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Blue Horizon Sanctum Isolation Platform im Test

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at

Eine optimale Entkopplung ist für viele HiFi-Lösungen im wahrsten Sinne des Wortes die beste Grundlage für optimale Ergebnisse. Genau diese Aufgabe wird der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform zuteil, die dies, soviel sei gleich einleitend verraten, mit Bravour erfüllt.

Kurz gesagt...

Beste Ergebnisse erzielen HiFi-Systeme nur dann, wenn alle Details stimmen, und dies beginnt bei der korrekten Aufstellung mit optimaler Entkopplung, wie sie etwa die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform sicherstellt.

Wir meinen...

Es passiert nicht oft, dass man eine Tuning-Maßnahme bei einer HiFi-Kette derart unmittelbar erleben kann, wie bei der optimalen Aufstellung etwa eines Schallplatten-Spielers mit Hilfe einer ausgeklügelten Lösung wie der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform. Um es auf den Punkt zu bringen, die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform hat uns derart überzeugt, dass wir nicht nur den Preis fürs Testmuster bezahlten, anstatt es wie gewohnt zurück zu schicken, sondern gleich eine zweite Basis orderten. Editor´s choice trifft es somit haargenau!

Von Michael Holzinger (mh)
27.11.2016

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Es gibt ja nahezu kein Detail, das eingeschworene HiFi-Enthusiasten in ihrer Kette außer Acht lassen, wenn es um die Optimierung selbiger geht. Dabei gibt es Ansätze der Optimierung, deren tatsächliche Wirkung selbst bei großem Aufwand eher in Detailbereichen merkbar sind, andere wiederum wirken sich hingegen vergleichsweise dramatisch aus, sodass selbst feinste Nuancen zu teils bemerkenswerten Verbesserungen führen können. Zu letztgenannten Faktoren, die maßgeblich zur tatsächlich erzielbaren Qualität einer HiFi-Kette beitragen, zählt mit Sicherheit bereits die Aufstellung der Geräte selbst, allen voran bei Komponenten, die sich besonders anfällig gegenüber äußeren Einflüssen zeigen, wie etwa Schallplatten-Spieler.

Es ist daher erstaunlich, dass diesem Thema nach wie vor vielfach eine viel zu geringe Aufmerksamkeit gewidmet wird, allen voran von Musik-Liebhabern, die prinzipiell nicht so tief in die Materie des HiFi-Tuning vordringen wollen. Das ist wirklich schade, denn es gäbe Lösungen, die recht simpel zu handhaben sind, zu fairen Preisen angeboten werden, und dennoch erstaunliche Ergebnisse bieten, wie etwa unser aktueller Testkandidat, die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform.

Besagte Blue Horizon Sanctum Isolation Platform stammt von einem vergleichsweise jungen Unternehmen, und zwar dem englischen Unternehmen Blue Horizon Ideas Ltd.. Blickt man hinter die Kulissen, so findet man hier aber eine Mannschaft, die von einem in der Branche seit langem bekannten Herren geführt wird, nämlich niemand geringerem als Keith Martin, seines Zeichens Gründer und Chefentwickler des Spezialisten IsoTek Power Systems Ltd., das sich seit Jahr und Tag mit Lösungen für die optimale Stromversorgung im AV- und HiFi-Segment beschäftigt.

Blue Horizon Ideas Ltd. bezeichnet sich selbst als Design- und Manufactoring Company, die sich auf ganz besondere Zubehörlösungen spezialisiert hat. Das in Winchester ansässige Unternehmen widmet sich durchaus sehr diffizilen Aufgaben, die vor allem für besonders ambitionierte HiFi-Enthusiasten konzipiert wurden, darunter eben auch die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform.

Die Aufgabe der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform ist es, eine im wahrsten Sinne des Wortes optimale Basis für verschiedenste HiFi-Lösungen darzustellen, es handelt sich also um eine so genannte Geräte-Basis, die eine bestmögliche Entkopplung vom Untergrund sicherstellt.

Die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform misst 450 mm in der Breite und 400 mm in der Tiefe, sodass HiFi-Lösungen mit den üblichen Gardemaßen perfekt darauf Platz finden, ebenso eine Vielzahl an Schallplatten-Spielern. An der Unterseite sind Spikes eingelassen, für die im Lieferumfang natürlich passende „Untersetzer“ enthalten sind. Mit diesen misst die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform 40 mm in der Höhe.

So manche derart konzipierte Lösung setzt auf eine hohe Masse, ganz anders die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform. Es erstaunt gar, wie leicht die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform ist. Dennoch, laut Angaben des Herstellers ist sie für Geräte mit einer Masse bis zu 30 kg ausgelegt.

Der Hersteller setzt bei der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform auf so genanntes HDF, also ein High Density Fibreboard, dieses soll, so das Unternehmen, mit ganz besonderen Eigenschaften aufwarten. Im Vergleich etwa zu anderen Lösungen haben Wechsel in der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit nur minimale bzw. praktisch nahezu keine Auswirkungen auf HDF, die mechanische Stabilität ist also hervorragend, ebenso die innere Dämpfung. In der Mitte der Plattform ist ein großes Loch angebracht, um etwaige stehenden Wellen direkt in der Platte zu unterbinden.

Der ganz besondere Clou der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform verbirgt sich aber an der Unterseite, genauer gesagt im Aufbau der hier eingelassenen vier Spikes. Diese sind ab Werk natürlich bereits montiert, löst man aber die Verbindung über den entsprechenden Ring, so offenbart sich ein darunter liegender Schichtaufbau mit einem Blättchen aus einem Gemisch aus Kork, Gummi und Leder, mit einer Basis aus einem so genannten Viscous-elastic Polymer. Diese Compound-Mischung soll dafür Sorge tragen, dass Resonanzen auf Grund der verschiedenen Materialeigenschaften, konkret der inneren Dämpfung, und der „chaotischen“ Anordnung über ein möglichst breites Frequenzspektrum hinweg bestmöglich bedämpft werden. Dieses recht dicke Blättchen liegt zwischen den Spikes und der HDF-Platte, wobei die Spikes aus Aluminum nicht direkt verschraubt wurden, sondern allein durch den bereits erwähnten Ring in Position gehalten werden, sodass im Betrieb keine direkte mechanische Verbindung die Wirkung der gesamten Konstruktion negativ beeinflusst und Resonanzen und Vibrationen tatsächlich bestmöglich unterbunden werden. Die Spikes werden in 5 mm starke Unterlagsblättchen aus Magnesium versenkt.

Der Aufbau ist recht simpel und binnen weniger Minuten erledigt, wobei eine im Lieferumfang enthaltene Schablone den Anwender dabei bestmöglich unterstützt. Man legt die Schablone, bestehend aus vier Elementen aus Karton, einfach auf das AV-Möbel, und platziert in den Ecken die Messing-Blättchen, sodass die Spikes der Plattform direkt „einrasten“, ohne dabei in Gefahr zu laufen, die Oberfläche des Möbels zu beschädigen.

Die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform wird wahlweise in dezentem matten Schwarz, oder aber Weiss angeboten, wobei auch bei dieser Variante auf eine matte Lackierung gesetzt wurde.

Für den Test der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform haben wir uns natürlich jene Komponente unserer HiFi-Kette ausgesucht, die wohl am meisten von einer optimalen „Basis“, einer bestmöglichen Entkopplung profitiert, unseren Schallplatten-Spielern.

Was uns dabei ganz besonders beeindruckte war, dass sich Verbesserungen, und zwar merkliche Verbesserungen, wirklich sofort und unmittelbar einstellten, unabhängig davon, welches Laufwerk wir auf der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform platzierten. Besonders markant waren die Effekte natürlich bei Laufwerken wie unserem Dr. Feickert Woodpecker, ebenso beim Thorens TD 2035, aber auch etwa beim Wilson Benesch Circle 25, etwas dezenter fielen diese bei Laufwerken wie dem EAT C-Sharp oder Pro-Ject 6PerspeX aus, also Laufwerken basierend auf einer ausgeklügelten Subchassis-Konstruktion. Dennoch, auch hier konnte man unmittelbar eine deutliche Verbesserung feststellen, wobei wir alle Laufwerke auf einem durchaus feinen HiFi-Möbel mit eigentlich sehr solider Konstruktion platzierten.

Über alle Modelle hinweg kann man festhalten, dass sich mit der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform ein viel straffer abgebildetes Klangbild ergibt, eine deutlich klarer konturierte Wiedergabe erzielen lässt. Allen voran im Bassbereich wirkt die Wiedergabe viel exakter, viel akkurater auf den Punkt gebracht, sobald das Laufwerk auf der Blue Horizon Sanctum Isolation Platform steht. Eine über das Frequenzspektrum hinweg viel klarer aufgegliederte Wiedergabe war das Ergebnis. Kurzum, die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform ist letztlich ein überaus probates Mittel, um wirklich nur das zu Gehör zu bringen, was in der Rille an Informationen enthalten ist.

Abschließend kann man also festhalten, dass dieser Test einmal mehr unter Beweis stellt, dass eine optimale Entkopplung und damit eine bestmögliche Aufstellung allen voran bei Schallplatten-Spielern eine der effektivsten, gleichzeitig eine der einfachsten Tuning-Maßnahmen darstellt, von der Laufwerke über alle Preisklassen hinweg direkt profitieren.

Auf den Punkt gebracht

Die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform ist ein überaus wirkungsvolles Werkzeug dafür, das zudem sehr elegant wirkt und damit auch aus rein optischer Sicht ein „Upgrade“ der HiFi-Kette darstellt. Zudem erhält man die Blue Horizon Sanctum Isolation Platform zu einem fairen Preis, sodass unser Fazit nicht anders ausfallen kann, als eine klare Empfehlung der Redaktion auszusprechen. Schließlich haben wir uns auf Grund der exzellenten Ergebnisse dazu entschlossen, nicht nur das Testmuster zu erwerben, sondern gleich ein zweites geordert, um unseren beiden Arbeitsgeräten eine optimale Basis zu bieten…

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Einfachstes Setup
  • sehr schickes Erscheinungsbild
  • besonders effektiv
  • fairer Preis

The Bad

  • Kein Nachteil ersichtlich
9 Klang
9 Bedienung
9 Design
8 Preis/Leistung

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Testumfeld

sempre-audio.at Editors Choice Award

NAD Masters M12 Direkt Digital Preamplifier DAC
NAD Master M22 Stereo Power Amplifier
Thorens TD 2035
Wilson Benesch Circle 25
Dr. Feickert Woodpecker
EAT C-Major
Pro-Ject Phono Box RS
IsoTek EVO3 Aquarius

KEF Blade

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