren, nunmehr als Neuigkeit angepriesen werden.

Wir meinen...

Hoffen wir, dass sich bei Apple Inc. schön langsam die Erkenntnis durchsetzt, mit den letzten gravierenden Änderungen bei Apple iTunes einen gehörigen Bauchfleck hingelegt zu haben. Selbst eingeschworene Apple-Jünger beklagen seit dem, dass sie mit der Medienverwaltungssoftware immer weniger anzufangen wüssten. Zumindest das nun die Seitenleiste wieder fester Bestandteil der Benutzeroberfläche ist, geht in die richtige Richtung. Und es wäre nicht Apple, würde man dies den Anwendern nicht als Neuerung „verkaufen“…
Hersteller:Apple Inc.
Vertrieb:Apple Inc.
Preis:kostenlos

Von Michael Holzinger (mh)
17.05.2016

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Rund um Apples Musik-Verwaltungssoftware für Apple OS X sowie Microsoft Windows gab es in den letzten Tagen gehörig medialen Wirbel. Da wurde von Fällen berichtet, bei denen Anwendern die komplette Musik-Sammlung abhanden kam, und zwar ohne jedwede Vorwarnung. Inhalte, die in besserer Qualität vorlagen, wurden automatisch durch Daten im Apple-eigenen, verlustbehaftet komprimierten AAC-Format ersetzt, teils tauchten gar komplett falsche Inhalte auf, und die Ursprungsdaten waren verloren.

Dazu sei gesagt, dies alles geschah im Umfeld von Apple Music, also dem vergleichsweise jungen Musikdienst von Apple Inc., der zwar Funktionen von Apple iTunes Match übernimmt, genauer gesagt dessen Synchronisation über Apple iCloud, aber dann doch nicht mit diesem gleichzusetzen ist. Zudem hätte allein ein Backup, wie man es ja tunlichst auch von Audio-Daten anlegen sollte, die Sache zumindest entschärft.

Nichtsdestotrotz ist dies natürlich letztlich eine sehr merkwürdige Geschichte, und keinesfalls zu tolerieren. Apple jedenfalls könne sich all dies nicht erklären, könne die Fehler nicht nachvollziehen, will sich aber schnellstmöglich darum kümmern, so das eher nichtssagende Versprechen des Unternehmens.

Dass dies nun bereits mit dem aktuell vorliegenden Update von Apple iTunes geschah, ist nicht anzunehmen, zumindest fehlt jedweder Hinweis darauf in den entsprechenden Support-Unterlagen. Daher ist die neue, nunmehr verfügbare Version von Apple iTunes 12.4 wohl ein Update, das ohnedies anstand, und letztlich wohl auch schon überfällig ist. Immerhin gab es das letzte große Update von Apple iTunes vor sieben Monaten.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich die tatsächlichen Neuerungen in Apple iTunes 12.4 mit nur wenigen Worten beschreiben lassen, denn im Wesentlichen handelt es sich um eine Änderung, die mehr ein Eingeständnis ist, mit den letzten Versionen gehörig daneben gegriffen zu haben.

So verkauft Apple etwa die nunmehr wieder stark im Fokus stehende Seitenleiste als große Neuerung, die einen Überblick allen voran über eigene Playlists erlaubt. Mit den letzten großen Updates war diese nahezu völlig verschwunden, musste vom Anwender separat aktiviert werden. Nun ist sie wieder integraler Bestandteil der überarbeiteten Benutzeroberfläche. Dazu gehört auch eine neu gestaltete Auswahl der Medien-Typen, also Musik, Filme und TV-Sendungen usw., die unter der Wiedergabesteuerung zu finden ist. Das war es aber schon mit den offensichtlichen Neuerungen, die abgesehen von den üblichen Performance-Optimierungen und Sicherheitsverbesserungen in Apple iTunes 12.4 eingeflossen sein sollen.

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