Responsive image Mobil

Bowers & Wilkins PX Wireless im Test

Foto © Bowers & Wilkins

Dass neben tadellosem Klang auch Eleganz und tadellose Verarbeitung eine wesentliche Rolle bei Kopfhörern von Bowers & Wilkins spielen, ist hinlänglich bekannt. Mit dem neuen Bowers & Wilkins PX Wireless setzt man zudem auf modernste Ausstattung bei der Signalübertragung sowie eine adaptive Geräusch-Unterdrückung.

Kurz gesagt...

Feinsten Klang ungestört genießen können, gepaart mit überaus elegantem Auftreten, so ist der neue Bowers & Wilkins PX Wireless ausgelegt.

Wir meinen...

Einmal mehr liefert Bowers & Wilkins einen tadellosen Kopfhörer ab, den man mit Fug und Recht dem Premium-Segment zuordnen kann, den neuen Bowers & Wilkins PX Wireless. Dieser verfügt nicht nur über eine Signalübertragung mittels Bluetooth, die zumindest stets „CD-Qualität“ liefert, sondern die gar für Hi-res Audio gerüstet ist, er verfügt zudem über eine überzeugend arbeitende adaptive Geräuschunterdrückung und erweist sich mit leistungsstarkem Akku als komfortabel zu tragender „Dauerläufer“.
Hersteller:Bowers & Wilkins
Vertrieb:Bowers & Wilkins
Preis:€ 399,-

Von Michael Holzinger (mh)
07.12.2017

Share this article


Bowers & Wilkins gehört zu jenen Unternehmen, das sehr frühzeitig erkannte, dass man selbst als ausgewiesener exklusiver Anbieter im klassischen HiFi-Segment gut daran tut, sich für neue Kundenschichten zu öffnen, und zwar mit Produkten, die eine möglichst breite Schicht ansprechen, also nicht ins übliche Portfolio zu passen scheinen. Man erinnere sich etwa an diverse Lösungen zur Blütezeit des Apple iPods, als portable Musik-Lösungen zum angesagten Lifestyle erhoben wurden. Bowers & Wilkins zählte hier mit zu den ersten Anbietern, die diese neue Kundenschicht mit speziellen Lösungen bediente, und damit immens von diesem Trend profitierte. Und zwar auf mehrerlei Art, einerseits konnte man wohl sehr gute Umsätze generieren, zudem fungierten diese Lösungen als eine Art Markenbotschafter, sodass es gelang, im gehobenen Lifestyle-Segment Fuss zu fassen.

Ähnlich verhielt es sich mit Kopfhörern, auch hier war Bowers & Wilkins eines jener Unternehmen, das den Trend hin zu Kopfhörern als exklusive Lifestyle-Devices recht rasch erkannte und ein entsprechend umfangreiches Angebot aufbaute. Einmal mehr füllte dies wohl die Kassen des Unternehmens, einmal mehr verstand man diese Lösungen als eine Art Markenbotschafter für Bowers & Wilkins als Gesamtunternehmen.

Fokus auf stilvolle, edle Lösungen im Premium-Segment

Zumal man nicht den Fehler beging, sich als Komplett-Anbieter in diesem Segment zu verstehen, denn dafür gibt es unzählige Spezialisten. Vielmehr konzentrierte man sich auf Lösungen, die sich an eine Qualitäts- und Design-affine Zielgruppe richten, fokussierte sich auf Produkte, die dem hohen Anspruch der Marke auch im Kerngeschäft entsprechen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist etwa der neue Bowers & Wilkins PX Wireless.

Einmal mehr streicht der Hersteller beim Bowers & Wilkins PX Wireless hervor, dass es sich um ein Produkt für höchste Ansprüche eigne, und zwar einen Kopfhörer, der in erster Linie für den Einsatz im Zusammenspiel mit portablen Audio-Lösungen ausgelegt ist, also etwa Smartphones, Tablets, aber durchaus auch portablen Audio-Playern. Hierzu ist diese Lösung als „kabellose“ Lösung ausgelegt, setzt also zur Verbindung mit dem Quellgerät auf Bluetooth. Damit Musik stets ungetrübt von äußeren Einflüssen genossen werden kann, ist der neue Bowers & Wilkins PX Wireless mit einer aktiven Geräuschunterdrückung ausgestattet.

Äußerst kompakt für einen Over-ear Kopfhörer

Ausgelegt ist der neue Bowers & Wilkins PX Wireless als so genannter Over-ear Kopfhörer, also ein Modell, das die Ohren des Anwenders komplett umschließt. Dennoch, in dieser Kategorie erweist sich der Bowers & Wilkins PX Wireless als eine der kompakteren Lösungen, was ja ganz im Sinne eines einfachen Transports ist. Ebenso, dass sich die Ohrmuscheln so weit drehen lassen, dass der Bowers & Wilkins PX Wireless recht flach in das im Lieferumfang enthaltene Transport-Etui passt und mit diesem in einer Tasche verschwinden kann. Einen Faltmechanismus für noch kompakteres „Zusammenlegen“ hingegen bietet dieser Kopfhörer nicht.

Elegantes Erscheinungsbild

Angeboten wird der neue Bowers & Wilkins PX Wireless in zwei Ausführungen, die der Hersteller als Space Grey bzw. Soft Gold bezeichnet. Es fiel uns nicht leicht, uns zwischen diesen beiden Varianten zu entscheiden, denn ganz offen gesagt, beide sehen wirklich fantastisch aus. In der Version Space Grey kombinierten die Designer anthrazitfarbene Gehäuse der Ohrmuscheln mit schwarzen Überzügen der Bügel- und Ohrmuschel-Polsterung, einem grauen Kunststoffgewebe-Überzug, und setzten auf silberne Elemente an den Bügeln. Die Bedienelemente an der rechten Ohrmuschel sind als optisch markanter Kontrast in Silber gehalten. Bei der Ausführung Soft Gold ist die Polsterung ebenfalls in Schwarz ausgelegt, Teile des Gehäuses sowie die Aussenseite des Bügels präsentieren sich hingegen mit einem Kunststoffgewebe in dunklem Blau, kombiniert mit goldenen Gehäuse-Elementen und ebenso goldenen Metall-Gelenken am Bügel. Die Bedienelemente stechen hier ebenfalls sehr markant hervor, nur eben in mattem Goldschimmer.

Robuste Verarbeitung

Trotz seines eleganten Auftretens vermittelt der neue Bowers & Wilkins PX Wireless einen überaus robusten Eindruck. Zwar sind die Gehäuseabdeckungen nur aus Kunststoff, selbst wenn sie silber oder gülden veredelt wurden, dies ist aber allen voran dem Erzielen eines möglichst geringen Gewichts geschuldet, zudem kann man ja auch Kunststoff so einsetzen, dass es nicht „billig“ wirkt, wie Bowers & Wilkins beim Bowers & Wilkins PX Wireless beweist. Die wirklich heiklen Komponenten, die für eine hohe Stabilität und Langlebigkeit relevant sind, nämlich die Gelenke hin zum Bügel, die sind ohnedies aus solidem Metall gefertigt und erweisen sich als sehr robuste Konstruktion. Auch der Bügel-Überzug aus besagtem Kunststoffgewebe ist wohl ein Garant für Robustheit über viele Jahre. Alle Übergänge zwischen den Materialien sind übrigens tadellos ausgeführt, sei es nun beim Bügel, oder den Ohrmuscheln. Selbst auf Details wie etwa eine akkurate Kabelführung in den runden, halboffenen Anbindungen vom Bügel zu den Ohrmuscheln wurde hier geachtet.

Hoher Tragekomfort

Für besten Tragekomfort sorgen beim Bowers & Wilkins PX Wireless gleich mehrere Merkmale. Dies ist umso bemerkenswerter, da der neue Bowers & Wilkins PX Wireless immerhin 335 g auf die Waage bringt, also nüchtern betrachtet gar nicht so leicht ist. Da der Bowers & Wilkins PX Wireless als Ohr-umschließender Kopfhörer ausgeführt ist, fällt es etwa gar nicht so sehr auf, dass die Bügelkonstruktion einen vergleichsweise recht straffen Sitz garantiert, ebenso sorgen die weichen Ohrpolster und der gepolsterte Bügel dafür, dass ein komfortabler, gleichzeitig zuverlässiger Halt gewährleistet ist. Die Bügelkonstruktion ist hier zudem so ausgelegt, dass man den Kopfhörer einfach aufsetzt, und schon passt es!

Tonangebend…

Im Mittelpunkt des neuen Bowers & Wilkins PX Wireless stehen Treiber mit einem Durchmesser von immerhin 40 mm, die der Hersteller als besonders hochwertige Breitband-Treiber bezeichnet, und die einen Frequenzumfang von 10 Hz bis 20 kHz abbilden können. Nicht nur, aber vor allem für den passiven Betrieb relevant, die Impedanz wird mit 22 Ohm und die Empfindlichkeit mit 111 dB angegeben.

Ganz wesentlich ist, dass die Entwickler die erforderliche Elektronik so positionierten, dass diese den Treibern bei ihrer Aufgabe nicht in die Quere kommen, somit keinerlei negativen Einfluss auf die Klangentfaltung haben.

Ein ganz wesentlicher Aspekt beim neuen Bowers & Wilkins PX Wireless ist dessen Signalverarbeitung, beginnen wir hierbei bei der Signalübertragung zwischen Quelle und Kopfhörer.

Bluetooth, aber dennoch für Hi-res Audio gerüstet

Wie beschrieben, handelt es sich beim neuen Bowers & Wilkins PX Wireless um einen Bluetooth Kopfhörer, der auf Bluetooth 4.1 vertraut. Damit werden die Bluetooth Profile A2D, AVRCP, HFP, HSP, GAP, SDAP und DIP unterstützt. Bei den unterstützten Bluetooth Codecs führt der Hersteller für den neuen Bowers & Wilkins PX Wireless SBC, aber insbesondere AAC und aptX, ja gar aptX HD auf.

Damit ist sichergestellt, dass sowohl bei Smartphones mit Google Android (aptX bzw. gar aptx HD) für eine Signalübertragung in zumindest „CD-Qualität“ garantiert ist, ebenso bei Apples iPhone (AAC).

Besonders spannend ist natürlich, wie es sich im Zusammenspiel mit ausgewiesenen Spezialisten, sprich, mit reinen portablen Audio-Playern verhält, die ja nicht bei „CD-Qualität“ enden, sondern auch Hi-Res Audio offerieren.

Hier kommt aptX HD ins Spiel, denn damit erlaubt der neue Bowers & Wilkins PX Wireless eine Signalübertragung von zumindest 24 Bit und 48 kHz. Die DSP-basierte Signalverarbeitung nimmt danach gar ein Upsampling auf 24 Bit 768 kHz vor.

Zurück zu herkömmlichen Smartphones, natürlich kann der Bowers & Wilkins PX Wireless auch als Freisprech-Einrichtung zum Telefonieren genutzt werden, dies sei der Vollständigkeit wegen an dieser Stelle erwähnt, ebenso, dass hierbei eine tadellose Sprachqualität geboten wird.

Alternative Kabel…

Selbstverständlich kann man den Bowers & Wilkins PX Wireless auch mittels Kabel betreiben, wobei das im Lieferumfang enthaltene Audio-Kabel mit einer Länge von 1,2 m und zweimal 3,5 mm Stereo Mini-Klinke nur eine Option darstellt. Ebenso ist es nämlich möglich, das im Lieferumfang enthaltene 1,2 m lange Lade-Kabel zur Verfügung mit PCs und Macs zu nutzen. Hierbei handelt es sich um ein USB-A auf USB-C Kabel, wobei am Kopfhörer die „kleine“ USB-C Schnittstelle zu finden ist. Während jedoch das analoge Kabel für den passiven Betrieb des Bowers & Wilkins PX Wireless vorgesehen ist, muss der Kopfhörer bei USB natürlich eingeschaltet sein, um als USB Audio Interface genutzt zu werden.

Pscht, Ruhe bitte!

Eine ganz wesentliche Eigenschaft des neuen Bowers & Wilkins PX Wireless ist dessen aktive Geräusch-Unterdrückung. Der Hersteller bezeichnet diese als adaptive Geräuschunterdrückung und verweist damit darauf, dass sich deren Wirkungsweise der Umgebung bzw. den Bedürfnissen des Anwenders anpassen lässt. Drei Einstellungen stehen hier zur Verfügung, und zwar Flugzeug, Strassenverkehr und Büro, sodass eigentlich alle relevanten Anwendungszenarien für eine derartige Lösung gut abgedeckt sind. Im ersten Betriebsmodus werden allen voran konstant auftretende Nebengeräusche eliminiert, also etwa das Motorengeräusch der Turbinen, wohingegen die Stimme des Bordpersonals über Voice Pass-through Funktion sehr wohl wahrgenommen wird. Die Einstellung Strassenverkehr ist so ausgelegt, dass ebenfalls das „Grundrauschen“ ausgeblendet, ein begrenzter Geräuschdurchlass hingegen nach wie vor gewährleistet wird, allen voran Warnsignale, und damit Sicherheit garantiert ist. In der Betriebsart Büro werden einmal mehr lästige Hintergrundgeräusche eliminiert, nicht aber Stimmen, sodass man auch hier auf sein Umfeld nach wie vor reagieren kann. Vor allem in Verkehrsmittel oder in lauter Umgebung im Büro kann man den Bowers & Wilkins PX Wireless also durchaus auch dazu nutzen, den Lärm fern zu halten, selbst wenn man nicht aktiv Musik hört.

Dauerläufer…

All die Elektronik im Bowers & Wilkins PX Wireless erfordert natürlich auch einen integrierten Akku. Dieser ist hier als 800 mAh Lithium Polymer-Akku ausgelegt und soll eine Spieldauer von bis zu 22 Stunden liefern, wenn man auf Bluetooth als auch aktivierte Geräuschunterdrückung setzt. Dies ist erstaunlich lange, und wird, wie wir im Test heraus fanden, problemlos eingehalten. Verzichtet man auf die Geräuschunterdrückung, setzt also nur auf Bluetooth, so beträgt die Spieldauer bis zu 29 Stunden. Vertraut man auf ein Kabel, will aber ungestört von äußeren Einflüssen Musik genießen, aktiviert also die Geräuschunterdrückung, so erreicht man bis zu 33 Stunden Spieldauer.

Durchdachtes Bedienkonzept

In erster Linie stehen für eine komfortable Bedienung des Bowers & Wilkins PX Wireless natürlich direkt am Kopfhörer Tasten zur Verfügung, und zwar an der rechten Ohrmuschel. So steht zunächst eine Dreiergruppe an Tasten parat, die recht großzügig dimensionert ausgelegt sind, wobei die mittlere davon etwas gewölbt geformt und damit sehr gut zu ertasten ist. Diese mittlere Taste dient zur Wiedergabesteuerung, aber ebenso zum Annehmen und Beenden von Telefonaten, die beiden flankierenden Tasten für die Lautstärke-Kontrolle.

Von den beiden zwei weiteren Tasten, die etwa abgesetzt angebracht sind, dient einer fürs aktivieren der adaptiven Geräuschunterdrückung, der zweite fungiert als Hauptschalter. Dieser ist als kleiner Schieberegler ausgeführt, wobei kurzes Betätigen Ein- bzw. Aus bedeutet, betätigt man diesen für zwei Sekunden, so Schalter der Bowers & Wilkins PX Wireless in den Bluetooth Pairing-Modus. Übrigens, bis zu acht Geräte können mit dem Bowers & Wilkins PX Wireless gekoppelt werden, Smartphone, portabler Audio-Player, Notebook, TV-Gerät…

Doch dies ist nur eine Art und Weise, den Bowers & Wilkins PX Wireless zu steuern, denn Bowers & Wilkins sieht hier ein so genanntes Natural UI vor. Im Mittelpunkt stehen hierbei in den Kopfhörer integrierte Sensoren, die erkennen, ob man den Kopfhörer auf hat, oder eben nicht. Nimmt man den Kopfhörer entweder ganz ab, oder legt ihn um den Hals bzw. Hebt auch nur die rechte Ohrmuschel vom Ohr, so wird die Musik-Wiedergabe gestoppt und dieser wechselt nach einiger Zeit sogar in den Standby-Modus. Setzt man den Kopfhörer wieder auf, so wird die Musik-Wiedergabe fortgesetzt.

Überaus praktisch ist zudem, dass der Kopfhörer stets akustisches Feedback gibt. Zudem steht eine Status LED direkt neben den Bedientasten zur Verfügung.

Ohne App geht’s nicht

Natürlich gehört zum Bowers & Wilkins PX Wireless auch eine passende App, die Bowers & Wilkins Headphone Companion App, die sowohl für Apple iOS als auch Google Android zur Verfügung steht.

Diese sorgt zunächst dafür, dass der Kopfhörer stets die aktuellste Firmware aufweist. Zudem kann diese dazu genutzt werden, zwischen den drei Environment Control-Versionen für die adaptive Geräuschunterdrückung zu wählen, und die Empfindlichkeit der Voice Pass-through Funktionen festzulegen. Auch die Empfindlichkeit der beschriebenen Sensoren fürs Erkennen ob der Kopfhörer aufgesetzt ist oder nicht, kann hier justiert werden bzw. kann diese Funktion auch deaktiviert werden.

Aus der Praxis

Zunächst sei noch einmal ganz deutlich gesagt, wie sehr wir von der edlen Aufmachung und der tadellosen Verarbeitung des Bowers & Wilkins PX Wireless angetan waren. Schon beim Auspacken hat man somit das Gefühl, ein wirkliches Premium-Produkt in Händen zu halten, ja, darf ohne weiteres von einem exquisiten Accessoire sprechen. Der Bowers & Wilkins PX Wireless fühlt sich richtig gut an.

Und auch wenn man ihn aufsetzt, passt irgendwie alles sofort, da muss man nicht umständlich irgendwie Herumprobieren, Bügel verschieben und ähnliches - aufsetzen, passt!

Das der App, das Koppeln mit Quellgeräten, alles geht einfach und rasch von der Hand, sodass man nach wenigen Augenblicken bereits Musik genießen kann.

Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt angelangt, es ist wahrlich ein Genuss, mit dem Bowers & Wilkins PX Wireless Musik zu hören. Allerdings, und dies wurde uns zwischenzeitlich auch von so manchem unserer Leser bestätigt, die sich ebenfalls für diesen Kopfhörer entschieden, sollte man dem Bowers & Wilkins PX Wireless ein wenig Einspielzeit gönnen. Nicht, dass es gleich von Beginn an sehr fein klingt, aber es wird eben nach einer Einspielphase noch besser…

Was uns persönlich auffiel ist, dass der Bowers & Wilkins PX Wireless unserem Empfinden nach zumindest zu Beginn einen vergleichsweise zurückhaltenden Eindruck vermittelte, geradezu unaufdringlich liefert er seine Darbietung, wobei ausdrücklich gesagt werden muss, dass es an rein gar nichts fehlt, ganz im Gegenteil. Im Gegensatz zu so manch anderem Kopfhörer, allen voran Kopfhörern ausgelegt für den mobilen Einsatz, wurde hier etwa keine spezielle oder zumindest keine allzu deutlich wahrnehmbare Anhebung im Bassbereich vorgenommen, vielmehr vertraut man auf eine sehr ausgewogene, geradezu neutrale Klangcharakteristik im besten Sinne des Wortes. Wie sehr man sich bereits an derartige Maßnahmen gewöhnt hat zeigt, dass, wenn man den Bowers & Wilkins PX Wireless etwa im direkten Vergleich mit anderen Kopfhörern hört, zunächst etwas zu fehlen scheint. Aber, es fehlt eben an nichts, tatsächlich ist es vielmehr so, dass diese bewusste „Zurückhaltung“, um es ganz vorsichtig zu formulieren, einem entspannten, selbst über Stunden hinweg angenehmen Musik-Hören geradezu förderlich ist. Zumal, um es nochmals zu betonen, rein gar nichts fehlt, ganz im Gegenteil, der Bowers & Wilkins PX Wireless überzeugt geradezu mit einer sehr detailverliebten, durchaus auch sehr dynamischen Wiedergabe. Natürlich werden auch hier Bässe schön knackig oder voluminös, warm und rund abgebildet, wird jeder Kick auf die Basedrum wahlweise knochentrocken oder mit viel Raum auf den Punkt gebracht. Stimmen, Instrumente werden mit allen Nuancen dargeboten, und alles, was im obersten Frequenzbereich vor sich geht, wird ebenso akkurat abgebildet.

Somit ist aber auch klar, dass sich Bowers & Wilkins nicht unbedingt an eine jugendliche Zielgruppe richtet, aber das dürfte schon allein anhand des Design-Konzepts klar sein. Auch wer die härtere rockige Gangart oder möglichst satte elektronische Beats bevorzugt, dürfte ebensowenig hier die richtige Lösung vorfinden. Sehr wohl all jene, die detailverliebt ihre Musik in voller Pracht genießen wollen, wobei hierbei das Spektrum von durchaus Rock, Pop, Blues, allen voran Folk und Jazz, bis hin zur Klassik reicht. Dafür ist der neue Bowers & Wilkins PX Wireless unserer Bescheidenen Einschätzung nach genau der richtige Spielpartner.

Vor allem, da auch die adaptive Geräuschunterdrückung zur vollsten Zufriedenheit ihren Dienst verrichtet und der Bedienkomfort ebenso keinerlei Wünsche offen lässt.

Was uns zudem besonders gefiel ist, dass der Bowers & Wilkins PX Wireless nicht nur an Smartphones gute Dienste leistet, durch die Unterstützung von aptX HD eignet er sich auch problemlos für den Betrieb mit portablen Audio-Playern, die prall gefüllt mit FLACs in Hi-res Qualität oder DSD sind. Natürlich entspricht dies nicht der „reinen Lehre“, liefert nicht das mögliche Optimum, aber es ist ein guter Kompromiss zwischen Komfort auf Grund keinerlei Kabel und dennoch tadelloser Qualität. Ein Kompromiss jedenfalls, mit dem wir persönlich unterwegs sehr, sehr gut leben können…

Auf den Punkt gebracht

Einmal mehr liefert Bowers & Wilkins mit dem neuen Bowers & Wilkins PX Wireless einen tadellosen Kopfhörer ab, der mit Fug und Recht als exquisites Accessoire, gleichzeitig aber auch als exzellenter Kopfhörer in Erscheinung tritt. Edles Design gepaart mit feiner Verarbeitungsqualität, einem hohen Tragekomfort, moderner Ausstattung für „kabellosen“ Betrieb ohne gravierende Einschränkungen bei der Qualität, vielmehr gar für Hi-res Audio gerüstet und für eine ungestörte Musik-Wiedergabe selbst in lauter Umgebung konzipiert, all dies führen dazu, dass wir dem Bowers & Wilkins PX Wireless eine klare Empfehlung aussprechen können. Mehr noch, der Bowers & Wilkins PX Wireless wird künftig unser ständiger Begleiter sein.

9,0 (Herausragend)

The Good

  • überaus elegantes Design
  • tadellose Verarbeitung
  • robuste Verarbeitung
  • Bluetooth mit aptX HD
  • akkurat arbeitende adaptive Geräuschunterdrückung
  • überaus komfortabel zu tragen
  • sehr ansprechender Klang
  • neutrale Klangcharakteristik

The Bad

  • Kein Nachteil ersichtlich
9 Klang
9 Bedienung
9 Design
9 Preis/Leistung

Share this article

Testumfeld:

sempre-audio.at Editors Choice Award

Apple iPhone 7
Sony WALKMAN NW-ZX300
Pioneer XDP-30R Digital Audio Player
FiiO X7 Mark II

Photo highlights

Angespielt:

„Roger
Roger Waters - Amused to death

„Jethro
Jethro Tull - Thick as a brick

„Hans
Hans Theessink - Bridges



„Eric
Eric Clapton - Unplugged

„Pink
Pink Floyd - The Division Bell

„Peter
Peter Gabriel - So

„Hans
Hans Theessink - Slow train

„Kari
Kari Bremnes - Svarta Bjorn

„Leonard
Leonard Cohen - Live in London

„Leonard
Leonard Cohen - Old ideas

„Roger
Roger Waters - Is this the life we really want?

„David
David Gilmour - Rattle that lock

„John
John Hiatt - The open road