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Bluesound präsentiert Bluesound Pulse Soundbar und Bluesound Pulse Sub

Foto © Bluesound International

Das Bluesound Wireless Hi-Res Music System von Bluesound International bietet bereits jetzt eine erstaunlich breit aufgestellte Produktpalette, um ein flexibles, komfortables Multiroom-System angefangen vom kleinen All-in-One Speaker bis hin zum High-end HiFi-System rund um ausgewählte Lösungen des Schwesterkonzerns NAD Electronics International aufzubauen. Nun erweitern die Kanadier das Angebot um eine Soundbar samt Subwoofer, und zwar mit der Bluesound Pulsse Soundbar sowie dem Bluesound Pulse Sub.

Kurz gesagt...

Mit der Bluesound Pulse Soundbar und dem Bluesound Pulse Sub erhält das Wireless Hi-Res Music System Bluesound zwei überaus spannende Erweiterungen.

Wir meinen...

Bislang fehlte im Produktsortiment des Wireless Hi-Res Music Systems Bluesound streng genommen nur ein einziges Produkt, und genau dieses stellen die Kanadier nun vor, nämlich eine Soundbar in Form der Bluesound Pulse Soundbar. Und was darf bei einer Soundbar nicht fehlen? Klar, ein Subwoofer, der in Form des Bluesound Pulse Sub ebenfalls vorgestellt wird.
Hersteller:Bluesound International
Vertrieb:smart audio GmbH
Deutschand:Dynaudio International GmbH
Preis:Bluesound Pulse Soundbar € 1.099,-
Bluesound Pulse Sub € 699,-

Von Michael Holzinger (mh)
20.10.2016

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Es ist noch gar nicht allzu lange her, da überraschte das kanadische Unternehmen Bluesound International mit der Vorstellung eines überaus spannenden Streaming-Systems. Interessant dabei war vor allem, dass die Marke Bluesound zwar völlig neu am Markt war, nicht aber jene Marken, die damit im direkten Zusammenhang stehen, nämlich allen voran NAD Electronics International, sowie PSB Speakers, beides ebenfalls renommierte kanadische Unternehmen, und allesamt Teil der so genannten Lenbrook Group of Companies.

Die Entwickler setzten somit auf eine Basis, die bereits rund um ausgewählte Systeme aus dem Hause NAD Electronics International für Furore sorgten, und zwar in der so genannten NAD Masters Serie. Die Basis dieser Lösung, bestehend aus Musik-Server und Streaming-Client war das so genannte BluOS, und genau dieses sollte auch die Grundlage für die Produkte der neuen Marke Bluesound International dienen.

Bereits in der ersten Generation überzeugte das nunmehr stark erweiterte System vollends, denn es präsentierte sich als in sich geschlossene, bei Bedarf völlig autark arbeitende Lösung. Dies gilt auch für die nunmehr aktuelle zweite Generation des Wireless Hi-Res Music Systems Bluesound, die vollständig abwärtskompatibel zu ihren Vorgängern ist, und somit frei mit dieser kombiniert werden kann.

Alle Lösungen des Bluesound Hi-Res Music Systems können zwar auf Freigaben im Netzwerk zugreifen, etwa eine NAS, zentrale Schnittstelle ist aber idealerweise der Bluesound Vault 2, der CDs rippen, auf Online-Anbieter wie highresaudio.com zugreifen kann, und Daten direkt auf der integrierten Festplatte hinterlegt, selbst als Player fungieren kann, diese Daten aber auch allen anderen Bluesound-Clients im Netzwerk zur Verfügung stellt. Und davon gibt es bereits jede Menge, angefangen von den All-in-One Speakern Bluesound Pulse Mini, Bluesound Pulse 2, Bluesound Flex, sowie dem Streaming-Clients Bluesound Node 2 und Bluesound Powernode 2. Dazu gesellen sich natürlich auch weiterhin einige Lösungen der Marke NAD Electronics International, zudem gibt es bereits einige spezielle Custom Installation-Lösungen.

Bislang fehlte im Produktsortiment des Wireless Hi-Res Music Systems Bluesound streng genommen nur ein einziges Produkt, und genau dieses stellen die Kanadier nun vor, nämlich eine Soundbar in Form der Bluesound Pulse Soundbar. Und was darf bei einer Soundbar nicht fehlen? Klar, ein Subwoofer, der in Form des Bluesound Pulse Sub ebenfalls vorgestellt wird.

Eine Soundbar ist gerade für ein Multiroom Audio-Streaming-System wie jenes aus dem Hause Bluesound International eine überaus wichtige Komponente, denn sie erfüllt zunächst eine Aufgabe, die für viele Konsumenten essentiell ist, nämlich ganz banal für besseren Klang beim Fernsehen zu sorgen. Das eine derartige Erweiterung unerlässlich ist, wenn man Wert auf Qualität legt, weiss jeder, der sich einen modernen Flachbild-Fernseher kauft. Gleichzeitig erwirbt man aber mit einer Lösung wie eben der neuen Bluesound Pulse Soundbar einen überaus flexiblen Streaming-Client, der zwar schon für sich allein eine enorme Vielfalt an unterschiedlichsten Quellen zur Verfügung stellt, zumeist aber nur den Grundstein für ein nach und nach zu erweiterndes Multiroom Audio-Streaming-System bildet. Überspitzt formuliert hat der Anbieter derartiger Systeme also mit einer Soundbar bereits einen Fuss in der Tür für künftiges…

Dass die neue Bluesound Pulse Soundbar schon allein als Soundbar wohl exzellente Dienste leisten kann, dafür spricht einerseits die Expertise von PSB Speakers, andererseits die Qualität, die bereits alle erhältlichen All-in-One Speaker des Wireless Hi-Res Music Systems von Bluesound International aufbieten.

So handelt es sich bei der neuen Bluesound Pulse Soundbar um ein feines Stereo All-in-One System, dessen integrierte Speaker als Dreiwege-System ausgelegt sind. Pro Kanal stehen somit ein 25 mm Softdome Tweeter sowie ein 50 mm Mittenton-Treiber und ein 100 mm Bass-Treiber zur Verfügung. Zudem setzten die Entwickler auf einen zusätzlichen Passiv-Radiator pro Kanal, der ebenfalls einen Durchmesser von 100 mm aufweist. Jedem Chassis steht eine separate Kammer zur Verfügung, so der Hersteller, der dadurch eine besonders akkurate Arbeitsweise garantieren will. Angetrieben werden diese von Verstärkern in Class D, die man aus der Produktpalette von NAD Electronics International kennt, nämlich so genannte Direct Digital Amplifier, wobei jedem Chassis ein separater Kanal zur Verfügung steht, und die Aufteilung durch eine DSP-basierte Signalverarbeitung als Frequenzweichen erfolgt. Der Hersteller spricht daher von einem Direct Digital Tri-Amplifier. Damit soll die neue Bluesound Pulse Soundbar nicht nur eine Leistung von immerhin 120 Watt entfalten können - jedes Verstärker-Modul liefert 20 Watt, es lässt sich eine Frequenzbereich zwischen 70 Hz und 20 kHz abdecken.

Der Hersteller gibt zu Protokoll, dass auch die neue Bluesound Pulse Soundbar, wie alle übrigen Speaker des Systems auch, im Canada’s National Research Council optimiert wurde, und zwar unter der Leitung von Paul Barton. Dies soll verdeutlichen, dass man hier wirklich ein tadelloses Audio-System entwickeln wollte, das durchaus in der Klasse HiFi-Lösung, und eben nicht „nur“ als Soundbar „mitspielen“ kann.

Eins sei gesagt, klein ist die neue Bluesound Pulse Soundbar nicht. Immerhin misst diese Lösung 1.073 mm in der Breite, 141 mm in der Höhe, und 70 mm in der Tiefe. Allein diese Abmessungen sollen bereits dafür Sorge tragen, dass den aufgezählten Chassis ausreichend Volumen zur Verfügung steht, um satten, vollen Klang entfalten zu können. Dazu trägt auch das solide Gehäuse bei, das im Fall der Bluesound Pulse Soundbar aus Strang-gepresstem Aluminium gefertigt ist. Verantwortlich für das Design dieser Lösung ist David Farrage von DF-ID.

Die Soundbar kann sowohl frei stehend als auch an der Wand montiert eingesetzt werden. Für die freie Aufstellung sind entsprechende Standfüsse, für die Wandmontage die entsprechende Montage-Vorrichtung im Lieferumfang enthalten. Zudem kann man die Bluesound Pulse Soundbar auch direkt unterhalb eines Fernsehers auf einem Stativ montieren. Interessant dabei ist, dass die Soundbar dazu um 180° gedreht werden kann, das Anschluss-Panel also immer in die richtige Richtung zeigt. Die Soundbar erkennt dies, und passt die Wiedergabe mit rechten und linken Kanal an.

An Eingängen steht zunächst eine digitale Schnittstellen zur Verfügung, und zwar eine optische S/PDIF-Schnittstelle, um die Bluesound Pulse Soundbar mit dem Fernseher zu verbinden. Auch ein analoger Eingang in Form eines Cinchbuchsen-Pärchens findet sich an der Rückseite.

Wer etwas mehr Bass ins Spiel bringen will, der kann dies über einen separaten Ausgang an der Rückseite tun, oder aber, er entscheidet sich für den ebenfalls neuen Bluesound Pulse Sub. Dieser kann zwar ebenfalls mittels Kabel angesteuert werden, aber natürlich wird man hier auf Kabel tunlichst verzichten. Laut Herstellerangaben erkenne die Bluesound Pulse Soundbar automatisch, wenn ein Bluesound Pulse Sub in Reichweite sei, und verbinde sich mit diesem. Damit stünde er sofort bereit und erweitere den Frequenzbereich nach unten hin, sodass die Kombination aus Soundbar und Subwoofer einen Frequenzbereich zwischen 26 Hz und 20 kHz abdecken könne.

Im Bluesound Pulse Sub werkt ein 165 mm Woofer mit Polypropylen Cone, der mit einem Class D Verstärker mit 100 Watt befeuert wird.

Interessant ist, dass der neue Bluesound Pulse Sub als geschlossene Konstruktion ausgeführt ist, und für einen Subwoofer sehr flach ausgefallen ist. So misst er 447 mm in der Breite, 285 mm in der Höhe, und nur 122 mm in der Tiefe. Dadurch seien verschiedenste Aufstell-Möglichkeiten denkbar, so der Hersteller. Einerseits kann der Bluesound Pulse Sub frei stehend im Raum platziert werden, dafür sorgen Standfüsse an seiner Rückseite. Zudem könne er flach auf den Boden gelegt werden, und so etwa unter einer Couch einen Platz finden. Eine weitere Option ist die Wandmontage, wobei das dafür nötige Zubehör im Lieferumfang enthalten ist.

Natürlich erlaubt der neue Bluesound Pulse Sub die optimale Justierung aller relevanter Parameter, einerseits direkt am Gerät, und noch feinfühliger über die BluOS Controller Apps, auf die wir gleich zu sprechen kommen.

Als reine Soundbar und Subwoofer-Kombination ist die neue Bluesound Pulse Soundbar in der Lage, die Steuercodes einer Infrarot-Fernbedienung zu erlernen, sodass die Steuerung der Lautstärke allein mit Hilfe der Fernbedienung des TV-Geräts erfolgen kann. Das System versteht sich auf Dolby Downmix, und verfügt über verschiedene Sound-Settings für unterschiedliche Inhalte, also etwa Music, Movie und TV, verzichtet aber bewusst auf DSP-basierte Virtual Surround Sound-Lösungen, die ohnedies zumeist nicht wirklich überzeugen.

Als weitere Option, auf die wir nicht vergessen sollten, steht bei der neuen Bluesound Pulse Soundbar Bluetooth zur Verfügung, um mobile Devices wie Smartphones, Tablets, aber auch portable Audio-Player als Quelle nutzen zu können. Natürlich handelt es sich hierbei um Bluetooth 4.0, sodass auch der Codec apt-X unterstützt wird.

Soviel also dazu, wenn es um den Einsatz als reine Soundbar geht. Kommen wir nun zu den erweiterten Möglichkeiten als Teil des Wireless Hi-Res Music Systems Bluesound.

Die Integration ins Netzwerk erfolgt entweder über Gigabit-Ethernet, oder über WiFi, wobei das integrierte WiFi Modul IEEE 802.11n entspricht und damit eine stets zuverlässige Signalübertragung mit stabil hoher Datenrate garantiert sein sollte.

Bereits für sich allein genommen kann man mit Hilfe der neuen Bluesound Pulse Soundbar auf Freigaben im Netzwerk zugreifen, um Audio-Daten in allen relevanten Formaten abzuspielen, etwa MP3, AAC, WMA, Ogg Vorbis, ALAC, FLAC, WAV und AIFF, bis hin zu Daten kodiert im neuen MQA, wobei Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz unterstützt werden. Zudem kann man auf verschiedenste Online-Angebote zugreifen, etwa Internet Radio über TuneIn, aber auch Dienste wie Spotify, Deezer, Napster, Rhapsody, Qobuz oder TIDAL. Auch direkt über USB angeschlossene Datenträger können als Quelle fungieren, wobei bei all dem die bereits erwähnten Apps, die BluOS Controller Apps, die komfortable, sehr intuitive Steuerung übernehmen, und die für Apple iOS, Google Android, Amazon FireOS, Apple OS X und Microsoft Windows zur Verfügung stehen.

Diese Apps sind natürlich auch dann die zentrale Schnittstelle, wenn man die neue Bluesound Pulse Soundbar im Verbund mit weiteren Lösungen aus dem Hause Bluesound International einsetzt, also etwa den Musik-Server und Player Bluesound Vault 2 als zentralen Datenlieferant nutzt, weitere Speaker wie Bluesound Pulse Mini, Bluesound Pulse 2 oder Bluesound Flex m Haus verteilte, oder mit dem Streaming-Clients Bluesound Node 2 ein HiFi-System einbindet oder gar stolzer Besitzer einer Lösung der NAD Masters Serie ist, die mit einem BluOS Modul ausgestattet ist.

Jedes Devices, und somit auch die neue Bluesound Pulse Soundbar, kann als einzelner Player genutzt, oder mit anderen kombiniert werden, bis hin zum Party Modus, bei dem im gesamten Haus gleichzeitig Musik wiedergegeben wird.

Während nahezu alle anderen Produkte aus dem Hause Bluesound International sowohl in Weiss als auch Schwarz angeboten werden, wird die neue Bluesound Pulse Soundbar nur in Schwarz erhältlich sein. Dies gilt auch für den Bluesound Pulse Sub.

Die neue Bluesound Pulse Soundbar soll bereits dieser Tage im Fachhandel zu finden sein, und zwar zum empfohlenen Verkaufspreis von € 1.099,- Der Bluesound Pulse Sub wird wohl erst im November 2016 angeboten werden. Für diesen muss man einen empfohlenen Verkaufspreis von € 699,- einkalkulieren.

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