Bang & Olufsen BeoSound 5 Encore

Das nunmehr von Bang & Olufsen präsentierte B & O BeoSound 5 Encore gleicht dem seit geraumer Zeit verfügbaren BeoSound 5 und kann wie dieses in Multi-Room Systeme des dänischen Herstellers integriert werden, fungiert nach Herstellerangaben aber auch als eigenständiges System, wobei der Hersteller sogar von einer besonders einfach, aber überaus flexiblen Plug & Play Lösung spricht.

Von Michael Holzinger (mh)
27.07.2011

Share this article


Nicht nur auf den ersten Blick weist das neu vorgestellte Bang & Olufsen BeoSound 5 Encore zahlreiche Ähnlichkeiten mit dem bereits seit geraumer Zeit verfügbaren BeoSound 5 auf, auch die Funktionalität und die Möglichkeiten, das Produkt in einem größeren Multi-Room System einzusetzen, sind recht ähnlich.

Das Produkt dient nach Angaben des Herstellers als zentrale Schnittstelle für Audio-Daten aus den unterschiedlichsten Quellen, die über ein intuitiv zu bedienendes User-Interface sowie ausgefeilte Werkzeuge zur Verwaltung selbst umfangreichster Mediatheken und tausender Internet Radio-Stationen verfügt und somit sich an all jene Kunden richtet, die im besten Fall rein gar nichts von der zugrundeliegenden Technik mitbekommen wollen, dafür ihre Musik in bestmöglicher Qualität und mit hohem Komfort genießen möchten.

Das neue BeoSound 5 Encore aus dem Hause Bang & Olufsen ist als überaus schickes Pultgerät konzipiert, für dessen Design Anders Hermansen verantwortlich zeichnet. Das Gerät misst 31 x 19 x 8 cm und wiegt nicht mehr als 3 kg. Es präsentiert sich mit einem Gehäuse aus Aluminium, das zum Großteil aber in Schwarz, eben mit silberfarbenen Design-Elementen aufwartet. Im Mittelpunkt steht dabei ein grafikfähiges 10,4 Zoll TFT LC-Display mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten, das 16 Millionen Farben darstellen kann. Damit weist es Eckdaten auf, die auch einem herkömmlichen Notebook-Display gut zu Gesicht stehen. Dementsprechend ansprechend sollte auch die Darstellung aller Informationen, allen voran natürlich von Cover-Artwork sein. Ein wesentliches Design-Element, aber natürlich auch das zentrale Bedienelement, stellt ein Navigationsrad dar, das am rechten Rand zu finden ist. In bewährter Art und Weise kann das Bang & Olufsen BeoSound 5 Encore auf verschiedenste Varianten eingesetzt werden. Entweder direkt als Pultgerät auf einem Sideboard oder Tisch, mit einem Standfuss frei stehend im Raum platziert, oder aber an der Wand montiert - für alle Varianten bietet der Hersteller entsprechende Vorrichtungen an. In jedem Fall sollen die Anschlüsse des Geräts so angeordnet sein, dass keinerlei Kabel zu sehen sind. Und an Anschlüssen stehen hier doch recht viele zur Verfügung.

Da wäre natürlich zunächst ein Ethernet-Port, um das System ins Netzwerk zu integrieren. Dies kann aber auch über ein WiFi Modul erfolgen, das IEEE 802.11a/n unterstützt. Über eine USB-Schnittstelle kann man nicht nur Apples mobile Audio-Player anschließen, sondern ebenso entsprechende Daten-Sticks. Mit Hilfe eines Line-In lassen sich weitere mobile Audio-Player anschließen und ein Kopfhörer-Ausgang steht natürlich auch zur Verfügung. Während ein USB-Anschluss sowie der Kopfhörer-Ausgang an der Front zu finden sind, stehen alle anderen Anschlüsse, darunter ein weiterer USB-Anschluss an der Rückseite zur Verfügung. Hier kann etwa eine Festplatte angeschlossen werden. Um das System in eine Multi-Room-Lösung zu integrieren findet sich natürlich ebenfalls die entsprechenden Anschlüsse.

Das Bang & Olufsen BeoSound 5 Encore erlaubt den Zugriff auf Musik in erster Linie natürlich über eine zentrale Netzwerk-Speicherlösung und Computer, wobei UPnP als Basis genutzt wird. Ebenso kann man aber, wie bereits erwähnt, eine externe USB-Festplatte, die direkt an das System angeschlossen ist, als Quelle einsetzen. Auch USB-Sticks und mobile Player von Apple dienen als Quelle. Zudem erlaubt das System den Zugriff auf abertausende Internet Radio-Stationen, wobei das System auch eine Wertung auf Basis der technischen Qualität eines Streams vornimmt.

Eine Besonderheit des Bang & Olufsen BeoSound 5 Encore ist die so genannte MOTS-Technologie. Dahinter verbirgt sich ein nach Herstellerangaben besonders innovativer Algorithmus, der das Musik-Material anhand verschiedenster Kriterien automatisch analysiert und so Charakteristiken bestimmt, wie etwa die Stimmung, das Tempo usw. und damit auf Basis eines ausgewählten Titels eine automatische Playlist mit ähnlicher Musik generieren kann. Diese Technologie kam übrigens erstmals auf dem bereits einleitend erwähnten BeoSound 5 zum Einsatz und wurde sowohl von Fachleuten als auch Kunden auf Grund seiner Treffsicherheit in höchsten Tönen gelobt. So hat man tatsächlich ein Werkzeug zur Hand, um seine eigene Mediathek völlig neu zu entdecken. MOTS funktioniert in diesem Fall nach Angaben des Herstellers sowohl bei lokal angeschlossenen Datenträgern, als auch bei Inhalten, auf die übers Netzwerk zugegriffen wird.

Nach Angaben von Bang & Olufsen können bis zu acht BeoSound 5 Encore an einem zentralen Datenserver betreiben, sodass sich ein komplettes Haus mit diesem System ausstatten lässt. Allerdings ist dies kein billiges Unterfangen, denn die gebotene Flexibilität und der Komfort haben durchaus ihren Preis. So gibt der Hersteller für das Bang & Olufsen BeSound 5 Encore einen unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis von € 2.600,- für Deutschland und Österreich an. In der Schweiz wird das System zum Preis von CHF 2.990,- im Fachhandel erhältlich sein. Darin ist eine Wandhalterung sowie alle nötigen Kabel enthalten. Als optionales Zubehör bietet der Hersteller, wie bereits erwähnt, den Standfuss, eine erweiterte Wandhalterung sowie die Fernbedienungen Bang & Olufsen Beo4 sowie Beo6 an.

Michael Holzinger

Share this article