Foto © Arcam

Arcam A39 Integrated Amplifier - Einer mehr in der G-Klasse…

Als kleiner Bruder des durchaus mächtigen Arcam A49 soll sich der neue Arcam A39 präsentieren, der viele Tugenden der „Familie“ aufgreift und damit die Spitzenposition in seiner Klasse für Arcam sichern soll.

Kurz gesagt...

Als kleiner Bruder des durchaus mächtigen Arcam A49 soll sich der neue Arcam A39 präsentieren, der viele Tugenden der „Familie“ aufgreift und damit die Spitzenposition in seiner Klasse für Arcam sichern soll.

Wir meinen...

Für die gebotene Ausstattung präsentiert sich der neue Arcam A39 Integrated Amplifier als geradezu kompakte HiFi-Lösung, die wohl kaum Wünsche offen lässt. Zahlreiche Schnittstellen stehen für verschiedenste Quellen zur Verfügung, sodass man hier eine leistungsstarke, schicke „Zentrale“ für ein tadelloses HiFi-System erhält.

Von Michael Holzinger (mh)
17.11.2014

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Es gibt Unternehmen, deren Name allein steht für eine gewisse Philosophie in der HiFi, und die HiFi-Schmiede Arcam symbolisiert für viele HiFi-Enthusiasten die traditionelle „englische Schule“. Allen voran haben die Verstärker der Engländer zu diesem tadellosen Ruf beigetragen, sodass es aufhorchen lässt, wenn das Unternehmen nunmehr behauptet, dass der Arcam A39 Integrated Amplifier den bisherigen Höhepunkt in der Verstärker-Entwicklung darstelle, und all die Erkenntnisse, die man in 40 Jahren Entwicklungsarbeit gewinnen konnte, seien in diese neueste Verstärker-Generation eingeflossen.

Die neueste Generation führt bei Arcam der nagelneue Arcam A49 Integrated Amplifier an, das absolute Flaggschiff, gefolgt vom ebenfalls neuen Arcam A39, der doch deutlich günstiger zu haben ist, aber dennoch viele Eigenschaften mit dem Top-Produkt im Stereo-Segment der Engländer gemeinsam haben soll.

Auch der Arcam A39 Integrated Amplifier ist mit Sicherheit alles andere als ein Leichtgewicht, schließlich bringt er mit Abmessungen von 433 x 425 x 100 mm gar nicht so bescheidene 11,5 kg auf die Waage. Dies zeigt klar, dass hier nicht an falscher Stelle gespart wurde, selbst wenn sich das System, wie aus den Abmessungen ersichtlich, als vergleichsweise schlanke Lösung präsentiert.

Und genau diese durchaus kompakten Abmessungen könnten einmal mehr dazu beitragen, dass sich so mancher Kunde dann doch für ein derart hochwertiges System entscheidet, denn damit ist es vergleichsweise einfach, rund um den selbst recht kompakten Stereo Vollverstärker ein feines HiFi-System aufzubauen, ohne dabei schwerwiegende Kompromisse eingehen zu müssen.

So setzten die Entwickler etwa beim die gleich hohen Maßstäbe an ein tadellos bedämpftes und resonanzarmes Gehäuse, wie beim Flaggschiff, und auch bei den Bauteilen kamen allein streng selektierte Bauteile zum Einsatz, ebenso ein besonders ausgeklügeltes Schaltungsdesign.

So präsentiert sich der Arcam A39 Integrated Amplifier als so genannter Class G Verstärker, nach Ansicht der englischen Entwickler die beste Lösung, um einen besonders effizienten, in jeder klangtechnischen Beziehung überzeugenden Verstärker zu realisieren. Allerdings betont Arcam, dass der neue Arcam A39 bis zu einer Leistung von 20 Watt in reinem Class A arbeite, und erst danach die vollen Vorzüge der Class G Topologie betreffend Leistungsreserven bei gleichzeitig detailreicher Wiedergabe mit hoher Effizienz vollends zum Tragen kommen. So entwickle der Arcam A39 Integrated Amplifier immerhin 120 Watt pro Kanal, und zwar an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 8 Ohm. Weisen diese eine Impedanz von lediglich 4 Ohm auf, so könne der Arcam A39 gar 240 Watt pro Kanal liefern, und zwar mit einer enormen Schnelligkeit und jederzeit absolut sauber und akkurat auf den Punkt. Damit eigne er sich für nahezu jedes Lautsprecher-System, da er diese stets vollständig unter Kontrolle habe.

An Anschlüssen besteht beim neuen Arcam A39 Integrated Amplifier sicher kein Mangel. Immerhin stehen hier sechs Cinchbuchsen-Pärchen plus eine zusätzliche Phono-Vorstufe für MM Tonabnehmer-Systeme zur Verfügung. Ein Ausstattungsmerkmal, das beim direkten Vorgänger, dem Arcam A38 Integrated Amplifier noch mit einem Aufpreis von immerhin € 210,- zu Buche schlug. Ein Record Out sowie ein zusätzlicher Preamp Out stehen ebenfalls zur Verfügung. Ein 12V Trigger-Anschluss, ein USB-Port als auch ein weiterer Accessory Power-Anschluss in Form einer 2,1 mm Mini-Klinkenbuchse (6V, 1A)zur Stromversorgung etwaiger Zubehör-Lösungen sowie insgesamt acht solide Lautsprecher-Schraubklemmen komplettieren die Ausstattung an der Rückseite.

An der Front findet man natürlich zunächst einen durchaus großzügig ausgelegten Drehgeber, einen Mute-Taster und Balance-Regler, einen Taster zu Aktivierung/ Deaktivierung des großzügigen Displays, sowie separate Taster für jeden Eingang und zwei Auswahl-Taster für die eben erwähnten Anschlüsse für die Lautsprecher-Systeme (SP1 und SP2). Ein weiterer Aux-Eingang in Form einer 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse sowie ein ebenfalls als 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse ausgeführter Kopfhörer-Anschluss komplettieren die Front.

Natürlich ist im Lieferumfang eine passende Fernbedienung enthalten, und zwar die Arcam CR902 Remote Control, eine System-Fernbedienung, mit der auch weitere Komponenten aus der Arcam FMJ-Serie gesteuert werden können.

Verfügbar ist der neue Arcam A39 Integrated Amplifier nach Angaben des Vertriebs ab sofort, und zwar in bewährter Art und Weise in dezentem Schwarz mit matter Front aus Aluminium. Wer sich für den Arcam A39 Integrated Amplifier begeistert, der sollte diesen also bereits dieser Tage zum empfohlenen Verkaufspreis von € 1.800,- im Fachhandel finden.

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