BenQ W1200 - Preisbrecher in der Profi-Klasse?

Einen neuen Heimkino-Projektor der Profi-Klasse zu einem besonders günstigen Preis verspricht der, nach eigenen Angaben weltweit führende Hersteller von DLP-Projektoren BenQ mit dem BenQ W1200 im Angebot zu haben. Das Gerät soll ab sofort das Heimkino-Portfolio des Taiwanesischen Herstellers erweitern.

Von Michael Holzinger (mh)
23.04.2011

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Der Taiwanesische Hersteller BenQ Corporation ist nicht nur einer der führenden Hersteller im Bereich Informationstechnologie, sondern längst ebenso umtriebig im Bereich der Unterhaltungselektronik tätig und bietet hier eine sehr breite Produktpalette an. Besonders heben sich hier die Projektoren hervor, denn das Unternehmen konzentriert sich hierbei vor allem auf Lösungen, die sich durch ein sehr attraktives Preis/ Leistungsverhältnis auszeichnen sollen. Dies gilt nach Angaben des Herstellers auch für den nunmehr vorgestellten BenQ W1200.

BenQ gibt an, dass dieser neue Projektor durchaus der Profi-Klasse zuzuordnen sei, dennoch zu einem, gemessen daran, sehr attraktiven Preis angeboten wird. So soll sich der neue BenQ W1200 durch eine besonders hohe Farb- und Detailtreue sowie ein hohes Kontrastverhältnis, aber auch mit exakter Kalibrierung auszeichnen und somit ideal für preissensible Heimkino-Liebhaber sein.

Basis des neuen Projektors ist nach Angaben des Herstellers die neueste Texas Instruments DLP-Technologie des 1x0,65 Zoll DLP-Chips mit Full HD-Auflösung von 1.980 x 1.080p und 1,07 Milliarden Farben im sRGB Farbraum und einer 10 Bit Signalverarbeitung. Der Chip liefert Bilder im nativen 16:9 Format, kann natürlich aber auch Bilder im 4:3, Wide, Letter Box und Anamorph darstellen. Die Lichtleistung gibt der Hersteller mit 1.800 ANSI-Lumen im Normalmodus an und der maximale Kontrast soll bei 5.000:1 liegen. Das optische Linsensystem des neuen BenQ W1200 besteht aus zwölf Elementen und soll sich durch eine deutliche Schärfenverbesserung sowie eine makellose Farbdarstellung auszeichnen. Durch einen 1,5-fach-Zoom soll der Projektor sehr flexibel im Raum positioniert werden können. So soll eine Bilddiagonale zwischen 0,61 und 7,62 m erreicht werden, je nachdem, ob der Projektor in einem Abstand von 1 oder 11,7 m entfernt von der Leinwand platziert wird.

Die Signalverarbeitung erfolgt mittels der neuesten BenQ MEMC Motionflow Frame Interpolation Technologie, die laut Hersteller jedes Bild neu berechnet und eine Kantenglättung vornimmt. So sollen tadellose Bewegungsabläufe ohne Wischeffekte selbst in rasanten Action-Szenen sowie bei Sportereignissen garantiert werden.

Eine Besonderheit in dieser Preisklasse stellt laut BenQ die ISFccc (Imaging Science Foundation) zertifizierte Kalibrierung dar. Mit der ISFccc Methode werden automatisch Kontrast, Schärfe und Farbwiedergabe justiert, um für den jeweiligen Aufstellungsort und die vorhandenen Lichtverhältnisse die stets besten Ergebnisse zu erzielen. Für verschiedene Quellen können die jeweils optimalen Einstellungen gespeichert und auf Knopfdruck abgerufen werden. Ein Farbmanagement-System erlaubt zudem die Feinabstimmung der Farben mit dem persönlich bevorzugten Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur, Gamma und Weißabgleich.

Zumindest nach unserer Einschätzung nach eher von geringer Bedeutung ist ein integriertes Lautsprecher-System mit SRS WOW HD-Technologie und zwei Lautsprechern, die mit jeweils 10 Watt Leistung betrieben werden. Zwar verspricht BenQ hierfür eine verbesserte dynamische Audio-Performance mit solider Basswiedergabe und einem breiten Klangbild, unserer Ansicht nach hat ein derartiges Audio-System jedoch nichts mit echtem Heimkino-Feeling zu tun und somit nicht einmal als Notlösung zu gebrauchen.

Wesentlicher ist da schon, dass der neue Projektor von BenQ über zahlreiche Anschlüsse verfügt und somit sehr flexibel angesteuert werden kann. Allen voran empfehlen sich dafür natürlich zwei HDMI-Schnittstellen. Als Alternative stehen hier aber auch ein analoger VGA-Eingang in Form einer D-Sub 15 pin-Schnittstelle, ein S-Video sowie drei Komponenten-Eingänge und ein Composite-Eingang zur Verfügung. An Audio-Schnittstellen gibt‘s zwei Cinch-Buchsen-Pärchen sowie einen 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenanschluss. Auch eine RS232-Schnittstelle darf natürlich nicht fehlen.

Nach Herstellerangaben liegt die maximale Lebensdauer der Lampe bei 2.500 Stunden im Normalmodus. Setzt man auf den optionalen ECO-Modus, so erhöht sich die Lebensdauer der Lampe laut BenQ auf 4.000 Stunden. Der Hersteller spricht hierfür eine Garantie von einem Jahr bzw. 2.000 Stunden aus, je nachdem, welcher Zustand zuerst eintritt.

Der neue BenQ W1200 ist mit 339 x 130 x 260 mm durchaus noch als sehr kompaktes Gerät zu bezeichnen. Und auch sein Gewicht von lediglich 3,6 kg sollte keine Wand- oder Deckenmontage-Vorrichtung überfordern. Wichtig ist allerdings, dass man dem Gerät etwas Freiraum gönnt, um eine gute Belüftung zu garantieren, die überwiegend über die Seitenflächen des Gehäuses erfolgt. So sollte auch das Betriebsgeräusch äußerst dezent ausfallen, wobei der Hersteller hierfür 27 dB (A) im Normalmodus und 22 dB (A) für den ECO-Modus angibt.

Der neue BenQ W1200 Heimkino-Projektor soll ab sofort im Fachhandel erhältlich sein. Als unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis gibt der Hersteller € 1.499,- an.

Michael Holzinger

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