Arcam rBlink Bluetooth DAC - Kontaktfreudig?

Mit Hilfe des neuen Arcam rBlink Bluetooth DAC soll es auf besonders einfache Art und Weise möglich sein, Musik, etwa direkt von einem beliebigen Mobiltelefon, aber ebenso von einem Tablet oder PC drahtlos an ein HiFi-System zu übertragen. Und zwar ohne Netzwerk, sondern vielmehr einfach mit Bluetooth.

Von Michael Holzinger (mh)
04.06.2012

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Natürlich kann man mit modernen Streaming-Lösungen Musik auf sehr einfache Art und Weise von vielen mobilen Devices übertragen. Denn gleichgültig, ob man nun einen eigenen Streaming-Client besitzt, einen modernen AV-Receiver oder etwa einen Blu-ray Player mit Netzwerk-Option, ja selbst nahezu jeder aktuelle Fernseher ist inzwischen netzwerkfähig und mit einem Streaming-Client ausgestattet. Allerdings ist dafür immer zwingend auch ein Netzwerk erforderlich.

Viel einfacher wäre da eine Lösung, die ebenfalls drahtlos arbeitet, aber eben kein Netzwerk voraussetzt, wie etwa der Funkübertragungsstandard Bluetooth. Dieser gilt jedoch vielfach in audiophilen Kreisen als verpönt, denn bei der Datenübertragung von Audio über Bluetooth kommt es zu einer verlustbehafteten Datenreduktion. Manchmal allerdings wäre es dennoch schlicht praktisch, auf möglichst unkomplizierte Art und Weise Musik drahtlos übertragen zu können, und zwar ohne sich dafür in ein Netzwerk einklinken zu müssen.

Dies sieht man wohl auch bei Arcam so, denn mit dem neuesten Spross der so genannten Arcam R-Serie ermöglicht man genau dies, und zwar mit dem Arcam rBlink Bluetooth DAC.

Dass ausgerechnet eine renommierte HiFi-Schmiede wie Arcam auf Bluetooth setzt, überrascht dann doch ein wenig. Zumal das Unternehmen den Arcam rBlink Bluetooth DAC sogar als audiophilen Bluetooth Music Converter bezeichnet, was wohl kaum mit der Vorstellung vieler Klang-Enthusiasten vereinbar ist.

So setzt das englische Unternehmen auch auf einige wesentliche Merkmale, wie etwa einen besonders hochwertigen Wandler in Form eines Texas Instruments TI PCM 5102, der Signale mit 24 Bit verarbeitet, selbst wenn das Ursprungsmaterial natürlich diese Auflösung nicht aufweist. Zudem sollen, so Arcam, ausschließlich hochwertige Audioschaltkreise und Komponenten zum Einsatz kommen, die ebenfalls für eine tadellose Signalverarbeitung bürgen.

Der wesentlichste Punkt im Konzept von Arcam ist aber, dass man nicht allein auf das übliche Bluetooth Profil A2DP bzw. Advanced Audio Distribution Profile setzt, sondern auf apt-X, ein Protokoll, bei dem es eben zu keiner Datenreduktion kommt und die volle „CD-Qualität“ erzielt werden soll.

Einziges Problem an der Sache: es gibt nahezu kein mobiles Device, dass dieses Protokoll auch tatsächlich unterstützt. So steht bislang kein einziges Handy, Smartphone oder Tablet zur Verfügung, bei dem apt-X tatsächlich genutzt werden kann. Ausschließlich Apple OS X unterstützt apt-X tatsächlich, sodass man zumindest bei der Signalübertragung von einem PC-System aus dem Hause Apple in den Genuss der tatsächlich möglichen Qualität im Zusammenspiel mit dem Arcam rBlink Bluetooth DAC kommt.

Dies alles sollte man in der Praxis aber rasch wieder vergessen, denn der Komfort obsiegt in diesem Fall ganz sicher. Es ist einfach praktisch, Musik direkt vom Handy auf das HiFi-System zu übertragen, ohne dabei auch nur einen Gedanken an ein Netzwerk zu verschwenden. Einfach Bluetooth am mobilen Device oder PC aktivieren, die Suche nach neuen Devices starten, und an der Rückseite des Arcam rBlink Bluetooth DAC den Taster „Pairing“ drücken, schon finden sich die beiden Geräte und binnen weniger Augenblicke kann man mit dem Streamen von Musik beginnen.

Somit dürfte dem lediglich 75 x 100 x 26 mm kleinen, 350 Gramm leichten schwarzen Kästchen mit hochwertigen Aluminium-Druckguss-Gehäuse durchaus ein großer Erfolg beschieden sein. Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von lediglich € 190,- ist es zudem erfreulich preiswert im Fachhandel erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim österreichischen Vertrieb R.M.S. State of the Art Audiovisual Products

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