High End 2011: Nun präsentiert auch die Berliner High-end HiFi-Schmiede Burmester Audiosysteme GmbH einen Musik-Server, der sich durch einfache Bedienung, edles Design und erstklassige Klangqualität auszeichnen soll." /> Sempre Audio

Burmester Reference Line 111 Music Server

High End 2011: Mit der für Burmester typischen Klangqualität und einer Vielzahl an Funktionen sowie edelster Verarbeitung soll der neue Burmester Reference Line 111 Music Server aufwarten können, den das Berliner Unternehmen erstmals auf der High End 2011 in München einer breiten Öffentlichkeit präsentierte.

Von Michael Holzinger (mh)
23.05.2011

Share this article


Streaming war eines der wesentlichen Themen der High End 2011 in München. Damit ist klar, Audio-Streaming und somit die Vernetzung von IT- und Unterhaltungselektronik ist nun endgültig im High-end Segment angekommen. Nahezu jeder Hersteller präsentierte in München entsprechende Lösungen, sei es nun ein Streaming-System, oder aber zumindest ein D/A-Wandler, der die Integration entsprechender Produkte anderer Hersteller in die eigene Umgebung erlaubt.

Eine besonders interessante Lösung präsentierte das Berliner Unternehmen Burmester Audiosysteme GmbH mit dem neuen Burmester Reference Line 111 Music Server. Denn hierbei handelt es sich nicht um einen weiteren Streaming-Client, sondern einen kompletten Server, der eine zentrale Rolle in einem vernetzten HiFi-System spielen kann.

Burmester legte bei der Konzeption und Entwicklung des neuen Servers eigenen Angaben zufolge höchsten Wert auf eine besonders akkurate Signal-Verarbeitung in allen Bereichen, also angefangen beim Einlesen der Daten bis hin zur Wiedergabe, sowie einer besonders flexiblen Ausrichtung und, trotz umfangreicher Möglichkeiten, einer besonders intuitiven Bedienung. Damit will man den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht werden, die sich zudem am typischen Design sowie einer tadellosen Verarbeitung erfreuen können, so Burmester über den neuen Reference Line 111 Music Server.

Der Burmester Reference Line 111 Music Server präsentiert sich als sehr wuchtiges Gerät, das aber dennoch mit einem äußerst ansprechenden Äußeren aufwarten kann und sich nahtlos in die aktuelle Designlinie der renommierten deutschen HiFi-Schmiede einfügt.

Die Front ziert ein sehr großzügig bemessenes, grafikfähiges Display, das als zentrale Benutzerschnittstelle dient und alle Informationen stets perfekt ablesbar darstellt. Dazu zählt natürlich auch Cover-Artwork bei der Wiedergabe. Links und rechts neben dem Display finden sich etliche Taster sowie zwei Drehgeber, die bereits direkt am Gerät eine möglichst komfortable Bedienung erlauben sollen.

Die Rückseite des Burmester Reference Line 111 Music Server ist reichlich mit Anschlüssen bestückt, die weit über das bei derartigen Geräten übliche Ausmaß hinausgehen. So stehen nicht nur analoge als auch digitale Ausgänge zur Verfügung, sondern zudem auch entsprechende Eingänge, sodass der Server auch in diesem Punkt als zentrale Schnittstelle im HiFi-Setup fungieren kann.

Ins Netzwerk wird das Gerät im einfachsten Fall über ein integriertes WiFi Modul eingebunden. Setzt man auf hochauflösende Audio-Daten, so sollte man jedoch die klassische Verkabelung über Ethernet bevorzugen.

Selbstverständlich kann der Burmester Reference Line 111 Music Server als auch Streaming-Client genutzt werden, wobei er auf UPnP setzt und somit nahtlos mit entsprechenden Speicher-Lösungen zusammen arbeitet. Auch auf Internet Radio-Stationen kann das Gerät natürlich zugreifen, sodass man ein geradezu unerschöpfliches Angebot an verschiedensten Musik-Programmen rund um die Uhr zur Auswahl hat. Auch auf den Musik-Dienst Napster kann zugegriffen werden, sofern man ein entsprechendes Abo für dieses Flatrate-Angebot abgeschlossen hat.

Wirklich interessant wird‘s aber erst, wenn man die neueste Lösung des Berliner Unternehmens als zentrale Komponente im HiFi-Setup einsetzt, eben als Musik-Server.

Neue Musik-Titel können über ein Slot-In Laufwerk eingelesen werden, wobei Burmester auf das als Open Source-Lösung angebotene High-end Rip-Tool cdparanoia setzt. Der Vorteil dieses Tools ist, dass es den Datenstrom, der vom Laufwerk geliefert wird, analysiert und automatisch durch mehrfaches Auslesen etwaige Fehler zu korrigieren versucht. So soll auch ohne der ohnedies nicht wirklich zuverlässig verwertbaren C2-Fehlerkorrektur-Informationen eine komplett fehlerfreie Datei und somit eine deutlich bessere Klangqualität als bei der Wiedergabe über einen CD-Player erzielt werden, da hier alle Unzulänglichkeiten optischer Datenträger nicht zum tragen kommen.

Titel-Informationen, aber auch Cover-Artwork werden zunächst über eine integrierte Datenbank abgerufen, wobei die Titelinformationen dieser internen Musik-Datenbank nach Herstellerangaben regelmässig online aktualisiert werden sollen, sodass diese stets auf dem aktuellen Stand sein sollte. Über eine Audio ID-Funktion sollen selbst unbekannte Musik-Titel erkannt werden.

Auch wenn der Burmester Reference Line 111 Music Server natürlich auch MP3-Dateien abspielen kann, so wird man wohl eher auf verlustfreie Formate wie WAV, AIFF oder FLAC setzen. Hier unterstützt das Gerät aus Berlin Daten mit einer Auflösung bis zu 24 Bit und 192 kHz. Derartige Daten stammen natürlich nicht von Audio CD, sondern von entsprechenden Download-Angeboten und werden übers Netzwerk auf den Server übertragen. Hierzu agiert der Burmester Reference Line 111 Music Server als Samba Share, taucht im Netzwerk also wie eine herkömmlichen NAS, eine Network Attached Storage Lösung auf. Und auch sonst entsprechen die Ausstattungsmerkmale des Servers denen einer herkömmlichen NAS, zumindest, wenn es um die IT-Belangen geht. So verfügt dieses System nach Herstellerangaben über zumindest zwei 1 TByte Festplatten, wobei es sich um SATA-Laufwerke handelt, die im RAID-Verbund betrieben werden. Diese Laufwerke sowie ein nach Angaben von Burmester sehr leistungsfähiger Prozessor sorgen dafür, dass der Server, der als UPnP Server fungiert, für die außerordentlich schnelle Verarbeitung selbst sehr großer Datenmengen ausgelegt ist.

So können Daten selbst in hochauflösenden Formaten problemlos nicht nur direkt über den Server abgespielt werden, sondern ebenso an mehrere Clients gestreamt werden. Auch Playlists können direkt am Gerät erstellt und verwaltet sowie an Clients gestreamt werden. Um eine weitere Möglichkeit der Orientierung bzw. Klassifizierung von Audio-Daten selbst in umfangreichen Mediatheken zu erlauben steht zudem eine Bewertungs-Option für Musik-Titel zur Verfügung, sodass auch dieses Kriterium für die Auswahl von Musik-Titel herangezogen werden kann.



Die Entwickler von Burmester Audiosysteme GmbH konzipierten also nicht nur irgendeinen weiteren Streaming-Client, vielmehr nehmen die Herrschaften in Berlin das Thema Audio-Streaming scheinbar wirklich ernst und liefern mit dem neuen Burmester Reference Line 111 Music Server ein in jeder Beziehung als wahres Schwergewicht zu bezeichnendes Gerät ab, und zwar im besten Sinne, denn es lässt wohl keine Wünsche offen. Dies gilt nicht nur für die technische Ausstattung und die gebotene Klangqualität, sondern vor allem auch für eine möglichst einfache Bedienung. So kann der Server nicht nur direkt am Gerät bedient werden, sondern ebenso über einen beliebigen Web-Browser als auch über mobile Devices, etwa ein Tablet. So soll etwa eine eigens für den neuen Burmester Reference Line 111 Music Server konzipierte App für Apples iPad zur Verfügung stehen, die alle Funktionen zugänglich macht und ein besonders intuitives Navigieren durch die eigene Mediathek sowie die zahllosen Online-Angebote erlauben soll.


Michael Holzinger


Share this article

Related posts