Boston Acoustics A Serie - Best value for money...

Für das US-amerikanische Unternehmen Boston Acoustics stellen die neuen Lautsprecher der so genannten A Serie vor allem im Bezug auf den europäischen Markt ein immens wichtiges Produktsortiment dar. Welch hohe Bedeutung man der Markteinführung beimisst zeigte allein die überaus prominent besetzte Präsentation im europäischen Headquarter im niederländischen Eindhoven.

Von Michael Holzinger (mh)
27.01.2011

Share this article


Bereits zu Beginn des Jahres kündigte der US-amerikanische Produzent Boston Acoustics - wie berichtet - erstmals die neue Boston Acoustics A Serie an. Mitte Januar 2011 lud das Unternehmen die wichtigsten europäischen Vertriebe sowie ausgewählte Journalisten zu einer besonders hochkarätig besetzten Präsentation in die europäische Zentrale des Mutterkonzerns D&M Holdings Inc. nach Eindhoven.

Während der theoretische Teil allen voran von Eli Harary, Senior Vice President, Global Brand Management & Business Development von Boston Acoustics sowie Rainer Fink, General Manager bei Boston Acoustics Europe abgehalten wurde, hatten die angereisten Vertreter der lokalen europäischen Vertriebe und Journalisten im Anschluss die Möglichkeit, die neuen Lautsprecher einem ersten Praxis-Test zu unterziehen. Und zwar in einem der wohl besten Hörräumen überhaupt, dem Test-Raum von Marantz, einem Unternehmen, das wie Denon ebenso zur D&M Holdings Inc. gehört, wie Boston Acoustics. Niemand geringerer als Ken Ishiwata, Klang-Guru und Entwickler-Legende , nunmehr Brand Ambassador von Marantz, übernahm daher auch die Demonstration der neuen Boston Acoustics A Serie im Hörraum.

Es hatte durchaus einen ganz banalen Hintergrund, dass Boston Acoustics eine derart hochkarätige Besetzung für die Präsentation der eigentlich als Einstiegs- bzw. Mittelklasse-System konzipierten Lautsprecher-Serie aufbot. Abgesehen davon, dass dieses Marktsegment ohnedies schon an sich ein überaus lukratives und dementsprechend gut bestücktes und heftigst umkämpftes Marktfeld darstellt, für den US-amerikanischen Herstellers stellt die Präsentation der neue A Serie durchaus einen Umbruch in der langjährigen Unternehmensgeschichte dar.

Das 1979 in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts gegründete Unternehmen war bislang vor allem auf den Heimatmarkt fokussiert, auch wenn die Qualität der Produkte des Herstellers natürlich seit Jahr und Tag auch international dafür sorgten, dass Boston Acoustics zu den renommierten Lautsprecher-Produzenten zählt. Mit der Übernahme durch D&M Holdings im Jahr 2005 ergaben sich aber völlig neue Möglichkeiten, das Unternehmen sowie das Produktsortiment auch international völlig neu und breiter aufstellen zu können. Diese Entwicklung war zwar bereits bei den Neuvorstellungen der letzten Jahre zu bemerken, bei der neuen A Serie aber wurde diese neue Strategie konsequent von Anbeginn angewendet.

So wurde die neue A Serie von Boston Acoustics bereits mit Hinblick auf einen globalen Markt entwickelt, aber mit einem starken Fokus auf Europa. So meinte etwa Eli Harary übereinstimmend mit Rainer Fink, dass die weltweit erfolgreichsten Lautsprecher-Produzenten aus Europa stammen, hier also ein besonderes Gespür für Design und die spezielle Abstimmung von Lautsprecher-Systemen vorhanden sei, auf das künftig auch Boston Acoustic verstärkt setzen werde. So wurde für das Design der neuen Boston Acoustic A Serie ein englisches Designer-Team beauftragt, das eine sehr reduzierte, durchaus bewusst schlichte, aber überaus elegante Design-Linie entwickelte. Das akustische Design überließ man Experten aus Deutschland, die jedoch eine einzige Vorgabe mit auf den Weg bekamen: auch wenn die Akustik-Designer ihre ganze Expertise einbringen sollten, der spezielle Charakter, der „Boston Acoustic“ Sound sollte nach wie vor durchblitzen.

Ein weiteres wesentliches Indiz dafür, wie wichtig die neue A Serie für Boston Acoustic ist, ist der Name selbst. Denn dieser ist keineswegs zufällig gewählt, sondern als Reminiszenz an die ersten Lautsprecher aus dem Hause Boston Acoustic überhaupt, die Boston Acoustics A 200 aus dem Jahr 1979.

Die Boston Acoustic A Serie wurde sowohl für klassisches Stereo als auch Home-Cinema Lösungen mit Surround-Sound Setup entwickelt. So stellt das Topmodell der Stand-Lautsprecher Boston Acoustics A 360 dar, der von dem zweiten Stand-Lautsprechersystem Boston Acoustics A 250 ergänzt wird. Mit den Modellen Boston Acoustics A 23, A 25 und A 26 stehen insgesamt drei Regal-Lautsprecher-Systeme zur Verfügung. Selbstverständlich darf auch ein Center-Speaker nicht fehlen, den Boston Acoustics mit dem A 225C liefert. Nach unten hin, im wahrsten Sinne des Wortes, wird die Serie durch die aktiven Subwoofer Boston Acoustics APS 250 sowie Boston Acoustics APS 650 abgerundet.

Die Boston Acoustics A Serie soll sich durch einige Ausstattungsmerkmale auszeichnen, die nach Ansicht des US-amerikanischen Herstellers in dieser Preisklasse einzigartig sind. Diese fasst das Unternehmen unter dem Begriff Smart Features zusammen, wobei wir darüber bereits ausführlich berichteten. Wir verweisen daher an dieser Stelle auf die entsprechende News-Meldung und konzentrieren uns abschließend auf den in Eindhoven gewonnen ersten Höreindruck.

Ken Ishiwata hat sich für seine Präsentation natürlich das Topmodell Boston Acoustics A360 auserkoren, die er - noblesse oblige - natürlich an „seinen“ KI Pearls aus dem Hause Marantz vorführte.

Mit diversen, durchaus teils ungewöhnlichen Klangbeispielen führte Ken Ishiwata die Möglichkeiten des Flaggschiffs der neue Lautsprecher-Serie von Boston Acoustics vor. Dabei zeigte sich, dass das Top-Management von Boston Acoustics in ihrem theoretischen Teil nicht zuviel versprochen hatten. Die neue Boston Acoustics hat - soviel ist bereits nach diesem ersten Höreindruck klar - durchaus das Zeug, das angestrebte Ziel „Klassen-Primus“ zu erreichen. Der Vortrag der Boston Acoustics A 360 war sehr detailreich, bildete eine breite Bühne mit guter Tiefenstaffelung ab und überzeugte durch Spritzigkeit und Agilität. Den doch recht hohen Anspruch, „Best value for money...“, den sowohl Eli Harary als auch Rainer Fink zuvor für die neue Serie beanspruchten, könnte die Boston Acoustic A Serie also durchaus erfüllen. Aber das muss die Serie in ihrer Gesamtheit im Rahmen eines ausführlichen Praxistests beweisen. Der erste Vorgeschmack in Eindhoven aber machte sehr neugierig...

Boston Acoustic wird die neue A Serie bereits Ende Januar 2011 an den Fachhandel ausliefern. Vorerst wird es das komplette Line-up in den Varianten Hochglanz Schwarz sowie Kirschholz-Finish angeboten. Zudem war in Eindhoven auch ein Modell in Hochglanz Weiss zu bestaunen, allerdings nur als Sample. Boston Acoustics wollte sich diesbezüglich noch nicht festlegen, ob es einzelne Modelle A Serie oder eventuell sogar die komplette Modellreihe auch in anderen Farbvarianten, etwa in Hochglanz Weiss geben wird.

Für das Flaggschiff Boston Acoustics A 360 gibt das Unternehmen einen empfohlenen Verkaufspreis von € 399,- an, das kleinere Modell Boston Acoustics A 250 soll zum Preis von € 249,- erhältlich sein. Die Boston Acoustics A 26 soll € 149,- und die Boston Acoustics A 25 € 129,- kosten. Den Center-Speaker Boston Acoustics A 225 C wird das Unternehmen zum Preis von € 199,- anbieten und die Satelliten Boston Acoustics A 23 werden mit einem empfohlenen Verkaufspreis von € 99,- angegeben. Der aktive Subwoofer Boston Acoustics ASW 650 wird zum empfohlenen Verkaufspreis von € 499,- und der Boston Acoustics ASW 250 um € 299,- erhältlich sein.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim österreichischen Generalimporteur Audio Tuning Vertriebs GmbH in Wien.

Michael Holzinger

Share this article