Foto © Arcam

Arcam Solo Bar - Nun auch eine Soundbar von Arcam…

Es erstaunt dann doch ein wenig, dass nun auch die englische HiFi-Schmiede Arcam auf Soundbars setzt, und die neue Arcam Solo Bar präsentiert. Weniger erstaunlich ist es, dass das Unternehmen hierbei nicht irgend ein Produkt für besseren TV-Sound präsentiert, sondern eine überaus üppig ausgestattete Lösung.

Kurz gesagt...

Die Soundbar neu durchdacht, so beschreibt Arcam die neue Arcam Solo Bar, und somit die erste Soundbar der renommierten englischen HiFi-Schmiede.

Wir meinen...

Es erstaunt zunächst doch ein wenig, dass nun auch ein Hersteller vom Kaliber Arcams sich dem Marktsegment Soundbar-Lösungen widmet, andererseits ist es bei genauerer Betrachtung ein logischer, konsequenter Schritt. Schließlich verfügt man über die entsprechende Expertise, und die Eckdaten machen klar, dass man diese auch zu nutzen weiss. Hier erwartet uns wohl ein wirklich feines Produkt, auf das wir schon sehr gespannt sind.

Von Michael Holzinger (mh)
30.10.2014

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Aktuelle TV-Geräte sind vielfach bereits ganz bewusst so ausgelegt, dass da zwar noch irgendwelche Lautsprecher drinnen sind, aber wohl kaum ein Hersteller ernsthaft damit rechnet, dass diese dem Käufer auch tatsächlich genügen. Denn anständigen Klang, den können nur die wenigsten tatsächlich liefern. Vielmehr verweisen immer mehr Hersteller im TV-Segment direkt auf externe Audio-Lösungen, in erster Linie natürlich auf Produkte aus dem eigenen Hause. Allerdings ist der Kunde damit wohl nicht bestens beraten, viel empfehlenswerter wäre es, sich bei Lösungen echter Spezialisten umzusehen, also etablierte Lautsprecher-Produzenten, die ihr Handwerk tatsächlich verstehen und somit auch bestens darüber bescheid wissen, wie man ein gut und überzeugend klingendes, möglichst kompaktes System entwickelt. Denn nichts anderes ist ja schließlich eine Soundbar, die unterm Fernseher platziert, die Lücke füllt, die aktuelle TV-Geräte im AV-Equipment hinterlassen.

Und es gibt inzwischen nahezu keinen etablierten HiFi- und Lautsprecher-Produzenten, mal abgesehen vom High-end Segment, der nicht bereits einige Soundbar-Systeme im Angebot hat. Dass nun aber auch die englische HiFi-Schmiede Arcam in diesem Bereich mitmischen will, ist dann doch ein wenig erstaunlich, aber bei genauerer Betrachtung dann doch wieder konsequent. Schließlich kann man auf einen großen Erfahrungsschatz im Bereich AV-Lösungen verweisen, und genau davon soll die nunmehr erstmals präsentierte Arcam Solo Bar direkt profitieren.

„So pure, so stylish…“ bewirbt Arcam die neue Soundbar, und verspricht, für deren Entwicklung das Konzept einer Soundbar völlig neu erarbeitet zu haben. So soll all die Expertise im Bereich hochwertiger AV-Systeme in die Entwicklung mit eingeflossen sein, und die neue Arcam Solo Bar tatsächlich eine tadellose AV-Lösung darstellen, und sich nicht nur damit begnügen einfach einen etwas besseren Fernsehton zu liefern.

So habe man bei der Analyse des Angebots am Markt festgestellt, dass viele Soundbar-Systeme allein mit Hinblick auf einen besonders kleinen Preis entwickelt werden, und etwa im Angebot von TV-Hersteller allen voran ein möglichst geringes Volumen im Fokus steht, um nur ja eine Lösung zu realisieren, die kaum auffällt. Was rein optisch vielleicht noch praktisch erscheint, gilt dann leider auch zumeist für deren Klang: es fällt kaum auf, dass da eben nicht der Fernseher allein spielt, sondern tatsächlich eine zusätzliche Soundbar im Spiel ist. Da kann man sich die zusätzliche Soundbar ja auch gleich sparen…

Bei der neuen Arcam Solo Bar habe man vielmehr das Ziel verfolgt, ein Sound-System zu entwickeln, das zwar erstklassigen Ton fürs Fernsehen liefert, aber auf einem Niveau spielt, bei dem auch die Wiedergabe von Musik überzeugt, also ein vollwertiges Audio-System für alle Eventualitäten.

So misst die Arcam Solo Bar exakt einen Meter in der Breite, weist eine Tiefe von 110 mm, und eine Höhe von 130 mm auf, und bringt es damit auf ein Gewicht von 6,4 kg. Sie präsentiert sich mit einem durchaus sehr eleganten Design, wobei zentral ein Display samt wesentlichen Bedientasten, rechts und links davon die Speaker angeordnet sind, die mittels eines Anthrazit-farbendem Lautsprecher-Grill geschützt werden. Die Arcam Solo Bar weist elegant geschwungene Formen auf, und kann etwa auf einem Sideboard oder Lowboard aufgestellt, aber auch direkt an der Wand montiert werden.

Zum System wird optional ein Subwoofer angeboten werden, der 310 x 430 x 310 mm misst, und ebenso wie die Soundbar selbst, in Schwarz gehalten ist. Dieser bringt 12,4 kg auf die Waage und arbeitet als so genannter Downfire-Subwoofer. Er weist an der Rückseite alle relevanten Bedienelemente auf, um perfekt an den Raum und die jeweilige Position im Raum angepasst zu werden. Die Verbindung mit der Soundbar erfolgt wahlweise über Funk oder mittels Kabel.

In der Arcam Solo Bar stecken vier 4 Zoll Breitband-Treiber, jeweils zwei pro Kanal, die durch ebenfalls zwei 1 Zoll Hochton-Treiber ergänzt werden. Diese werden mittels Class D Verstärker mit einer Leistung von 100 Watt bedient. Der Subwoofer liefert mit einem 10 Zoll Treiber und einer Leistung von 300 Watt ein wohl solides Bassfundament.

Die Signalverarbeitung der Arcam Solo Bar soll, davon zeigt sich der Hersteller überzeugt, auf die Verarbeitung von HD Audio-Inhalten ausgelegt sein, und somit eine absolut natürliche, dynamische und detailtreue Wiedergabe sicherstellen. Das System verarbeitet gar alle aktuellen Surround-Formate, also Dolby TrueHD sowie dts-HD, allerdings verspricht das Unternehmen erfreulicherweise keine Virtual Surround-Effekte, sondern vielmehr eine ansprechende, raumfüllende Wiedergabe. Über drei Audio Modes - Stereo, Movie und Concert - kann die Wiedergabe den Inhalten entsprechend angepasst werden.

An Anschlüssen stehen hier insgesamt vier HDMI-Schnittstellen als Eingänge und ein HDMI-Ausgang zur Verfügung, um alle relevanten Quellgeräte anschließen zu können. Darunter natürlich auch den Fernseher selbst, wobei dieser über den so genannten ARC (Audio Return Channel) Inhalte an die Soundbar weiterreicht. Nicht unerwähnt bleiben darf dabei, dass die Arcam Solo Bar Inhalte in 4K durchschleift, also über eine entsprechende Pass through-Funktion verfügt.

Zudem bietet die Arcam Solo Bar einen optischen als auch koaxialen Digitaleingang, sowie einen analogen Eingang in Form einer 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse, um weitere Quellen anschließen zu können. Mobile Devices lassen sich mittels Bluetooth einbinden, wobei dabei natürlich der Codec apt-X unterstützt wird, um eine verlustfreie Signalübertragung mit „CD-Qualität“ sicherzustellen.

Die Anbindung mittels Bluetooth bietet zudem den Vorteil, dass die Steuerung der Soundbar auch über Smartphones und Tablets erfolgen kann. Dazu steht sowohl für Apple iOS als auch Google Android eine entsprechende App zur Verfügung.

Da die Verbindung zum Fernseher aber wie bereits erwähnt über HDMI erfolgt, wird natürlich auch HDMI CEC unterstützt. Dies bedeutet, dass die Fernbedienung des Fernsehers auch direkt die Lautstärke der Soundbar steuert. Dennoch ist im Lieferumfang der Arcam Solo Bar auch eine passende Infrarot-Fernbedienung enthalten.

Die neue Arcam Solo Bar soll zumindest in England bereits dieser Tage verfügbar sein. Nach Angaben der englischen HiFi-Schmiede werden die übrigen Märkte in den nächsten Wochen bedient, wobei man leider noch keine detaillierte Preisangabe macht. Wir werden natürlich diese Information sofort nachreichen, sobald absehbar ist, wann die neue Arcam Solo Bar sowie der dazu passende optionale Subwoofer auch hierzulande im Fachhandel zu finden ist.

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