klangBilder|10: Davon ist Mag. Michael Tomitzi überzeugt: Mit neuem Team und an einem neuen Standort (Hilton Vienna Plaza) feierten die klangBilder nicht nur ihr 10-jähriges Jubiläum sondern starteten mit vielen neuen Ideen kräftig durch." /> Sempre Audio

Besser als Brasilien...

klangBilder|10: Mag. Michael Tomitzi ist der neue Partner von Dr. Ludwig Flich, dem Entrepreneur in Sachen guter Töne und wohl auch umfassendem Wohlbefinden rund um gehobene Unterhaltungselektronik. Wolfgang Rauscher sprach mit dem neuen Gesellschafter der klangBilder, der im Brotberuf Steuerberater ist, wie er sein neues Leben, nun auch als Veranstalter, so empfunden hat.

Von Michael Holzinger (mh)
09.11.2010

Share this article


„Zu den klangBildern bin ich viele Jahre ja nur als Messebesucher gekommen“ erinnert sich Michael Tomitzi. „Einmal habe ich dann den Hauptpreis im Rahmen eines Gewinnspiels gewonnen, ein Paar tolle Lautsprecher der Firma Vienna Acoustics.“ Und so kamen die beiden ins Gespräch: Ludwig Flich war gerade auf der Suche nach einem Steuerberater und wohl auch neuen Geschäftspartner.

„Im vergangenen Mai hat mich Ludwig dann gefragt, ob ich nicht Interesse, Lust und Laune hätte, die Messe gemeinsam zu veranstalten.“ Der Rest ist mittlerweile Erfolgsgeschichte.

„Die Gelegenheit ein Hobby mit dem Beruf zu verbinden, bekommt man nicht sehr oft“ gerät der ansonsten zurückhaltend wirkende Geschäftsmann geradezu ins Schwärmen. „An und für sich war für den Zeitraum der Messe schon lange ein Windsurf-Urlaub nach Brasilien geplant. Den habe ich aber natürlich abgesagt.“ Jericoacoara (Brasilien) muss noch warten, denn die Wellen gingen auch auf den klangBilder|10 hoch, und zu surfen gab es unter den circa 70 Ausstellern auch jede Menge.

Wolfgang Rauscher: Wie fühlt es sich an, den Betrieb zum ersten Mal sozusagen von der anderen Seite kennen gelernt zu haben?

Michael Tomitzi: Sehr fein, denn ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass unsere Besucher und auch die Aussteller von dem, was hier geboten wurde, sehr angetan waren – und ich zu diesem Umstand meinen Teil beitragen konnte.

Wolfgang Rauscher: Als langjähriger Messebesucher hast du im Lauf der Zeit auch deine Eindrücke gesammelt. Wie haben sich die klangBilder deiner Meinung nach entwickelt?

Michael Tomitzi: Was mir in diesem Jahr besonders positiv aufgefallen ist: Ich habe eine Menge Familien gesehen. Ich führe das darauf zurück, dass eben das Segment des Qualitäts-Home-Entertainments hier einen immer wichtigeren Raum einnimmt. Neben den Produkten für die audiophile Zielgruppe wird auf den klangBildern auch auf Video und Games eingegangen - und damit nicht nur auf den Papa sondern auf die ganze Familie.

Wolfgang Rauscher: Würdest du sagen, dass die Österreicherinnen und Österreicher qualitätsbewusster sind als in den vergangenen Jahren?

Michael Tomitzi: Mit Sicherheit. Andererseits kann man sich dem Fortschritt und somit höheren Ansprüchen kaum entziehen, denn der iPod klingt nun einmal besser als der Walkman vor 30 Jahren. Aber es haben hier auch eine Reihe von Unternehmen gezeigt, dass man gerade die nächste Generation mit attraktiven Lösungen und einem vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis überzeugen kann, sich auch den weitaus kulinarischeren Lösungen für Ohr und Auge zu widmen. Und wenn man weiß, was alles möglich ist und dies einmal genossen hat, dann kann es leicht sein, dass man mit dem HiFi-Virus infiziert wird. Und dann kann man nicht mehr zurück, garantiert!

Michael Tomitzi hat auch eine ganz private Vision für die klangBilder, die wohl aus seinem audiophilen Sportsgeist heraus entstanden ist: „Zu Hause habe ich Boxen von Cabasse, die kommen aus Frankreich und sind in Österreich eher selten zu finden. Die Firma war heuer leider nicht auf unserer Messe vertreten. Die Elektronik habe ich von Audio Research. Meine gar nicht heimliche Leidenschaft ist es, Anlagen zu tunen und keines meiner Geräte befindet sich noch im Originalzustand. Ich behaupte jetzt einmal,“ mit festem Blick, der allerdings ein gewisses Augenzwinkern nicht verborgen lässt ... „dass meine selbst gebauten Kabel mit jedem hier ausgestellten mithalten können.“ Daher ventiliert er beim Espresso seinen Traum doch einmal eine Veranstaltung in diesem Rahmen zu organisieren, um ein echtes Ranking der primi inter pares zu generieren ...

Götter aller Klänge dieser Welt! Erscheinet uns vereint nächstes Jahr auf den klangbildern|11 und offenbaret uns auch weiterhin den Guten Ton!

Wolfgang Rauscher

Share this article

Related posts