High End 2012: Mit einer Besonderheit wartete AudioQuest in München auf, und zwar einer sehr kleinen Besonderheit, dem USB Audio-Interface AudioQuest DragonFly." /> Sempre Audio

AudioQuest DragonFly - High Fidelity von jedem Computer?

High End 2012: Ein USB Audio-Interface ist dieser Tage ja nun wirklich keine Überraschung, das Interface AudioQuest DragonFly aber schon. Denn derart kompakt, und dennoch mit herausragenden Eigenschaften ausgestattet, sticht dieser USB Digital-Audio-Konverter dann doch aus dem üblichen Angebot in diesem florierenden Marktsegment hervor.

Von Michael Holzinger (mh)
06.05.2012

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Nicht weniger als High Fidelity von jedem Computer verspricht der US-amerikanische Kabel-Spezialist AudioQuest für das neueste Produkt im Angebot, den AudioQuest DragonFly. Damit wagt sich das Unternehmen auf ein derzeit sicher sehr heiß umkämpftes Terrain vor, und zwar jenes, an externen Audio-Interfaces, die aus jedem PC oder Mac eine audiophile Quelle machen sollen. Denn hier gibt es bereits zahllose Hersteller, die mit vielfältigen Lösungen um die Gunst der Kunden buhlen, und zwar in den unterschiedlichsten Preisklassen, sodass es dann doch ein wenig erstaunt, dass sich AudioQuest gerade diesen „Spielplatz“ für ein Produkt aussucht, dass auf den ersten Blick so gar nicht in das bisherige Sortiment passen mag.

Aus der Sicht von AudioQuest ist dieser Schritt aber eigentlich nicht mehr als eine konsequente Erweiterung des bisherigen Angebots, denn der PC, so zeigen sich Vertreter des Unternehmens im Gespräch mit sempre-audio.at in München überzeugt, wird zunehmend zur ernst zunehmenden Quelle vor allem auch bei besonders anspruchsvollen Musikliebhabern, die eben keinerlei Kompromisse bei der Klangqualität eingehen wollen. Damit bedient man also nach Ansicht des Herstellers die gleiche Zielgruppe, die man bislang bereits mit einem umfangreichen Kabelsortiment adressierte.

Die Besonderheit beim neuen, erstmals in München präsentierten USB-Interface AudioQuest DragonFly ist also nicht allein dessen prinzipielle Aufgabe und auch die besonders kompakte Bauform stellt heutzutage längst kein Novum dar. Vielmehr sind es all die Ausstattungsmerkmale, die der Hersteller in diesen kleinen Stick packte und vor allem die damit nach Ansicht des Unternehmens erzielbare Qualität, die wohl bei vielen, nicht nur bei uns, für großes Interesse sorgen wird.

AudioQuest versteht die neue Lösung DragonFly als überaus hochwertige, aber dennoch bezahlbare und vor allem besonders benutzerfreundliche Lösung, die aus jedem PC oder Mac eine audiophile Quelle machen soll. Wie bereits erwähnt fällt zunächst die kompakte Bauform dieser Lösung auf. So gleicht AudioQuest DragonFly einem herkömmlichen USB Speicher-Stick, wäre da nicht ein 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenanschluss, der zwar die einzige Schnittstelle darstellt, gleichzeitig aber viele Aufgaben übernehmen kann.

Herzstück des Audio-Interface ist nach Herstellerangaben ein besonders hochwertiger DAC-Baustein, und zwar ein 24 Bit ESS Sabre, wie er etwa auch in hochwertigen CD- und Blu-ray Playern eingesetzt wird. Ein wesentliches Merkmal des Sticks ist aber zunächst die asynchrone Class-1 USB-Datenübertragung mittels Streamlength-Protokoll. Dies bedeutet, dass die so wesentliche Kontrolle des Datenfluss nicht dem PC oder Mac überlassen wird, sondern das Audio-Interface DragonFly selbst die volle Kontrolle über die Taktung übernimmt. Dies geschieht nach Angaben des Herstellers mit Hilfe diskreter Dual-Master-Clocks, die für eine Minimierung des gefürchteten Jitter im DAC-Schaltkreis sorgen sollen. Überhaupt setzt AudioQuest eigenen Angaben zufolge auf einen direkt gekoppelten Schaltkreis, und zwar vom ESS-Sabre-DAC-Chip bis zur analogen Lautstärke-Kontrolle und dem analogen Ausgang der Treibersektion. Ja, Sie haben richtig gelesen, der AudioQuest DragonFly setzt auf eine analoge und eben nicht digitale Kontrolle der Lautstärke. Und zwar sowohl für den Fall, dass man direkt aktive Lautsprecher-Systeme oder auch eine Endstufe anschließt, den DragonFly selbst somit als Vorstufe einsetzt, aber ebenso für den ebenfalls integrierten Kopfhörer-Verstärker. Denn auch dieses Ausstattungsmerkmal kann dieses kompakte Audio-Interface von AudioQuest aufbieten.

Durch die analoge Pegel-Kontrolle soll sichergestellt werden, dass es auch bei der Lautstärke-Regelung zu keinerlei negativen Beeinflussung der Signalqualität kommt, etwa durch eine bei der digitalen Lautstärke-Regelung reduzierte Signalauflösung. Die analoge, aber digital gesteuerte Pegel-Kontrolle erlaubt nach Herstellerangaben eine Abstufung in 64 Schritten. Natürlich kann man diese auch komplett umgehen und den Ausgang als ungeregelten Line-Ausgang für Vorstufen einsetzen.

Analoge Signale verlassen den DragonFly von AudioQuest, wie bereits angeführt, über einen 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenanschluss. Dieser dient entweder direkt für den Anschluss von Kopfhörern oder eben Vorstufen, Endstufen oder aktive Lautsprecher-Systeme.

AudioQuest DragonFly kann digitale Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 96 kHz verarbeiten und benötigt weder unter Microsoft Windows noch Apple OS X spezielle Treiber. Das Interface wird sofort als Audio-Schnittstelle erkannt und ist somit unmittelbar für jedwede Applikation einsatzbereit. Über eine LED wird in verschiedenen Farben signalisiert, welche Sampling-Rate anliegt, wobei das Interface neben 44,1, 48 und 96 kHz auch 88,2 kHz unterstützt.

Noch steht leider nicht fest, wann und zu welchem Preis das neue Audio-Interface aus dem Hause AudioQuest tatsächlich hierzulande im Fachhandel zu finden sein wird. Man könne aber davon ausgehen, dass dieses Device zu einem überaus attraktiven Preis angeboten werden wird, so lautete die Aussagen der Vertreter von AudioQuest als auch dem österreichischem Distributor Audio Tuning Vertriebs GmbH übereinstimmend in München.

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