Audioengine D1 und Audioengine D2 - Drahtlose Audio-Übertragung mit bis zu 24 Bit

Wer auf der Suche nach einem externen Audio-Interface für Mac und PC mit integriertem Kopfhörer-Verstärker, digitalen Schnittstellen und tadellosem DAC ist, dem steht mit dem Audioengine D1 eine passende Lösung zur Verfügung. Mit dem Audioengine D2 steht zudem eine Funk-Lösung mit 24 Bit und 96 kHz zur Verfügung.

Von Michael Holzinger (mh)
27.11.2012

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Mit zwei besonders hochwertigen Lösungen richtet sich der US-amerikanische Spezialist Audioengine Corporation an Anwender, die einen PC oder Mac als zentrale Schnittstelle für die Musikverwaltung als auch Wiedergabe einsetzen. So soll das Audioengine D1 als flexibles Audio-Interface mit zahlreichen Schnittstellen bis hin zu einem integrierten Kopfhörer-Verstärker Audio-Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 96 kHz verarbeiten können. Noch flexibler präsentiert sich das Audioengine D2, denn diese Lösung besteht aus einem Sender plus Empfänger, sodass Musik über Funk übertragen werden kann, und zwar ebenfalls mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 96 kHz.

Beide Lösungen seien entwickelt worden, um all jenen flexible Werkzeuge zur Hand geben zu können, die Musik-Daten direkt am PC oder Mac verwalten und abspielen. Dabei soll kein Kompromiss in der Qualität eingegangen werden müssen, sodass diese Systeme nach Angaben des Herstellers höchsten Hörgenuss bieten.

All jene, die direkt für den PC oder Mac ein entsprechendes Audio-Interface suchen, bedient Audioenginge Corporation mit dem Audioengine D1, einem sehr kompakten Interface, das sowohl über einen USB-Port als auch digitale Schnittstellen in Form einer optischen TOS-Link Buchse aufweist. Damit kann neben dem PC oder Mac auch eine weitere Quelle angeschlossen werden. Das Audioengine D1 verfügt über einen Texas Instruments TI1020B USB-Controller, der das „Kommando“ bei der Signalübertragung vom PC oder Mac übernimmt, sodass diese Datenübertragung im so genannten asynchronen Modus und somit Bit-genau mit besonders geringem Jitter erfolgt. Die Wandlung der Daten von der digitalen in die analoge Welt geschieht mit Hilfe eines AK4396 DAC, der ebenfalls für eine erstklassige Qualität Sorge tragen soll. Audio-Daten können über USB mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 96 kHz, über die optische Schnittstelle gar mit bis zu 24 Bit und 192 kHz verarbeitet werden. Für den Anschluss am PC oder Mac sind keine speziellen Treiber erforderlich, sodass der Hersteller diese Lösung als echtes Plug & Play-System bezeichnet.

Audio-Signale verlassen das Audioengine D1 zunächst über ein Cinchbuchsen-Pärchen, allerdings steht bei diesem kompakten Interface auch ein integrierter Kopfhörer-Verstärker zur Verfügung. Dieser soll sich dadurch auszeichnen, das er problemlos auch hochwertige Kopfhörer ansteuern kann und auf einem Texas Instruments NE5532 Low Noise OPAMP basiert.

Zur Kontrolle der Lautstärke weist das kleine schwarze Kästchen an der Front einen Drehgeber auf. Hier ist auch der Anschluss für den Kopfhörer zu finden, wobei der Hersteller dafür auf eine 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse setzt. Alle übrigen Anschlüsse findet man an der Rückseite. Eine separate Stromversorgung wird nicht benötigt. Dies erfolgt über den USB-Port und somit dem PC oder Mac.

Eine außergewöhnliche Lösung stellt das Audionengine D2 dar, wenngleich es sich auf den ersten Blick recht ähnlich dem soeben beschriebenen Audioengine D1 präsentiert. Allerdings besteht diese Lösung aus zwei Komponenten, einem Sender sowie einem Empfänger, und die Datenübertragung zwischen diesen beiden erfolgt über Funk.

Der Audioengine D2 Sender als auch der Empfänger sind ebenfalls als überaus kompakte Lösungen mit schwarzem Kunststoffgehäuse ausgeführt und sollten somit problemlos irgendwo dezent platziert werden können. Der Sender weist zunächst einen USB-Anschluss für die direkte Verbindung mit einem PC oder Mac auf. Auch hier kommt ein Texas Instruments TI1020B USB-Controller zum Einsatz, der eine Bit-genaue Datenkommunikation mit dem PC bzw. Mac erlaubt und keine speziellen Treiber erfordert, da das Device automatisch als Audio-Interface erkannt wird. Darüber hinaus steht eine optische Digitalschnittstelle zur Verfügung, sodass auch weitere Quellen eingebunden werden können. Auch wenn die Stromversorgung direkt über den USB-Port erfolgt, steht dennoch ein zusätzlicher Anschluss für ein externes Netzteil zur Verfügung, sodass der Sender dieses Systems auch unabhängig vom PC eingesetzt werden kann.

Der Audioengine D2 Receiver weist ebenfalls einen digitalen Ausgang in Form einer optischen TOS-Link Schnittstelle auf, kann aber auch als D/A-Wandler fungieren. Dazu ist er mit einem PCM1792A DAC ausgestattet, der Audio-Signale mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz verarbeitet. In dieser Auflösung liefert allerdings nur der optische Eingang am Sender mit einem AK4117 Controller die entsprechenden Daten. Über USB sind nur 24 Bit und 96 kHz möglich. Analoge Signale werden am Audioengine D2 Receiver über ein Cinchbuchsen-Pärchen ausgegeben.

Die Signalübertragung zwischen Sender und Receiver erfolgt in diesem Fall nicht etwa über WiFi, sodass keinerlei Netzwerk-Infrastruktur erforderlich ist. Vielmehr setzt der Hersteller Audioengine Corporation auf Funk, und zwar eine proriätere Funk-Lösung, die eine komplett verlustfreie Signalübertragung über einen IS2 Bus im PCM-Format erlaubt. Das System sendet Daten im Bereich von 2.405 und 2.477 MHz und soll dabei auch bestehenden drahtlosen Netzwerken nicht in die „Quere“ kommen und somit eine stets tadellose Signalübertragung erlauben.

Die Kontrolle der Lautstärke erfolgt direkt am Audioengine D2 Sender, wenngleich die eigentliche Regelung auf analoger Ebene im Audioengine D2 Receiver erfolgt. Die dafür nötigen Steuersignale werden über einen separaten Kanal über Funk übertragen, haben also keinerlei negative Auswirkungen auf das eigentliche Audio-Signal.

Der Audioengine D2 Receiver weist natürlich ein separates Netzteil auf, das ebenso im Lieferumfang enthalten ist, wie jenes optional einzusetzende Netzteil für den Audioengine D2 Sender.

Die beiden Geräte - Sender und Receiver - werden einfach mittels zweier entsprechender Tasten gekoppelt. Zudem ist es möglich, bis zu drei Audioengine D2 Receiver zu einem System zu verbinden, sodass damit eine Multi-Room Lösung aufgebaut werden kann.

Nach Angaben des Vertriebs audio in ag sollen sowohl das Audioengine D1 Interface sowie die RF-Lösung Audioengine D2 ab sofort im Fachhandel erhältlich sein. Das Audioengine D1 soll zu einem empfohlenen Verkaufspreis von € 179,- und das Audioengine D2 zu einem Preis von € 599,- angeboten werden.

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