BDXL - Blu-ray mit 100 GByte von Sharp und Verbatim

Mit der Präsentation der Spezifikation hat die Blu-ray Disc Association im Juni 2010 den Grundstein für BDXL-Medien und somit die nächste Version der Blu-ray gelegt. Nun kündigen mit Sharp und Verbatim zwei Unternehmen erstmals BDXL-Medien für heuer bzw. nächstes Jahr an.

Von Michael Holzinger (mh)
03.08.2010

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Die von der Blu-ray Disc Association im Juni 2010 präsentierte neue Spezifikation für optische Datenträger, so genannte BDXL sieht zwei Varianten vor. So soll es einerseits mehrfach beschreibbare, dreilagige BDXL-Medien mit einer Speicherkapazität von 100 GByte geben. Die zweite Variante von BDXL sieht vier Lagen vor und kann lediglich einmal beschrieben werden. Dafür bieten diese Medien eine Speicherkapazität von bis zu 128 GByte.

Der Finalisierung der neuen Spezifikation durch die für die Standardisierung zuständige Blu-ray Disc Association folgen nun erste Produktankündigungen. So will Sharp bereits unmittelbar mit der Produktion von dreilagigen BDXL-Medien beginnen. Diese sollen unter der Bezeichnung BD-R XL vertrieben werden und bereits im Laufe dieses Jahres am Markt erhältlich sein.

Damit könnte Sharp jedoch ein klein wenig zu früh dran sein, denn entsprechende Laufwerke werden erst zu Beginn 2011 erwartet. Da BDXL zwar abwärtskompatibel zu den bisherigen Blu-ray Medien mit 25 oder 50 GByte ist und entsprechende Datenträger somit auch lesen kann, aktuelle Laufwerke aber nichts mit den neuen BDXL-Medien anzufangen wissen, ist der praktische Nutzen der BD-R XL von Sharp also vorerst eher gering.

Ein besseres Timing beweist hier Mitsubishi Kagaku Media, die nun ebenfalls die Produktion von BDXL-Medien ankündigten. Die neuen optischen Datenträger sollen unter der Marke Verbatim vertrieben werden und Anfang 2011, und somit zeitgleich mit ersten entsprechenden Laufwerken erhältlich sein. Auch Mitsubishi Kagaku Media bzw. Verbatim setzt zunächst auf dreilagige, mehrfach beschreibbare BDXL mit einer Speicherkapazität von 100 GByte.


Beide Unternehmen adressieren mit ihren neuen Medien gar nicht so sehr Unternehmenskunden, sondern vielmehr private Anwender zur Datensicherung multimedialer Inhalte. Derzeit ist aber noch nicht klar, zu welchem Preispunkt die neuen Medien angeboten werden sollen. Leider muss man aber davon ausgehen, dass sowohl BDXL-Medien als auch entsprechende Laufwerke zunächst vergleichsweise kostspielig sein werden. Ob sich die BDXL trotz ganz klarer Vorteile in puncto Datensicherheit somit gegenüber den immer günstigeren Festplatten durchsetzen kann, bleibt also abzuwarten.


Michael Holzinger

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Keywords: Blu-ray, BDXL, Verbatim, Sharp

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