Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at

Big Daddy Wilson und Ripoff Raskolnikov Band beim Stadlblues Chill Out 2014

Es war ein Erlebnis der ganz besonderen Art, Big Daddy Wilson und Ripoff Raskolnikov samt seiner Band im Stadl zu Gaisruck Anfang Juli 2014 erleben zu dürfen. Energiegeladener Blues vom Allerfeinsten stand auf dem Programm, dargeboten mit einer Leichtigkeit, Spielfreude und Finesse, die ihresgleichen sucht.

Von Michael Holzinger (mh)
10.07.2014

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Der eine stammt aus der Steiermark, lebt zwar bereits einige Jahre vorwiegend in Ungarn, ist aber nach wie vor tief in der österreichischen Musikszene verwurzelt, Ripoff Raskolnikov. Er verbindet gekonnt die Genres Singer/ Songwriter mit allem, was hinlänglich den Blues auszeichnet, und erschafft damit immens eindringliche Songs, die von feinsten Lyrics, aber ebenso immens kraftvoller, leidenschaftlicher Musik wortwörtlich leben. Ganz besonders eindrucksvoll und mit geballter Kraft kommt dies zutage, wenn Ripoff Raskolnikov gemeinsam mit seiner aus Ungarn stammenden Band aufspielt, denn hier haben sich mit Szabolcs Nagy am Keyboard, Varga Laca am Bass, und Lajos Gyenge am Schlagzeug geradezu fantastische Musiker zusammen gefunden, die mit Ripoff Raskolnikov an der Gitarre und Gesang eine überaus harmonische Einheit bilden.

Und genau in dieser Formation wurde der Auftritt am diesjährigen Stadlblues Chill Out in Gaisruck nahe Stockerau auch eröffnet. Die Formation benötigte keine vier Takte, um das Publikum sofort mit zu reissen, wobei die fantastische Stimmung bei diesem einmaligen Festival ohnedies dazu beitrug, dass sich das in gewaltigen Scharen angereiste Publikum auch nicht lange bitten ließ.

Es ist wohl auch dem unglaublichen Charisma von Ripoff Raskolnikov zuzuschreiben, dass er sein Publikum stets fest in Händen hat, auch ohne viel Worte verlieren zu müssen. So hielt es der Musiker auch diesmal, und bat geradezu schüchtern darum, ihm lange Ankündigungen zu ersparen, und seinen ganz speziellen Gast an diesem Abend einfach so, ohne viel Worte auf die Bühne zu bitten. Denn man wisse ohnedies, dass nun einer der besten Blues-Sänger die Bühne des Stadls betreten werde…

Tja, und dieser zweite Star des Abends, der stammt aus der kleinen Stadt Edenton im US-Bundesstaat North Carolina, verbrachte aber viele, viele Jahre in Europa, allen voran im Norden Deutschland, sodass seine Vita eigentlich gar nicht so sehr dem typischen Klischee eines Blues-Musikers entspricht. Erwiesenermaßen weiss er als Songwriter viel zu erzählen, hat den Blues von allen Größen des Genres geradezu verinnerlicht, und kombiniert dies auf eindrucksvolle Art und Weise in seinen Songs: Big Daddy Wilson.

Ripoff Raskolnikov und Big Daddy Wilson, begleitet von der bereits erwähnten, fantastischen Band, das war an diesem Abend ein mittleres Kraftwerk, das pure Energie ins Publikum pumpte, auf einem derart hohen musikalischen Niveau dargeboten, dass einem bei so mancher Nummer der Atem stockte! Das muss man erlebt haben!



PS: Dieser Tage hat man dazu noch ein paarmal die Gelegenheit, denn noch läuft die kleine Tour der beiden…