Apple präsentiert iPad mit 128 GByte - Darf‘s ein wenig mehr sein?

Glaubt man den Versprechungen der Industrie, nicht zuletzt jenen von Apple, so dürfte es dieses Apple iPad gar nicht geben. Denn mit all den Cloud-Diensten, in der Apple-Welt natürlich Apple iCloud, wäre lokaler Speicher nicht wirklich wesentlich. Dennoch präsentiert Apple nunmehr ein Apple iPad, dessen einzige Neuerung die Speicherkapazität von nunmehr 128 GByte darstellt.

Von Michael Holzinger (mh)
29.01.2013

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Seit geraumer Zeit versuchen uns verschiedenste Größen der IT-Welt, der Telekommunikation und nicht zuletzt so manch „weiser“ Analyst so genannte Cloud-Dienste schmackhaft zu machen. Persönliche Daten jedweder Art sollen nicht mehr auf lokalen Speicher-Systemen, auf einem PC oder gar einem Smartphone oder Tablet gesichert, sondern vielmehr in die „Wolke“ ausgelagert werden, und zwar bei zumeist kostenpflichtigen Diensten, denn folgt man diesem Vorschlag, so wird man zumeist mit den kostenlos angebotenen Kontingenten nicht das Auslangen finden.

Diese Auffassung vertritt natürlich auch das kalifornische Unternehmen Apple, das seit Jahr und Tag einen entsprechenden Dienst, zunächst als Mobile.me, nunmehr als Apple iCloud, anbietet. „iCloud macht viel mehr als Inhalte speichern – du kannst damit auf deine Musik, Fotos, Kalender, Kontakte, Dokumente und mehr zugreifen, egal welches Gerät du gerade benutzt“, so bewirbt Apple den Dienst, wobei die Strategie des Konzerns diesbezüglich keineswegs konsistent und immer nachvollziehbar erscheint.

Dazu passt auch, dass es das nunmehr präsentierte Apple iPad demnach gar nicht geben müsste, denn die einzige Neuerung des neuesten Apple iPad ist nichts anderes, als das dieses mit 128 GByte eine doppelt so große Speicherkapazität aufweist, als das bislang bestausgestattete Modell.

Natürlich können Cloud-Dienste gute Dienste leisten, aber vielfach ist es nach wie vor die beste Lösung, Daten vollständig in eigener Kontrolle zu behalten, und keinen Online-Dienst anzuvertrauen. Selbst wenn man das Thema Datensicherheit ausblendet, so bleibt immer noch das Thema einer ständigen Online-Verbindung, die in der Praxis wohl kaum erzielt wird, gerade wenn es um multimediale Inhalte geht, die eine hohe Datenrate erfordern. Klar, ein, zwei Songs, vielleicht auch ein Album, das lädt man sich schonmal auch unterwegs aufs Tablet oder Smartphone, aber die gesamte Mediathek? Und auch Online Musik-Dienste wie Spotify, Deezer usw. sind mit einem Schlag völlig nutzlos, wenn keine adäquate Online-Verbindung zur Verfügung steht.

Daher wird es viele freuen, dass nunmehr Apple ein iPad mit einer Speicherkapazität von 128 GByte anbietet, denn da finden dann durchaus auch größere Mediatheken, der ein oder andere Film, abertausende Fotos und ebensoviele Apps ausreichend Platz.

Die übrige Ausstattung des neuen Apple iPad-Modells hält keine Überraschungen bereit, diese entspricht jener, der schon bislang angebotenen Produkte. So verfügt auch das neueste Apple iPad über ein so genanntes Retina-Display mit einer Bilddiagonale von 9,7 Zoll und LED-Hintergrundbeleuchtung, das mit IPS-Technologie und somit als Multi-Touch Display ausgeführt ist. Es weist eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Bildpunkten und eine nach Angaben von Apple fettabweisende Beschichtung auf. Als Prozessor kommt ein Dual-Core A6X mit integrierter Quad-Core Grafik zum Einsatz und das Gerät lässt sich über WiFi nach IEEE 802.11n ins Netzwerk einbinden. Zudem verfügt das Apple iPad über ein integriertes Bluetooth 4.0 Modul und ist optional mit UMTS bzw. LTE erhältlich, wobei letzteres teils in Deutschland und der Schweiz, nach wie vor aber nicht in Österreich genutzt werden kann.

Eine Kamera mit 1,2 MPixel steht an der Front als so genannten Apple FaceTime-Kamera, eine zweite mit 5 MPixel an der Rückseite zur Verfügung. Diese bietet einen Autofokus, f/2.4 und verfügt über eine automatische Gesichtserkennung. Natürlich wird Geotagging unterstützt und es lassen sich Filme in 1.080p aufnehmen. Die Kamera auf der Front erlaubt immerhin Videos mit 720p. Ein integrierter Lautsprecher, ein Mikrofon sowie ein 3,5 mm Stereo Mini-Klinken-Anschluss, ein integrierter 3-Achsen Gyrosensor, ein Beschleunigungssensor sowie ein Umgebungslichtsensor runden die Ausstattung ab. Die kabelgebundene Datenübertragung mit PCs und Macs sowie die Kontaktaufnahme mit Zubehör wie etwa Audio-Docks erfolgt über den so genannten Apple Lightning-Connector. Ein passendes Netzteil samt Datenkabel ist natürlich im Lieferumfang enthalten. Damit lässt sich der integrierte Lithium-Polymer-Akku mit 42,5 Wattstunden laden, der nach Angaben von Apple eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden aufweist, natürlich abhängig von der Nutzung des Tablets.

Als Betriebssystem ist auf dem neuen Apple iPad natürlich Apple iOS 6.1 und somit die derzeit neueste Version installiert und das Apple iPad soll ab dem 5. Februar 2013 erhältlich sein. Apple gibt für das neue Apple iPad einen Preis von € 799,- in der WiFi Variante, und € 929,- für die Version mit integriertem UMTS/ LTE-Modul an. Der Kunde hat dabei die Wahl zwischen einer Ausführung in Weiss und Schwarz.

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