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Arcam irDAC - Vielseitiger externer D/A-Wandler mit Remote-Option

High End 2013: Bereits zu Beginn des Jahres kündigt die englische HiFi-Schmiede Arcam eine Erweiterung der so genannten Arcam r-Serie an, nun folgt eine weitere Lösung dieser Produktreihe, der Arcam irDAC, den das Unternehmen aus Cambridge als zentrale Schnittstelle einer digitalen Anlage ansieht, und ihn dafür mit zahlreichen Schnittstellen sowie einer Infrarot-Fernbedienung ausstattet.

Kurz gesagt...

Als Herzstück einer digitalen Anlage sei der Arcam irDAC konzipiert, der dafür Anschluss-Vielfalt und die Steuerung über Infrarot-Fernbedienung bietet.

Wir meinen...

Arcam verbessert ein ohnehin überaus spannendes Produkt nochmals in wesentlichen Bereichen und sorgt so nebenbei für mehr Komfort, sodass der neue Arcam irDAC wohl ein vorprogrammierter Erfolg sein wird, der vielleicht sogar jenen seines Vorgängers, den Arcam rDAC noch überflügeln könnte.

Von Michael Holzinger (mh)
14.05.2013

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Mit der so genannten r-Serie begründete die englische HiFi-Schmiede A & R Cambridge Ltd. unter ihrer wohl bekannteren Marke Arcam eine Produktreihe, die als kleine „Problemlöser“ konzipiert sind, die sich jedoch auf Grund ihrer Qualität zu überaus begehrten Produkten entwickelten, wobei der Schwerpunkt klar auf den Bereichen Streaming und Schnittstellen für Computer liegt. Den Anfang machte dabei der Arcam Solo rDAC, ein erstklassiger D/A-Wandler in besonders kompakter Form, wie unser Test seinerzeit bewies und der maßgeblich dazu beitrug, den tadellosen Ruf der gesamten Arcam r-Serie zu begründen.

Für Arcam stellte dieser Arcam Solo rDAC den Wiedereinstieg in das Segment der externen D/A-Wandler dar, den man interessanterweise über Jahre hinweg nicht bediente. Dabei war es Arcam, die im Jahr 1989 als erstes Unternehmen der HiFi-Branche einen externen D/A-Wandler produzierten. Allerdings waren D/A-Wandler über Jahre hinweg schlicht kein Thema in der HiFi, erst das immer ausgeprägtere Zusammenwachsen der IT und der HiFi sorgte wieder dafür, dass diese Produktklasse erneut auf immer größeres Interesse der Kunden stieß.

Wie bereits erwähnt, der Arcam Solo rDAC war und ist überaus erfolgreich, und auf diesen Erfolg, aber auch auf entsprechende Kundenrückmeldungen will Arcam nun mit dem neuen Arcam irDAC aufbauen, der erstmals im Rahmen der CES 2013 präsentiert wurde, wir berichteten, und mit dieser Lösung eine bei Konstruktion, Leistungsfähigkeit und Bedienkomfort nochmals verbesserte Lösung präsentieren.

Als Basis diente den Entwicklern in Cambridge aber nicht allein besagter Arcam Solo rDAC, sondern gar das Referenz-Modell Arcam FMJ D33 DAC, denn viele Erkenntnisse, die die Ingenieure hier gewinnen konnten, flossen auch in die Entwicklung des neuen Arcam irDAC ein. So setzt man hier etwa auf einen Wandler-Baustein des Typs Burr-Brown TI PCM1796, der Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz verarbeiten kann. Bei der Signalverarbeitung wurde viel Aufmerksamkeit auf eine möglichst effiziente Jitterreduktion gelegt, vor allem hier konnte man direkt von der Entwicklung des Arcam FMJ D33 DAC profitieren und somit auch in dieser Klasse eine Lösung realisieren, die nahezu ein Jitter-freies Signal ausgeben kann. Viel Aufwand trieb man auch bei der Isolierung der analogen und digitalen Baugruppen sowie einem durchgängig verkoppeltem Signalpfad. Obwohl es sich um eine sehr kompakte Lösung handelt, wurde auch nicht bei der Stromversorgung gespart und auf insgesamt acht separat geregelte Stromversorgungen gesetzt und die gesamte Elektronik in bewährter Art und Weise in ein möglichst kleines, aber nichts desto trotz sehr solides und hochwertiges Gehäuse aus Aluminium gesteckt. Dieses misst 160 x 100 x 40 mm und bringt es auf 700 g.

An Anschlüssen stehen zwei optische TOS-Link, zwei koaxiale S/PDIF- sowie eine USB-Schnittstelle für mobile Devices aus dem Hause Apple, und eine weitere USB-Schnittstelle für die Verbindung mit PCs und Macs zur Verfügung. Letztere ist natürlich als so genannte asynchrone USB-Schnittstelle ausgeführt, sodass allein der Arcam irDAC die volle Kontrolle über den Datenfluss behält. Neben einer weiteren koaxialen S/PDIF-Schnittstelle als digitaler Ausgang findet man an der Rückseite des Geräts natürlich auch einen analogen Ausgang in Form eines Cinchbuchsen-Pärchens. An der Front stehen zahlreiche Status LEDs zur Verfügung, die den jeweils aktiven Eingang visualisieren.

Die Steuerung erfolgt in erster Linie über eine im Lieferumfang enthaltene Infrarot-Fernbedienung, womit auch das „Rätsel“ um die Namensgebung dieser Lösung geklärt wäre. Beim Arcam irDAC steht die ersten beiden Buchstaben schlicht für Infrared, und dies hat einen ebenso banalen Grund. Die Entwickler von Arcam konzipierten den neuen Arcam irDAC nämlich als zentrale Schnittstelle einer digitalen Anlage, die nicht nur flexible Anschlussmöglichkeiten erfordert, sondern ebenso eine komfortable Bedienung. Die im Lieferumfang enthaltene Infrarot-Fernbedienung erlaubt somit nicht nur die Auswahl des Eingangs, sondern steuert auch einen Apple iPod, iPad oder iPhone, sobald diese an den Arcam irDAC angeschlossen sind. Auch die Wiedergabe einer nahezu beliebigen Software am PC oder Mac ist damit möglich, wenn dieser den Arcam irDAC als Audio-Interface nutzt. Dies wird über die HID-kompatiblen USB-Schnittstellen erzielt.

Nach Angaben des Unternehmens soll der Arcam irDAC Mitte 2013 im Fachhandel erhältlich sein. Weitere Informationen erhalten Sie in Deutschland bei GP Acoustics GmbH. In Österreich ist der verantwortliche Vertrieb R.M.S. State of the Art Audiovisual Products in Klagenfurt.

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