Apple verlängert MobileMe-Accounts für Bestandskunden, keine Neuanmeldung mehr möglich

Im Zuge der Präsentation des neuen Apple iCloud-Dienstes gab Apples CEO Steve Jobs an, dass das ab Herbst kostenlos angebotene iCloud den bislang verfügbaren kostenpflichtigen Dienst MobileMe ersetzen wird. Bestehende MobileMe-Accounts werden dann in iCloud übernommen.

Von Michael Holzinger (mh)
07.06.2011

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Bislang bot Apple mit den so genannten MobileMe-Accounts nicht nur einen Email-Account, sondern eine Option zur Datensynchronisation für persönliche Daten wie Kontakten, Terminen, Notizen, Websites und Einstellungen an, um diese über mehrere Geräte bis hin zu Apple iPhone und iPad auf dem stets aktuellen Stand zu halten. Zudem wurde allen Kunden ein Online-Speicher in Form einer so genannten iDisk mit einer Kapazität von 20 GByte zur Verfügung gestellt und der Account konnte natürlich auch als Zugang zum iTunes Online-Store sowie für iChat und in Folge auch Facetime genutzt werden.

In letzter Zeit war der Dienst zunehmend unter Kritik geraten, da viele der hier enthaltenen Dienste von anderen Anbietern in besserer Form und zumeist kostenlos angeboten wurden. Dies musste auch Apple eingestehen und präsentierte daher den deutlich erweiterten Dienst Apple iCloud, der ab Herbst 2011 angeboten wird und MobileMe ablöst.

Bestehende MobileMe-Accounts sollen dabei übernommen werden und somit künftig als iCloud-Account zur Verfügung stehen. Kunden erhielten nun die Benachrichtigung, dass ihr Account zunächst kostenlos bis 30. Juni 2012 verlängert und dann beendet wird. Zu diesem Zeitpunkt soll dann ohnedies allein iCloud alle bislang verfügbaren Dienste und etliche neue Angebote beinhalten. Interessant ist dabei aber, was mit all den Daten geschehen soll, die über das mit iCloud verfügbare kostenlose Speicherkontingent von 5 GByte hinaus gehen. Apple MobileMe-Kunden stand bislang für Mails und die so genannte Apple iDisk ein Kontingent von 20 GByte zur Verfügung.

Neue Accounts können derzeit übrigens nicht mehr erstellt werden. Lediglich Anwender eines so genannten Familien-Accounts können derzeit noch neue Alias-Adressen im Rahmen ihres Accounts erstellen.

Michael Holzinger

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