CES 2011: Mit dem so genannten Iomega TV kündigt Iomega einen Netzwerk-Mediaplayer auf der Basis von Boxee an." /> Sempre Audio

Auch Iomega TV setzt auf Boxee


CES 2011: Nachdem der Netzwerk-Spezialist D-Link bereits seit Kurzem die so genannte Boxee Box ausliefert, folgt nun ein weiteres Unternehmen der IT-Welt mit einem Netzwerk-Mediaplayer der auf die Lösung Boxee setzt. Es ist die EMC2-Tochter Iomega, die die neue Settop-Box kurzerhand schlicht Iomega TV taufte.

Von Michael Holzinger (mh)
07.01.2011

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Die beiden Lösungen von D-Link und Iomega Corporation setzen zwar auf die gleiche Software-Basis, unterscheiden sich aber dennoch in wesentlichen Ausstattungsmerkmalen. So sorgte der D-Link Boxee Box HD Media Player schon allein durch das außergewöhnlichs Design für Aufsehen, während Iomega auf ein eher klassisches, sehr schlichtes Design-Konzept setzt. Die Iomega TV präsentiert sich als kompakte Settop-Box mit schwarzem Kunststoffgehäuse, das entweder waagrecht oder senkrecht aufgestellt werden kann. Dank eines im Lieferumfang enthaltenen Stativs sieht vor allem die senkrechte Aufstellung durchaus schick aus und spart ganz nebenbei Platz. So kann die Iomega TV problemlos neben dem TV-Gerät aufgestellt werden, selbst bei beengten Verhältnissen.

Bereits auf der Frontseite steht beim Iomega TV ein USB-Anschluss zur Verfügung, ebenso an der Rückseite. Somit lassen sich Daten direkt von entsprechenden Speicher-Sticks sowie Festplatten wiedergeben. Neben einem HDMI-Ausgang, einem optischen Digitalausgang stehen natürlich auch analoge Anschlüsse für Audio- und Video-Daten zur Verfügung. Die Integration ins Netzwerk erfolgt wahlweise über eine Ethernet-Schnittstelle oder drahtlos über das integrierte WiFi-Modul.

Wie bereits erwähnt setzt auch Iomega bei dieser neuen Settop-Box auf das Betriebssystem Linux sowie das Open Source-Projekt Boxee zur Medienverwaltung und Wiedergabe. In erster Linie ist Iomega TV somit als Client für diverse Online-Dienste konzipiert, wobei die meisten davon nur in den USA zur Verfügung stehen. Dies betrifft natürlich vor allem die On-Demand Videoangebote sowie den Zugang zu diversen Angeboten von Sendeanstalten. So haben US-amerikanische Kunden laut Herstellerangaben Zugriff auf tausende Fernsehserien der führenden Anstalten wie CBS, NBC, Comedy Central, HGTV, Cartoon Network und viele mehr. Auch Dienste wie Vudu, Crackle oder Pandora sind für Anwender aus Europa durch eine IP-Sperre geblockt. Somit bleiben als Online-Dienste unterm Strich nur die üblichen Plattformen wie YouTube, FlickR, Twitter oder Facebook usw., was natürlich nicht wirklich berauschend ist.

Interessanter ist dann schon die Option, auf eigene Inhalte im Netzwerk zugreifen zu können. Im Netzwerk fungiert die Iomega TV als dlna-zertifizierter Streaming-Client, der auf entsprechende Server zugreifen und Musik, Videos und Fotos abrufen kann. Hier soll die Iomega TV nach Herstellerangaben alle gängigen Formate bis hin zu FLAC, H.264, WMV, MKV unterstützen. Selbst hochauflösende Inhalte mit bis zu 1.080p kann die Iomega TV verarbeiten und über HDMI an AV-Receiver bzw. TV-Geräte ausgeben.

Um auch derartige Datenmengen reibungslos verarbeiten zu können ist Iomega TV Herstellerangaben zufolge mit einem Intel Atom Prozessor CE4100 ausgestattet.

Der Anwender hat zudem die Wahl, ob er sich für ein Modell mit oder ohne integrierte Festplatte entscheidet. Wählt man die Modelle mit integrierter Festplatte, so stehen entweder 1 TByte bzw. 2 TByte Speicherkapazität für eigene Inhalte direkt am Gerät zur Verfügung.

Die Bedienung soll mit einer im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung besonders komfortabel erfolgen, da diese nicht nur die üblichen Tasten für die Wiedergabe-Steuerung und ein numerisches Tastenfeld umfasst, sondern zudem auf der Rückseite eine vollständige QWERTY-Tastatur, wenngleich nur im Miniatur-Format bietet.

Laut Iomega soll die neue Iomega TV bereits ab März weltweit verfügbar sein und somit auch hierzulande an den Fachhandel ausgeliefert werden. Leider fehlt bislang aber eine Angabe des lokalen Preises. Für die USA gibt der Hersteller einen Preis von US$ 229,99 für das Modell ohne Festplatte an. Das Modell mit 1 TByte soll nach Ansicht von Iomega für US$ 299,99 und die Iomega TV mit 2 TByte Festplatte zum Preis von US$ 349,99 angeboten werden.

Michael Holzinger

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