Buffalo Technology LinkStation Mini - Darf‘s ein wenig kleiner sein?

Zentrale Speicherlösungen sind ein essentieller Bestandteil jedes multimedialen Netzwerks. Erst durch die zentrale Erfassung und Verwaltung von Daten wie Bilder, Musik und Video können Streaming-Lösungen im gesamten Haushalt realisiert werden, die auf den gesamten Datenbestand zugreifen und diesen überall zugänglich machen können. Zudem garantiert eine NAS, eine Network Attached Storage-Lösung, ganz nebenbei eine hohe Datensicherheit.

Von Michael Holzinger (mh)
11.02.2010

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Schon lange haben Hersteller so genannter NAS-Lösungen den privaten Anwender im Visier und bieten entsprechend einfach zu administrierende, kostengünstige und vielseitige Lösungen an. Vorreiter und absoluter Marktführer in diesem Segment ist der japanische Netzwerk- und Speicherlösungs-Spezialist Buffalo Technology, der unter anderem auch für diese Zielgruppe ein breit gefächertes Produktsortiment anbietet.

Dieses Angebot wird nun um die neueste Version der Buffalo LinkStation Mini erweitert. Dabei handelt es sich um eine lediglich Faustgrosse Speicherlösung, die als so genannte Zweiplatten-NAS ausgeführt ist. Selbst in diesem kleinen Gerät arbeiten demnach zwei Festplatten in einem RAID-Verbund. Dank RAID Modi 1 werden die Kapazitäten der Festplatten zwar nicht addiert, sondern es steht nur die Kapazität einer Festplatte als Gesamtspeicherkapazität zur Verfügung, da hier die Daten gespiegelt werden. Dies bietet den immensen Vorteil, dass alle Daten, die auf der LinkStation Mini von Buffalo abgespeichert werden, immer auf zwei Festplatten gesichert sind. Tritt eine Fehlfunktion bei einer der Platten auf, sind die Daten immer noch auf der zweiten Festplatte sicher verwahrt, solange bis die defekte Festplatte getauscht wurde.

Um den kleinen Formfaktor der LinkStation Mini zu erzielen setzt Buffalo Technology in diesem Fall auf 2,5“ Festplatten mit SATA-II Schnittstelle. Die kleine Box des japanischen Spezialisten für Netzwerk- und Speicherlösungen wird in zwei unterschiedlichen Speicherkapazitäten angeboten, und zwar entweder  mit 2 x 250 GByte oder 2 x 500 GByte Festplatten bestückt. Ab Werk sind diese beiden Platten im RAID-1 verbunden, die Gesamtkapazität beträgt somit entweder 250 GByte oder 500 GByte.  Optional kann die LinkStation Mini zudem im RAID-0 betrieben werden, um eine Speicherkapazität von 500 GByte oder 1TByte zu ermöglichen.

Allerdings verzichtet man hier auf den bereits zuvor beschrieben Vorteil eines redundanten Betriebs, die Daten werden also nicht gespiegelt. Empfehlenswerter ist es daher, die Standard-Einstellung beizubehalten und  zu Gunsten der Datensicherheit mit 250 bzw. 500 GByte vorlieb zu nehmen. Zugegeben, dies mag zunächst im Vergleich zu anderen Lösungen im Terabereich vergleichsweise wenig erscheinen. Dafür bietet die LinkStation Mini eine Vielzahl anderer Vorteile.

Da wäre natürlich allen voran die geringe Größe dieser Lösung anzuführen. Die kleine Box misst gerade einmal 40 x 82 x 135 mm und wird in den Farben Weiss und Schwarz angeboten. Somit passt diese NAS-Lösung wirklich überall hin. Das Gerät bietet hier einen weiteren entscheidenden Vorteil: mit einer Leistungsaufnahme von durchschnittlich 9 Watt und maximal 13 Watt ist der Stromverbrauch nicht nur sehr klein, die geringe Leistungsaufnahme und somit ebenfalls geringe Abwärme erlaubt einen Betrieb gänzlich ohne summende Lüfter. Die neue Buffalo LinkStation Mini arbeitet somit völlig lautlos, sodass man die kleine Box nicht irgendwo verstecken muss, sondern durchaus auch im Arbeitszimmer, ja selbst im Wohnzimmer platzieren kann.

Das Gerät wird über eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle ins Netzwerk integriert und soll so Datentransferraten von bis zu 40 MB/sec erzielen. Die Inbetriebnahme und Administration soll durch ein intuitiv zu bedienendes Webinterface selbst für Laien unproblematisch durchführbar sein, wobei die kleine NAS auch die individuelle Vergabe von Gruppen- und Nutzerrechten erlaubt. Als Betriebssystem kommt übrigens Linux zum Einsatz, wobei der Anwender davon aber nichts mitbekommt. Denn selbstverständlich sind für die kleine Box keinerlei Treiber erforderlich, um sie im Verbund mit Microsoft Windows-PCs oder Apple Macs zu nutzen.

Ganz im Gegenteil, dank Unterstützung von UPnP sowie Apple Bonjour wird die kleine Netzwerk-Speicherlösung sowohl unter Microsoft Windows als auch Apple MacOS X automatisch erkannt und steht sofort zur Verfügung.

Über einen USB-Anschluss können Daten von Wechselspeicher-Medien, USB-Speichersticks, externer Festplatten oder Digitalkameras direkt am Gerät auf die NAS übertragen werden. Darüber hinaus kann der USB-Port aber auch für den Anschluss weiterer Festplatten genutzt werden, um zusätzlich Backups zu erstellen oder die Speicherkapazität zu erweitern. Dank integriertem Print-Server kann so auch ein Drucker allen Anwendern im Netzwerk zur Verfügung gestellt werden.

Selbstverständlich bietet die Buffalo LinkStation Mini einen integrierten dlna-Streaming-Server um Fotos, Musik und Videos entsprechenden Streaming-Clients im Netzwerk zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus kann die kleine Box auch als Apple iTunes-Server fungieren.

Übrigens, natürlich unterstützt auch diese kleine Box Apples Backup-Lösung Time Machine. Microsoft Windows- aber auch Linux-Anwender werden von Buffalo mit der im Lieferumfang enthaltenen Backup-Lösung Memeo bedacht. Ein integrierter BitTorrent-Client und umfangreiche Stromsparfunktionen runden die Ausstattung dieses Speicherwinzlings ab.

Wie bereits erwähnt bietet Buffalo Technology die LinkStation Mini nicht nur in den Varianten Schwarz und Weiss an, sondern jeweils auch in zwei verschiedenen Speicherausbaustufen, und zwar bestückt mit 2 x 250 GByte oder 2 x 500 GByte Festplatten. Im Gegensatz zu anderen Anbietern legt Buffalo Technology sehr viel wert darauf, den Kunden hiermit eine echte „Ready-to-go“ Lösung anzubieten, die Geräte also ausschließlich vollbestückt anzubieten.

Im Gespräch mit sempre-audio.at betont Andreas Arndt, Sales Director Central Europe von Buffalo Technology anlässlich der Präsentation der neuen Lösung ganz besonders den Vorteil dieser Philosophie für den Kunden. Aus der Sicht Buffalos kann nur so sichergestellt werden, dass der Anwender ein wirklich zuverlässiges Gesamtpaket zur Sicherung seiner mitunter unwiederbringlichen Daten erhält.

So setzt Buffalo ausschließlich auf Festplatten, die höchsten Qualitätsansprüchen bei der Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit gerecht werden und optimal für den 24 Stunden-Einsatz an sieben Tagen der Woche geeignet sind. Zusätzlich muss jede Speicherlösung von Buffalo vor der Auslieferung einen 72 Stunden dauernden Burn-In Test über sich ergehen lassen, sodass nicht nur die gefürchteten „Dead-on-arrival“ Service-Fälle ausgeschlossen werden, sondern auch ein zuverlässiger Betrieb über Jahre gewährleistet ist, da die meisten Probleme bereits zu Beginn auftreten und somit direkt nach der Fertigung erkannt werden.

Dies alles gilt natürlich auch für die neue Buffalo LinkStation Mini, die ab sofort zu einem unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis ab € 199,- im Fachhandel zu finden sein soll.

Michael Holzinger

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